Faschismuskeule

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Das Schwingen der Faschismuskeule, aber vor allem der Nazikeule, ist eine Metapher für eine rhetorische Technik, bei der der Diskussionsgegner, beispielsweise durch einen Nazivergleich, ungerechtfertigterweise in die Nähe des Faschismus und/oder des Nationalsozialismus gebracht wird. Damit soll dieser diskreditiert und eine sachliche Diskussion vermieden werden. Es gibt dafür den griffigen, aber gegenwärtig noch nicht gebräuchlichen Ausdruck „Nazifizierung“.

Ursprung

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Nazi-Keule.jpg

Der Begriff wurde durch die Publikation Die Faschismus-Keule. Das letzte Aufgebot der deutschen Linken des Politikwissenschaftlers Hans-Helmuth Knütter geprägt, in der die Instrumentalisierung des Antifaschismus kritisiert wird.

Beispiele

Der Vergleich der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Adolf Hitler durch den polnischen Europa-Abgeordneten Maciej Giertych wird vom Welt-Korrespondenten Gerhard Gnauck als Beispiel für die Anwendung dieser Technik gesehen.[1]

Der Kaffeeröster Tchibo verkaufte Schuhe, auf denen die Zahl achtzehn zu sehen war. Diese steht durchaus für die entsprechenden Buchstaben AH im Alphabet und damit als Abkürzung für Adolf Hitler. Der Firma aber zu unterstellen, sie habe beabsichtigt, gezielt Personen als Käufer zu gewinnen, die davon angesprochen werden, kann als weit hergeholt bezeichnet werden. Sie nahm das Produkt aber nach öffentlichem Druck aus ihrem Sortiment.[2]

Günter Wallraff warf der FDP dasselbe vor, als diese, beeinflußt durch Jürgen Möllemann, seinerzeit das Ziel von achtzehn Prozent Stimmanteil ausgab, das sie bei Wahlen erreichen wollte.[3][4]

Ende 2013 hat Linkspartei-Vorsitzende Bernd Riexinger der CSU vorgeworfen, mit der Diskussion zur Armutseinwanderung den „antirassistischen Konsens der Demokraten“ zu verlassen: „Wenn eine Regierungspartei gegen Ausländer hetzt, darf man sich nicht wundern, wenn braune Gewaltbanden Taten folgen lassen. Hetze hilft niemandem“, sagte er der „Berliner Zeitung“.

Siehe auch

Literatur

Verweise

Fußnoten