Frauenburg (Ermland)

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Frauenburg

Wappen von Frauenburg
Staat: Deutsches Reich
Gau: Ostpreußen
Landkreis: Braunsberg
Provinz: Ostpreußen
Einwohner: 2425
Bevölkerungsdichte: 319 Ew. p. km²
Fläche: 7,6 km²
Koordinaten: 54° 21′ N, 19° 41′ O
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Frauenburg befindet sich seit 1945 unter Fremdherrschaft. Das Gebiet ist von Polen vorübergehend besetzt, die einheimische Bevölkerung wurde vertrieben oder ermordet und deren Eigentum gestohlen.

Frauenburg ist eine deutsche Stadt in Ostpreußen im Kreis Braunsberg, 68 km südwestlich von Königsberg und 11 km westlich von Braunsberg, am Frischen Haff und an der Mündung des Baudekanals, der einen kleinen, von zwei kurzen Steindämmen gegen Versandung geschützten Hafen (1675 angelegt) bildet.

Geschichte

Frauenburg wurde vor 1284 von Gerhard Flemming, einem Lübecker und ältestem Bruder des zweiten Bischofs Heinrich Flemming von Ermland, gegründet, erhielt aber erst von des letzteren Nachfolger Eberhard am 8. Juli 1310 die Stadthandfeste, in der Lübisches Recht verschrieben wurde.

Frauenburg war bis 1945 der Sitz des Bischofs und des Domkapitels von Ermland.

Sehenswürdigkeiten

Die hochgelegene bischöfliche Kathedrale mit sechs Türmen (ein schöner gotischer Backsteinbau aus den Jahren 1329 bis 1388) und ihrer Umgebung von allerlei Gebäuden und Türmen bildet eine Art Festung, indem eine gewaltige Mauer mit Türmen die Höhe umgibt, nach dem Haff hin der Steilabfall die Schwierigkeit eines Angriffs erhöht.

Der Dom selbst enthält das Grabdenkmal des hier als Domherr 1543 gestorbenen Astronomen Nikolaus Kopernikus. Hinter dem Dom liegen der bischöfliche Palast und die unter Bäumen und Gärten versteckten Wohnungen der Domherren.

Eine Merkwürdigkeit der Stadt war früher der längst unbrauchbar gewordene, der Sage nach von Kopernikus erbaute, in Wirklichkeit aber erst 1571 errichtete Wasserkunstturm, nach dessen Einrichtung Ludwig XIV die berühmten Wasserkünste zu Marly anlegen ließ.

Bekannte, in Frauenburg geborene Personen

  • Julius Pohl (1830–1909), Lyriker und katholischer Priester

Bildergalerie

Fußnoten

  1. Wolfram Mallebrein (Hg.): Deutsche National-Denkmale, DSZ Verlag, München 1995, S. 162