Nationaler Widerstand Dortmund

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Der Nationale Widerstand Dortmund (auch Kameradschaft Dortmund oder Autonome Nationalisten Dortmund; kurz: NW-Dortmund oer NWDO) war eine 1983[1] gegründete Kameradschaft in Dortmund. Bis zum Verbot am 23. August 2012 durch den nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger (SPD) war sie Bestandteil des Netzwerkes Freie Kameradschaften.[2]

Der NW-Dortmund organisierte seit 2004 jährlich eine Demonstration zum Antikriegstag in Dortmund.

Geschichte

Die Kameradschaft Dortmund wurde 1983 durch Siegfried Borchardt in Dortmund gegründet.

Am 21. Januar 2009 hielt Siegfried Borchardt in einem gut gefüllten Saal einen Vortrag über die 25jährige Geschichte der Kameradschaft Dortmund, die unmittelbar mit seiner eigenen Biographie verbunden war.[1]

Am 19. Juni 2012 wurden die nationalen Sozialisten Alexander D. und Dennis Giemsch aus Dortmund vom Amtsgericht Dortmund freigesprochen. Ihnen war vorgeworfen worden, für eine Spontandemonstration am 1. Mai 2009 verantwortlich gewesen zu sein sowie einen Landfriedensbruch begangen zu haben.[3]

Verbot

In den Morgenstunden des 23. August 2012 vollstreckten lokale Polizeibehörden im Rheinland und in Westfalen drei Vereinsverbote des Düsseldorfer Innenministeriums. Betroffen waren die vermeintlichen Gruppen „Kameradschaft Aachener Land“, „Kameradschaft Hamm“ und der „Nationale Widerstand Dortmund“. Es kam alleine in Dortmund zu 62 Hausdurchsuchungen sowie zur Beschlagnahmung zahlreicher Gegenstände und mehrerer Räumlichkeiten, wie beispielsweise die Rheinische Straße 135 als vermeintliches Vereinsheim. Außerdem wurde der „Resistore Vertrieb“” als Teil des „Nationalen Widerstandes“ angesehen, dessen Sortiment vollständig beschlagnahmt und eine Weiterführung rechtlich praktisch unmöglich gemacht. Hierbei handelt es sich um bewußte staatliche Angriffe auf nationale Aktivisten, eine Person wurde im Zuge der Beschlagnahmung der „Rheinischen Straße 135“ durch den Staat in die Obdachlosigkeit befördert. Den Weltnetzpräsenzen „www.infoportal-dortmund.net“, „www.resistore.org“ und „twitter.com/dortmundticker“ wurde im Zuge des 69seitigen Verbotsbescheides untersagt, weiter zu publizieren bzw. ihr Angebot zur Verfügung zu stellen, da diese integrale Bestandteile des „Nationalen Widerstandes“ seien.[4]

Im September 2012 haben mehrere Betroffene eine Klage gegen das Verbot beim Oberverwaltungsgericht Münster eingereicht. Ziel dieser Klage ist die Feststellung, daß sich die Aktivitäten des verbotenen Vereins nicht in „kämpferisch-aggressiver Form“ gegen die „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ richteten und das Verbot somit rechtswidrig war.

Kläger sind sechs durch das Innenministerium als Führungspersonen des Vereins angesehene Personen, die den Vorstand verkörpern und somit repräsentativ für die verbotene Gruppierung sind.[5][6]

Nachwirken

Nach den Verboten der Kameradschaft Aachener Land, der Kameradschaft Hamm und des Nationalen Widerstandes Dortmund veröffentlichte Midgards Stimme ein Solidaritätslied mit dem Titel „Verbietet nur“.[7]

Am 24. August 2012 wurde im Dortmunder Signal Iduna Park beim Eröffnungsspiel der 50. Saison der Fußball-Bundesliga von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen ein Transparent mit der Aufschrift „Solidarität mit dem NWDO“ hochgehalten, der Verein distanzierte sich davon und die Polizei leitete Ermittlungen ein und informierte die Staatsanwaltschaft.[8][9] Der Halter wurde am 22. Januar 2015 vor dem Landgericht Dortmund freigesprochen.[10]

Am 31. August 2013 demonstrierten 400 bis 450 Aktivisten des Nationalen Widerstandes (von NPD über DIE RECHTE bis hin zu parteifreien Nationalisten) u. a. für die Aufhebung des Verbotes des Nationalen Widerstandes Dortmund („NWDO-Verbot aufheben“).[11][12]

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 33-cabinet.png Abgerufen am 24. Januar 2009. Archiviert bei WebCite®.25 Jahre “Kameradschaft Dortmund” – Eindrucksvoller Rückblick von Siegfried BorchardtInfoportal Dortmund, 24. Januar 2009
  2. 33-cabinet.png Abgerufen am 23. August 2012. Archiviert bei WebCite®.NRW-Innenminister Jäger zu den Verboten: "Wir verteidigen demokratische Grundprinzipien"Altermedia Deutschland, 23. August 2012
  3. 33-cabinet.png Abgerufen am 9. August 2012. Archiviert bei WebCite®.Freisprüche im „1. Mai Prozess“ rechtskräftigInfoportal Dortmund, 9. August 2012
  4. 33-cabinet.png Abgerufen am 23. August 2012. Archiviert bei WebCite®.Mitteilung: Hausdurchsuchungen und Vereinsverbote in NRWInfoportal Dortmund, 23. August 2012
  5. 33-cabinet.png Abgerufen am 22. September 2012. Archiviert bei WebCite®.Initiative gegen die Repressionen in NRW: Dortmund: Klage gegen Vereinsverbot erhobenwiderstand.info, 22. September 2012
  6. 33-cabinet.png Abgerufen am 3. Oktober 2012. Archiviert bei WebCite®.Initiative gegen die Repressionen in NRW: „NW-Dortmund-Verbot“: Spendet für den Rechtsstreit!widerstand.info, 3. Oktober 2012
  7. 33-cabinet.png Abgerufen am 25. August 2012. Archiviert bei WebCite®.Midgards Stimme - Verbietet nurAltermedia Deutschland, 25. August 2012
  8. 33-cabinet.png Abgerufen am 28. August 2012. Bei WebCite® archivieren.Banner für verbotene Neonazi-Kameradschaft bei BVB-Spiel gezeigtspiegel.de, 28. August 2012
  9. 33-cabinet.png Abgerufen am 28. August 2012. Bei WebCite® archivieren.Rechtsradikales Plakat: Polizei ermittelt dank Videotechnik TatverdächtigenBorussia Dortmund, 28. August 2012
  10. Westfalenstadion: Freispruch nach NWDO-Solibanner bei Borussiaspiel!, DortmundEcho, 22. Januar 2015
  11. 33-cabinet.png Abgerufen am 31. August 2013. Archiviert bei WebCite®.Kurzbericht: Erfolgreiche Antirepressionsdemo und anschließende PolizeiübergriffeDortmundEcho, 31. August 2013
  12. 33-cabinet.png Abgerufen am 1. September 2013. Archiviert bei WebCite®.Demonstration in Dortmund: Starkes Signal für Meinungsfreiheit!DortmundEcho, 1. September 2013