Hase, Karl-Günther von

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Ritterkreuzträger Karl-Günther von Hase

Karl-Günther Paul Otto von Hase (Lebensrune.png 15. Dezember 1917 auf Gut Wangern, Landkreis Breslau, Niederschlesien) war ein deutscher Offizier der Wehrmacht, zuletzt Major (ggf. i. G.) und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges sowie Diplomat und ZDF-Intendant.

Leben

Geboren als Sohn des Polizeioffiziers Oberstleutnant Günther von Hase (1881–1948; zuletzt 1933 Oberst) und dessen Gemahlin Ina, geb. Hicketier (1882–1972) am 15. Dezember 1917 in Niederschlesien, wuchs von Hase in Berlin auf. 1936 trat er in die Wehrmacht ein, um Berufsoffizier zu werden.

Chronologischer Werdegang

Karl-Günther Paul Otto von Hase.jpg
Karl-Günther von Hase.jpg
  • 1923 – 1935: Humanistisches Prinz-Heinrich-Gymnasium, Berlin mit Abitur
  • 1936: Fahnenjunker Artillerie-Regiment 19, Hannover/Celle
  • 1936 – 1937: Kriegsschule Potsdam
  • Bewährung im Polenfeldzug, Westfeldzug und Rußlandfeldzug
  • 1943: Generalstabslehrgang Hirschberg
    • Major im Generalstab
    • Nach dem 20. Juli 1944 aus dem Generalstab entlassen (wegen des Verrates seines Onkels, dem Stadtkommandanten von Berlin Generalleutnant Paul von Hase, der jüngere Bruder seines Vaters) und zum Frontdienst nach Schneidemühl entsandt, wo er Ia des Kommandanten und späteren Kampfkommandanten der Festung Oberst Heinrich Remlinger wurde. Inwieweit er den Zusatz „i. G.“ zum Dienstgrad noch trug, ist unbekannt, die Quellen widersprechen sich.
    • Ritterkreuz: Von Hase wurde weder in Sippenhaft genommen (wie die Nachkriegs-Lügenpresse teilweise berichtete) noch erlitt er irgendwelche Benachteiligungen, er blieb Major und wurde noch 1945 mit dem höchsten Kriegsorden ausgezeichnet, als von Hase im Rahmen der Abwehr eines sowjetischen Infanterieangriffs besondere Tapferkeit vor dem Feind bewies.
    • Mitte Februar 1945 gerieten Oberst Heinrich Remlinger und Major von Hase beim Ausbruchsversuch aus Schneidemühl in sowjet-bolschewistische Kriegsgefangenschaft
  • 1945 – 1949: Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion
  • 1950 – 1951: Diplomatenschule Speyer
  • 1951 – 1952: Auswärtiges Amt, Bonn
  • 1952: Stipendiat, Georgetown-University, Washington D.C.
  • 1953 – 1956: Gesandschaftsrat, Deutschen Botschaft in Ottawa, Canada
  • 1956 – 1958: Stellvertretender Pressesprecher des Auswärtigen Amts
  • 1958 – 1961: Leitung der Presseabteilung des Auswärtigen Amts
  • 1961 – 1962: Ministerialdirektor / Leiter der Politischen Abteilung West II
  • 1962 – 1967: Staatsekretär, Regierungssprecher und Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung
  • 1967: Amt zum Intendanten der Deutschen Welle
  • 1967 – 1969: Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung
  • 1970 – 1977: Botschafter, London
  • 1977: Intendanten des ZDF
  • 1982: Verzicht auf eine erneute Kandidatur; Ablösung durch Dieter Stolte; Eintritt in den Ruhestand
  • 1985: Staatssekretär a. D. von Hase übernahm die Leitung der Bonner Delegation als Sonderbotschafter während des gesamteuropäischen Kulturforums in Budapest

Funktionen und Ämter

Ritterkreuz für Karl-Günther von Hase.jpg
  • 1967 Mitglied des Rundfunkrats der Deutschen Welle
  • seit 1968 Mitglied im Beirat der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Bad Honnef-Rhöndorf
  • 1968 bis 1970 Mitglied des Rundfunkrats des Deutschlandfunks
  • 1981 1. Vorsitzender der „Deutsch-Englischen Gesellschaft“
  • 1981 Präsident der Generalversammlung des Internationalen Rundfunkpreises „Prix Italia“
  • 1982 bis 1993 Leitung der „Deutsch-Englischen Gesellschaft“ als 1. Vorsitzender
  • 1984 Gründungsmitglied des European Institute for the Media, Düsseldorf/Paris
  • 1987 bis 1995 Vorsitzender des „European Advisory Committee“ von Radio Free Europe/Radio Liberty
  • seit 1989 Mitglied des Ältestenrates der CDU

Familie

Karl-Günther von Hase war seit dem 13. Februar 1945 (Ferntrauung, kirchlich am 30. Dezember 1949 in Rendsburg) mit Renate (Lebensrune.png 15. März 1925 in Königsberg, Ostpreußen; Todesrune.png 26. Juli 2011 in Bonn-Bad Godesberg), einer Tochter des Generalobersten (der Luftwaffe) a. D. Hans-Jürgen Stumpff verheiratet. Das Ehepaar hat fünf Töchter: Jutta, (geb. 1950), Cornelia (geb. 1952), Verena (geb. 1954), Bettina (geb. 1957), Angelika (geb. 1961).

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Veröffentlichungen

  • Mitherausgeber des Buches Die Soldaten der Wehrmacht, Herbig, 3. Aufl. (2000), ISBN 978-3776620573
  • Karl-Günther von Hase / Johannes Marré (Hrsg.): Ministerialdirigent a. D. Dr. h. c. Edmund F. (Frieddemann) Dräcker. Leben und Werk. Vom Kaiserlichen Vizekonsul zum Indischen Guru. Eine Dokumentation, 2000
  • Karl-Günther von Hase / Reinhard Appel (Hrsg.): Preußen 1701/2001, 2001