Stumpff, Hans-Jürgen

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General der Flieger Hans-Jürgen Stumpff, 1938.jpg
Hans-Jürgen Stumpff.jpg

Hans-Jürgen Stumpff (Lebensrune.png 15. Juni 1889 in Kolberg; Todesrune.png 9. März 1968 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee, des Kaiserlichen Heeres, der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt Generaloberst der Luftwaffe und Ritterkreuzträger im Zweiten Weltkrieg. Stumpff war Mitunterzeichner der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht.

Werdegang

Kapitulation der Wehrmacht in Berlin-Karlshorst am 8./9. Mai 1945; von links sitzend: Hans-Jürgen Stumpff (links), Wilhelm Keitel (Mitte) und Hans-Georg von Friedeburg (rechts) bei der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht in der Pionierschule I in Karlshorst. Dahinter stehend: Vizeadmiral Leopold Bürkner (zwischen Stumpff und Keitel), Korvettenkapitän Otto Salman (nach hinten schauend) und Oberstleutnant Karl Boehm-Tettelbach.

Preußische Armee

Stumpff trat – wie sein Bruder Horst Stumpff einen Tag zuvor – am 1. April 1907 als Fahnenjunker in die Preußische Armee ein und kam in das königlich preußische Grenadier-Regiment „Prinz Carl von Preußen“ (2. Brandenburgisches) Nr. 12. Am 19. November 1908 wurde er zum Leutnant befördert.

Erster Weltkrieg

Während des Ersten Weltkriegs diente er vorwiegend in Generalstabsverwendungen; bei Kriegsende war er Hauptmann. Auch in der Weimarer Republik leistete Stumpff (mit kurzen Unterbrechungen) Dienst als Generalstabsoffizier, zuletzt als Abteilungschef im Reichswehrministerium.

Zweiter Weltkrieg

Stumpff war u. a. Oberbefehlshaber der Luftflotte 5, die am Unternehmen „Adlerangriff“ teilnahm.

„An der Lapplandfront hat sich die 7. Gebirgsdivision unter Führung des Generalleutnants Krakau, von Verbänden der Luftwaffe des Generalobersten Stumpff wirksam unterstützt, bei der Erstürmung eines Höhenrückens und bei der Abwehr der daraufhin einsetzenden wochenlang anhaltenden Gegenangriffe überlegender feindlicher Kräfte besonders ausgezeichnet. Die Sowjets verloren allein an dieser Stelle über 1000 Tote. 50 stark ausgebaute feindliche Bunker wurden genommen.“ — Wehrmachtbericht vom 24. August 1943

Generaloberst Stumpff war zuletzt Oberbefehlshaber der Luftflotte „Reich“ im Rahmen der Reichsverteidigung sowie Generalstabschef der Luftwaffe und, in Vertretung des verwundeten Oberbefehlshabers der Luftwaffe Robert Ritter von Greim, Mitunterzeichner der Bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8./9. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst u. a. vor Marshall Georgi Schukow.

In dieser Stellung mußte er dem Sieger bis zum 23. Mai 1945 dienen, geriet dann in Kriegsgefangenschaft, anschließend wurde er interniert, vom Vorwurf eines „Kriegsverbrechen“ freigesprochen und im Oktober 1947 entlassen.

Nachkriegszeit

Nach 1950 soll Generaloberst a. D. Hans-Jürgen Stumpff in der sogenannten „Bruderschaft“ des Gauleiters a. D. Karl Otto Kaufmann tätig gewesen sein, eine elitäre deutschnationale Untergrundorganisation, die sich um Volk, Vaterland und ehemalige Soldaten bemühte.

Tod

Generaloberst a. D. Hans-Jürgen Stumpff verstarb 1968.

Ruhestätte

Er ruht auf dem Bonner Zentralfriedhof in einem Gemeinschaftsgrab mit seiner Gemahlin Ilse, geb. Grapow (Kriegstrauung während der Mobilmachung im August 1914); Endgrablage: Abteilung V, Grab 199/200. Auf dem Grabstein befindet sich auch der Name seines gefallenen Sohnes Klaus-Werner „Zum Gedenken“.

Familie

Stumpffs Sohn, Hauptmann Klaus-Werner Stumpff (1915–1941), fiel am 11. Juli 1941 bei Porchow[1] während des Rußlandfeldzuges, seine Tochter Renate (Lebensrune.png 15. März 1925) heiratete Ritterkreuzträger Major Karl-Günther von Hase.

Auszeichnungen (Auszug)

Kaiserreich

Beförderungen

Drittes Reich

Fußnoten

  1. Klaus-Werner Stumpff ruht auf der Kriegsgräberstätte in Sebesh; Endgrablage: Block 8 Reihe 13 Grab 1175.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Mittler & Sohn Verlag, Berlin, S.122
  3. Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S.734