Müller, Karl (1775)

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Karl Christian Müller (geb. 13. April 1775 in Klebitz bei Wittenberg; gest. 3. Februar 1847) war ein deutscher Publizist, Diplomat und Kämpfer gegen die französische Besatzung. Als Verfasser des Verdeutschungswörterbuchs der Kriegssprache hatte er den Vorschlag gemacht, die deutschen Länderteile nach den Flüssen neu zu benennen.

Leben

Nach Studium der Theologie zu Wittenberg war er ab 1802 Hauslehrer in Leipzig und lebte seit 1809 in Berlin. Hier entwarf er strategische Pläne und kriegerische Anordnungen, welche jedoch durch Napoleons Siege über Österreich vereitelt wurden. Er kämpfte politisch gegen die napoleonische Fremdherrschaft und entwarf Pläne für einen Aufstand. 1810 trat er in Verbindung mit dem Minister August von Hardenberg und übernahm die schwierigsten Aufgaben und Missionen zum Verderben der Franzosen.

1811 wurde er in preußischem Auftrag zu Karl Freiherr vom Stein und zum Kurfürsten von Hessen nach Prag gesandt. 1812 ging er nach Schlesien und trat mit den Russen in geheime Verbindung. Er verfaßte den Aufruf Kutusows von Kalisch an die Deutschen. Als die russisch-preußischen Truppen in Sachsen vorrückten, folgte er dem Minister Stein nach Dresden, um bei der Verwaltung des Landes mitzuwirken und warb Freischaren für die Lützower und andere.

In Leipzig wurde er von der französischen Besatzerpolizei verhaftet, doch gelang ihm die Flucht nach Berlin, wo er 1813 von Hardenberg zur Vorbereitung des Bündnisses gegen Frankreich ins russische Hauptquartier entsandt wurde. Er war Legationshauptmann, Gouvernements-Kommissar für die Niederlausitz und begleitete den Minister Hardenberg auf den Wiener Kongreß und verfocht die Sache Preußens. Nach der vom Wiener Kongress ausgesprochenen Teilung Sachsens war er bei der Grenzregulierung tätig.

Er leitete unter Stägmanns Namen eine Zeitlang die Herausgabe der „Preußischen Staatszeitung“ und war Redakteur und Leiter der „Berliner Staatszeitung“, Preußischer Geheimer Hofrat im Statistischen Amt und Vorsitzender der deutschen Sprachgesellschaft zu Berlin und wurde 1817 Hofrat, später Geheimer Hofrat und ab dem 31. Januar 1847 Geheimrat in Berlin.

Werke (Auswahl)

  • Ansicht von der Völkerschlacht bei Leipzig, 1813
  • Verdeutschungswörterbuch der Kriegssprache, 1814
  • Über Dijon nach Paris, 1814
  • Graf Reisach in Verhaft, 1814
  • Aufruf an die Teutschen (März 1813)
  • Denkschrift (Juni 1813)
  • Errichtung einer sächsischen Legion (September 1813)
  • Kriegsberichte in teutschem Gewande (Oktober 1813)
  • Unsere Denkmale in Paris (1815)
  • Teutschlands Naturgränze gegen Frankreich (Oktober 1815)
  • Rückblick auf Teutschland (1815)
  • Blick auf eine der Schlachten neuerer Zeit (1817)
  • Neulateinische Gedichte (1817-1825)

Literatur