Kubakrise

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Ein Aufklärungsflugzeug der VS-Marine fliegt über das VS-Kriegsschiff „Barry“ (unten) und den unbewaffneten sowjetischen Frachter „Anosow“

Die Kubakrise war die Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten von Nordamerika und der Sowjetunion im Oktober 1962. Die Krise gilt als der Höhepunkt des Kalten Krieges.

Vorgeschichte

Nachdem es Fidel Castro 1959 gelungen war, auf Kuba die Marionettenregierung der VSA zu beseitigen, brachen die VSA daraufhin die politischen Beziehungen zu Kuba ab und verhängten ein Handelsembargo. Zur Zeit des Regimes unter Fulgencio Batistá stand das Land faktisch unter der Kontrolle der Mafia und des CIA. Es war ein Drogenumschlagplatz und das Spielkasino der VSA.

Aufgrund des Embargos sah sich Kuba gezwungen, sich an die Sowjetunion anzulehnen, um wirtschaftlich überlebensfähig zu bleiben, da es an Rohstoffen fast ausschließlich nur über Zucker verfügte. Der VS-Geheimdienst CIA zettelte dann 1961 die Invasion in der Schweinebucht an, um auf Kuba wieder die Macht zurückzugewinnen. Die von langer Hand vorbereitete Invasion scheiterte jedoch bereits nach 72 Stunden und CIA-Direktor Allen Dulles wurde durch John McCone ersetzt, aber der VS-amerikanische Überfall löste die nachfolgende Krise erst unmittelbar aus.

Die Krise

Um die Wiederholung eines Vorfalls wie der versuchten Invasion in der Schweinebucht 1961 zu verhindern und die permanente imperialistische Bedrohung Kubas durch die VSA zu beenden, gab die Sowjetunion dem Drängen Castros nach und stationierte zur Abschreckung auf Kuba einige dutzend Mittel- und Langstreckenraketen. Dies galt als vorbeugende Maßnahme der Sowjetunion, um einen weiteren Überfall auf Kuba zu verhindern. Nachdem das in den VSA am 14. Oktober angeblich erstmals bekannt wurde, John F. Kennedy wurde darüber erst zwei Tage später überhaupt informiert, verhängten diese eine Seeblockade gegen Kuba, um zu verhindern, daß weitere Ausrüstung auf die Insel gelangte. Am 22. Oktober 1962, eine Woche nach der Entdeckung der sowjetischen Raketen, machte Kennedy dies in einer Fernsehansprache öffentlich.

Da eine Blockade einen militärischen Akt darstellt, wurde der Begriff jedoch vermieden und darauf verwiesen, daß nur Schiffe mit militärischer Ausrüstung an Bord diese nicht passieren dürften. Dies hätte aber eine Durchsuchung aller Schiffe zur Folge gehabt, was ebenfalls generell als feindlicher kriegerischer Akt gewertet wird. Faktisch hatten die VSA mit der Verhängung der Blockade gegen einen souveränen Staat diesem und der Sowjetunion den Krieg erklärt.

Am 24. Oktober 1962 näherten sich zwar sowjetische Schiffe der Blockade, durchbrachen diese aber nicht, sondern drehten auf Anweisung Chruschtschows wieder ab.

Deeskalation

Am 26. Oktober traf ein direkt an den damaligen VS-Präsidenten John F. Kennedy gerichteter Brief Chruschtschows ein, in dem dieser mitteilte, daß die Raketen abgezogen würden, wenn die VSA versprächen, nicht in Kuba einzufallen. Die VSA versicherten im Gegenzug, ihre direkt an der Grenze zur Sowjetunion in der Türkei stationierten Atomraketen ebenfalls abzuziehen. Allerdings erst später und nur, wenn dies geheim bliebe. Es handelte sich bei den in der Türkei stationierten Atomwaffen um Jupiter-Raketen mit Nuklearsprengköpfen, die jedoch ohnehin abgezogen und durch quasi unangreifbare, auf U-Booten stationierte Polaris-Raketen ersetzt werden sollten. Am selben Tag flogen mit Atomwaffen bestückte B-52 Bomber in Alarmbereitschaft über Kuba ihre Runden. Die Deeskalation seitens der Sowjetunion hielt zudem VS-amerikanische Zerstörer nicht davon ab, noch am 27. Oktober angebliche Übungs-Unterwasserbomben auf sowjetische U-Boote, die ihrerseits mit scharfen Atomtorpedos ausgestattet waren, abzuwerfen, um sie zum Auftauchen zu zwingen. Dem diensthabenden Offizier Wassili Archipow, der auf Einhaltung der Vorschriften bestand, war es zu verdanken, daß kein Atomtorpedo abgefeuert wurde. Am selben Tag flog von Alaska aus der VS-Pilot Charles Maultsby einen Spionageflug über sowjetischem Gebiet. Sowjetische Kampfflugzeuge stiegen auf, um ihn abzufangen, während zwei VS-amerikanische Flugzeuge mit Kernwaffen an Bord diesen entgegenflogen, um Maultsby zurückzuleiten. Am gleichen Tag wurde ein VS-amerikanisches Spionageflugzeug vom Typ U-2 über Kuba abgeschossen.

Am 27.Oktober 1962 wurde im Radio folgende Botschaft der sowjetischen Führung gesendet:

„Wir sind bereit, alle offensiven Mittel aus Kuba zu entfernen und die UNO darüber zu benachrichtigen. Ihre Vertreter sollen erklären, dass die USA ihrerseits solche Mittel aus der Türkei abziehen werden, im Hinblick auf die Sorgen und Befürchtungen des sowjetischen Staates“.[1]

Chruschtschow ließ dann am 28. Oktober das Ende der Kubakrise über Radio Moskau verkünden, indem er sich auf eine Nichtangriffszusage auf Kuba seitens der VSA bezog. Er wußte nicht, daß das Weiße Haus bereits im Fall einer Ablehnung für den 30. Oktober die Bombardierung Kubas geplant hatte und sieben Tage später die Invasion erfolgen sollte.

Fazit

Die Deeskalation der Krise ging ausschließlich von sowjetischer Seite aus. Es war bis dahin nicht vorstellbar, daß die VSA wegen der legitimen Verteidigungsmaßnahmen eines souveränen Staates einen Atomkrieg auslösen würden. Rasch wurde jedoch auf sowjetischer Seite festgestellt, daß die VSA vor nichts zurückschrecken. Schließlich sind die VSA der einzige Staat, der bis heute (2013) jemals Atomwaffen eingesetzt hat. Die VSA konnten allerdings nicht wissen, wie verheerend ihr geplanter Angriff auf Kuba tatsächlich gewesen wäre. Die Sowjetunion hatte dort 42.000 Mann stationiert, nicht 8.000, wie man in Washington annahm.

Durch Dokumente, die 50 Jahre lang gesperrt gewesen waren, wurde im Jahre 2012 bekannt, daß der damalige Chef des BRD-Bundesnachrichtendienstes und deutsche Verräter Reinhard Gehlen vorgeschlagen hatte, Kuba anzugreifen und damit einen Dritten Weltkrieg auszulösen.[2]

Filmbeitrag

Der Sohn von Nikita Chruschtschow:

Verweise

Literatur

Fußnoten