Blum, Léon

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Léon Blum

Léon Blum (geb. 9. April 1872 in Paris; gest. 30. März 1950 in Jouy-en-Josas bei Versailles) war ein jüdischer Jurist, Schriftsteller, Politiker und mehrfach Premierminister in Frankreich (zwischen 1936 und 1950).

Werdegang

Die französische Politik wurde in den ersten vier Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wesentlich von dem Juden Léon Blum bestimmt. Er kam 1872 in Paris zur Welt und starb 1950 in Jouy-en-Josas (Dep. Seine-Oise). 1902 war er Mitbegründer der Sozialistischen Partei Frankreichs (ab 1919 deren Führer), und er leitete das sozialistische Zentralorgan „Le Populaire".

Im Ersten Weltkrieg fungierte er als Kabinettschef des Ministers für öffentliche Arbeiten. Nach 1918 war er der eigentliche Schmied der sogenannten Volksfront, des Bündnisses von Sozialisten und Kommunisten. 1936/37 und im März/April 1938 war er Ministerpräsident einer Volksfrontregierung. Mit ganzer Kraft stemmte er sich gegen jede Verständigung mit dem nationalsozialistisch regierten Deutschen Reich. 1940 wurde er von französischen Behörden verhaftet und in Riom wegen Mitschuld an der Niederlage vor Gericht gestellt.

Von 1943 bis 1945 war er privilegierter Sondergefangener in den Lagern Dachau und Buchenwald. 1946/47 erhielt er nochmals kurzfristig den Posten des Regierungschefs in Paris. Unermüdlich setzte er sich für jüdische Gruppeninteressen ein. 1929 zum Beispiel beteiligte er sich an der Gründung der erweiterten Jewish Agency for Palestine.

Siehe auch

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