Warburg, Max

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Max Warburg, 1904

Max Moritz Warburg (M. M. Warburg) (geb. 5. Juni 1867 in Hamburg; gest. 26. Dezember 1946 in Neu York (Stadt)) war ein jüdischer Bankier in Hamburg sowie Politiker.

Werdegang

Max Warburg wurde am 5. Juni 1867 in Hamburg als Sohn des Großbankiers Moritz Moses Warburg,[1] des Chefs des Bankhauses M. M. Warburg u. Co., geboren.[2] Nach dem Gymnasialbesuch ging er bei den Londoner Rothschilds in die Lehre.[1] Er war einige Zeit Banklehrling in Frankfurt am Main und Holland, studierte in Paris und London und wurde 1892 Prokurist und 1893 Teilhaber der väterlichen Firma. Eine Freundschaft verband ihn mit dem jüdischen Großreeder Albert Ballin (Hamburg) und mit dem ebenfalls jüdischen Großbankier Ernest Cassel (London). Seine Brüder waren Banker in Neu York. Von 1903 bis 1919 war Warburg Abgeordneter der Deutschen Volkspartei in der Hamburger Bürgerschaft.[1]

Auf alljährlichen ausgedehnten Geschäftsreisen leitete er in den folgenden Jahrzehnten deren auswärtige Finanztransaktionen und entwickelte sie zu einem großen Welt-Bankinstitut. Daneben und zugleich entfaltete Max Warburg eine vielseitige politische Tätigkeit. Er hatte Sitz und Stimme im Generalrat der Reichsbank und in den Aufsichtsräten der Hamburg-Amerika-Linie, von Blohm und Voss und in vielen großen Industriegesellschaften, wissenschaftlichen Instituten usw.

Während Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff im Ersten Weltkrieg wegen der ernsten Lage 1918 dazu rieten, den Krieg zu beenden, waren einflußreiche Juden im Deutschen Reich für die Fortsetzung des Kampfes: Walther Rathenau, der nachmalige Reichsaußenminister, wollte einen Volkssturm mobilisieren, und Großbankier Max Moritz Warburg beschwor die Oberste Heeresleitung: „Kämpfen Sie weiter! Ich beschwöre Sie: Machen Sie jetzt nicht Schluß!“ Der Kaiser hörte auf Hindenburg und Ludendorff, nicht auf Rathenau und Warburg.[1]

Nach dem Krieg gehörte Warburg 1919 der deutschen Delegation in Versailles an. Vergeblich bemühte er sich um Milderung des drakonischen Siegerdiktates. Er prophezeite: „Die Aufrechterhaltung der Versailler finanziellen Bestimmungen wird den Ruin des deutschen Wirtschaftslebens mit Naturnotwendigkeit zur Folge haben.“ Von 1924 bis 1933 gehörte er dem Generalrat der Deutschen Reichsbank an. Nach der 1933 erneuerten Kriegserklärung des organisierten Weltjudentums an Deutschland übersiedelte Warburg 1938 in die VSA, um von dort aus diesen Krieg zu verfolgen. Er gründete eine eigene Bank gründete und machte Geschäfte rund um die Auswanderung der Juden aus dem Dritten Reich.[1]

Familie

Vater: Moritz Moses Warburg (1838–1910); Mutter: Charlotte Esther Oppenheim (1842–1921); Brüder: Aby Warburg, Paul M. Warburg, Felix M. Warburg, Fritz Warburg

Siehe auch

Literatur

  • Peter Blackwood: Das ABC der Insider. Ein Nachschlagewerk über die Arbeit, die Pläne und die Ziele der internationalen Absprachegremien und ihrer Mitglieder. Verlag Diagnosen, Leonberg 1992, ISBN 3-923864-05-1, S. 510 ff.

Verweise

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 David Korn: Wer ist wer im Judentum? - FZ-Verlag ISBN 3-924309-63-9
  2. Munzinger-Archiv GmbH, 1948