Schenkendorf, Max von

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Maximilian „Max“ von Schenkendorf

Gottlob Ferdinand Maximilian „Max“ Gottfried Schenk von Schenkendorf (auch Schenckendorff; Lebensrune.png 11. Dezember 1783 in Tilsit, Ostpreußen; Todesrune.png 11. Dezember 1817 in Koblenz) war ein deutscher Dichter und Schriftsteller. Er galt gemeinsam mit u. a. Theodor Körner als „Sänger der Freiheitskriege“. Er schrieb die Texte der Lieder Freiheit, die ich meine und Wenn alle untreu werden.

Leben

Schenkendorf-Denkmal in Tilsit
derzeit (2011) völkerrechtswidrig russisch annektiert

Nach dem Willen des Vaters sollte der Sohn Landwirt werden, die Mutter aber meinte: Er muß ein Gelehrter werden. Und Schenkendorf ist weder das eine noch das andere geworden. Nach dem Studium der Kameralistik in Königsberg Pr. gab er gemeinsam mit Ferdinand von Schrötter die Monatsschrift »Vesta« heraus. Nach einem Duell im Jahre 1809 wurde er an der rechten Hand so schwer verletzt, daß er diese nicht mehr bewegen konnte. Der Anlaß war folgender: Ein General war auf einem Spaziergang einem Schlitten nicht rechtzeitig genug ausgewichen. Der General fuchtelte mit dem Degen. In dem Schlitten saß Schenkendorf neben einer Dame und fühlte sich beleidigt und schlug den selben Ton an. Es kam zum Pistolenduell, wobei der General den ersten Schuß hatte. Nach dem Treffer in die rechte Hand nahm Schenkendorf seine Pistole in die linke, brach aber zugleich ohnmächtig zusammen. Die rechte Hand blieb unbrauchbar fürs ganze Leben und der Dichter mußte fortan mit der linken schreiben.

Dennoch nahm er 1813 als Freiwilliger an den Befreiungskriegen und danach an der Völkerschlacht bei Leipzig teil. Noch in Königsberg erschien Schenkendorfs erste Lyriksammlung, „Freiheitsgesänge“, die den König und den Ritterstand anläßlich der Aufhebung der Erbuntertänigkeit in Preußen ehrte. Ab 1815 war er für das Militärgouvernement in Aachen und in Köln tätig und ließ sich dann Ende 1815 in Koblenz nieder. Dort begann er über Kopfweh und Brustbeklemmungen zu klagen. Es kamen Schwindelanfälle und starke Schmerzen hinzu, so daß er eines Tages nicht mehr gehen konnte. Er starb an seinem Geburtstag im Alter von nur 34 Jahren wahrscheinlich an einem angeborenen Herzfehler.

Einführung in Leben und Werk

Kurze Einführung in Leben und Werk:[1]

Illustrierte deutsche Litteraturkunde - Schenkendorf 01.jpg
Illustrierte deutsche Litteraturkunde - Schenkendorf 02.jpg
Illustrierte deutsche Litteraturkunde - Schenkendorf 03.jpg


Werke (Auswahl)

  • Gedichte (1862) (PDF-Datei)
  • Max von Schenkendorf's sämmtliche Gedichte (1837) (PDF-Datei)
  • Max von Schenkendorf's poetischer Nachlass (1832) (PDF-Datei)

Gedichte

„Soldaten-Abendlied“ (1813)

Siehe auch

Literatur

  • E. Heinrich: Max von Schenkendorf, ein Sänger der Freiheitskriege (1886) (PDF-Datei)
  • Ernst August Hagen: Max von Schenkendorf's Leben, denken und dichten (1863) (PDF-Datei)
  • Paul Baehr: Max von Schenkendorf als patriotischer Dichter in seinen Liedern (1888) (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!

Verweise

Fußnoten

  1. A. Hentschel, Karl Linke: „Illustrierte deutsche Litteraturkunde in Bildern und Skizzen für Schule und Haus“, 1889, S. 199ff. (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!