Mosley, Max

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Max Mosley - Präsident der FIA

Max Rufus Mosley (* 13. April 1940 in London) ist britischer Anwalt und internationaler Sportfunktionär. Seit 1993 ist er Präsident des Welt-Automobilverbands FIA.

Leben

Max Rufus Mosley entstammt einem besser gestellten Elternhaus. Vater Sir Oswald Mosley (1896–1980), engagierter Politiker und 1932 Gründer der 1940 verbotenen British Union of Fascists (BUF), sowie Mutter Lady Diana Freeman-Milford legten Wert auf eine anspruchsvolle Ausbildung ihres Sohnes. Max Mosley verbrachte seine Schulzeit in Elite-Internaten in der BRD (Stein bei Nürnberg) und Frankreich. Die Eltern waren zudem auf eine vorzügliche Sprachenausbildung für ihren Sohn bedacht, so daß Mosley sechs Sprachen fließend spricht. An der Oxford University (Christ Church College) machte Mosley zunächst sein Examen in Physik und etwas später zudem in Jura. 1964 konnte er mit der Aufnahme in die Gray's Inn in London seine erste Anwaltskanzlei eröffnen; diese war spezialisiert auf Patent- und Warenzeichenrecht. Während seiner Zeit als Student war er Sekretär der Oxford Union, eines Debattierklubs von Stadt und Universität Oxford. 1964 schloß er als Barrister ab, im Vereinigten Königreich Name für einen Prozeßanwalt. Die Northumbria University in Newcastle upon Tyne überreichte ihm 2005 den Ehrendoktor im Zivilrecht.

Berufliche Stationen

In der Anwaltskammer des Vereinigte Königreichs wurde er Fachmann für Patent- und Markenzeichenrecht.

Mitte der 1960er-Jahre gab sich Mosley der Territorial Army – einer israelischen zionistischen Gruppierung – und wurde dort Fallschirmspringer.

Mosley war gleichsam Rennfahrer. Mitte der 1960er Jahre fuhr er in der Formel 2, erreichte aber keine große Relevanz. Danach versuchte er sich in einem Autorennstall als Chef. Im Jahr 1969 schuf er mit einigen seiner Freunde den Rennstall March. Als deren Leiter war Mosley erfolgsvoller. Die March-Truppe erreichte bereits in der ersten Saison den dritten Platz in der Konstrukteurswertung und erreichte diesen Erfolg 1971 erneut. Mosley trat 1977 vom Rennstallsleiterposten ab.

Danach im gleichen Jahr fing er an, bei der Formel-1-Konstrukteursvereinigung und Gegner der Fédération Internationale du Sport Automobile FOCA zu arbeiten. Er nahm ihre Präsidentschaft 1991 an.

Als 1993 die FOCA zusammenfiel, stellte er sich zur Wahl zum FISA-Präsidenten, folgend war er bis zum Oktober 2009 stets der Präsident und stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl, als er um Geld-Grenzen für die Mannschaften debattierte.

Presseskandal

Ecclestone, Max Rufus Mosley, Juden.jpg

Im März 2008 fiel Mosley einer Pressekampagne zum Opfer, nach der er – laut des britischen Revolverblatts „News of the World“ – Freier für Prostituierte gewesen sei und nationalsozialistische Uniformen beim Sexualverkehr getragen habe. Im Mai 2008 wurde dann öffentlich, daß Mosley sieben Wochen lang von einer Londoner Detektivagentur ausspioniert wurde, der Auftraggeber ist unbekannt.

Die am dritten Juni 2008 zu Paris berufene außerordentliche Generalversammlung der FISA sprach Mosley nach geheimer Stimmabgabe mit einer Beinahe-Zwei-Drittel Mehrheit insbesondere aufgrund seiner Verdienste hinsichtlich der Sicherheit im Motorsport das Vertrauen aus, so daß Mosley bis Ende 2009 als Präsident der FISA war.

Viele Fahrzeugverbände wie der ADAC zeigten sich mit dem Abstimmungsergebnis jedoch nicht einverstanden und verkündigten den Boykott der FISA.

Am 24. Juli 2008 sprach ein britisches Gericht das Urteil, daß die News of the World die Privatsphäre Mosleys verletzt hat und verhängte als Schadensersatz eine Gelbuße von 60.000 Britischen Pfund. Dieses Geld spendete Mosley der FIA Foundation.

Gegen den Axel-Springer-Verlag wurde wegen seiner Falschmeldungen um anderthalb Millionen Euro geklagt, Mosley aber genügten je 100.000 Euro für das Deutsche Herzzentrum Berlin und die Formel-1-Stiftung.

Führungsstärke

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat FIA-Präsident Max Mosley in den höchsten Tönen gelobt und ihn sogar als idealen britischen Regierungschef geadelt. „Er kann Leute sehr gut führen, und er wäre ein verdammt guter Premierminister gewesen, sagte Ecclestone über den Präsidenten des Automobil-Weltverbandes: Er kann auf Situationen schnell reagieren. Er könnte seine Meinung gegen alle verteidigen, die sich gegen ihn stellen. Und er wäre entschlossen genug, das zu tun, wovon er das Gefühl hat, dass es getan werden muss.“[1]

Familie

Seit 1960 ist Mosley verheiratet mit Jean Marjorie Taylor, mit der er zwei Söhne, Alexander und Patrick, hat. Anfang Mai 2009 wurde Alexander Mosley, der 39jährige ältere Sohn, ein Wirtschaftsfachmann, tot in seinem Londoner Haus aufgefunden. Die Polizei ging davon aus, dieser sei an einer Überdosis Drogen gestorben.

Von seinem im Dezember 1980 verstorbenen Vater erbte Max Mosley angeblich 30 Mio. D-Mark.

In seiner seltenen Freizeit sucht Max Mosley Entspannung bei Spaziergängen, im Winter geht er gar snowboarden. Aus versicherungsrechtlichen Gründen ist sein erster Wohnsitz Monte Carlo. Tatsächlich aber wohnt das Ehepaar Mosley zumeist in London. Die Veröffentlichungen im Zusammenhang mit der Sex-Orgie im Jahr 2008 belastete auch das Privatleben der Mosleys schwer.

Verweise

Fußnoten

  1. Bild.de Sport, 16. März 2009