Volkskommissariat für innere Angelegenheiten

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Wappen des НКВД

Das Volkskommissariat für innere Angelegenheiten (NKWD, auch NKVD; russ. Народный комиссариат внутренних дел, kurz НКВД, transkribiert Narodnyij Kommissariat Wnutrjennich Djel) war die Bezeichnung für das sowjetische Innenministerium von 1934 bis 1946, die bolschewistische Zentrale des Staatsterrorismus, des Mordes und der Folter.

Inhaltsverzeichnis

Erläuterung

Zeitungsbericht vom 14.Juli 1943 über das Massaker von Winniza

1934 ging die vormalige (O)GPU im neugebildeten Volkskommissariat für innere Angelegenheiten der UdSSR (NKWD) auf.

Wirken

Das NKWD war zuständig für politische Überwachung, Nachrichtendienst, politische Strafjustiz, Verwaltung der Straf- und Verbannungslager (Gulag) und Grenzschutz. Es war das Instrument des stalinistischen Terrors und Folterapparat zum Nachteil deutscher Kriegsgefangener, insbesondere nach der Kesselschacht von Stalingrad. Auch deutsche Zivilisten wurden nach der Kapitulation der Wehrmacht verhaftet, entführt und/oder verschleppt, viele wurden nie wieder gesehen.

Vom MGB zum KGB

Das NKWD wurde 1946 mit der Spionageorganisation Smersch zum MGB zusammengefaßt. Aus dem MGB ging 1954 der KGB hervor. Bei Babij Yar aufgefundene Mordopfer wurden durch die sowjet-bolschewistische Propaganda der deutschen Seite zugeschoben. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung soll am 27. April 1989 folgendes berichtet haben:[1]

„In der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind 200 Leichen ausgegraben worden. Die Moskauer Wochenzeitung ‚Literaturnaja Gaseta‘ berichtete am Mittwoch, es handele sich dabei um Opfer der Stalinschen Säuberungen und nicht, wie die sowjetischen Behörden seither angegeben hätten, um von deutschen Truppen im Zweiten Weltkrieg Umgebrachte. Die Überreste der Frauen und Männer hätten sich in siebzehn Gruben befunden. Die Schädel zeigten Einschußlöcher. Die vor vier Tagen begonnene Exhumierung werde fortgesetzt. Dem Bericht zufolge hatte die Staatsanwaltschaft die Arbeiten angeordnet, nachdem die ‚Gesellschaft der Erinnerung‘, die sich der Ermordeten der Ära Stalin angenommen hat, eine Untersuchung verlangt hat. Die Gesellschaft ließ verlauten, es befänden sich bis zu 240.000 Tote in Massengräbern in der Umgebung von Kiew. Alle seien in den späten dreißiger Jahren vom Sicherheitsdienst NKWD, dem Vorläufer des KGB, hingerichtet worden.“

Literatur

  • Benno Prieß: Unschuldig in den Todeslagern des NKWD 1946–1954. Torgau – Bautzen – Sachsenhausen – Waldheim, Eigenverlag, Calw 1992

Verweise

Fußnoten

  1. zitiert auf nexusboard: Babi Jar – was geschah wirklich dort?
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