Phönizier

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Segelschiffe der Phönizier

Die Phönizier (altgr. phoinikes, „die roten Menschen“), von den alten Römern als Punier (bzw. lateinisch Poeni) bezeichnet, waren ein vermutlich teils europäisch- bzw. nordischstämmiges[1], teils arabisches Mischvolk der Antike, das hauptsächlich in Phönizien in der Gegend des jetzigen Libanons und Syriens an der östlichen Mittelmeerküste lebte. Sie verschwanden vor etwa 2.000 Jahren.

Sie selbst bezeichneten sich nicht als Phönizier, sondern nannten sich nach ihren Städten, zu denen Byblos, Sidon und Tyros gehörten. Die Kultur, die später als phönizisch bekannt wurde, blühte bereits im 3. Jahrtausend v.d.Z. an der Levante. Die Phönizier waren ausgezeichnete Seefahrer und beherrschten vom 9. bis zum 6. Jahrhundert v.d.Z. das Mittelmeer. Sie gründeten Handelszentren und Kolonien mit einem Einflußgebiet, das von Zypern im Osten bis zum Ägäischen Meer und zur Apenninhalbinsel, Nordafrika und zur Iberischen Halbinsel im Westen reichte. Ihre Seereisen beschränkten sich aber nicht bloß auf das Mittelländische Meer, sondern sie segelten über die Straße von Gibraltar hinaus nach England, dessen Zinn einen Hauptzweig ihres ausgebreiteten Handels ausmachte und sie sollen sogar an der Ostsee im Gebiet des heutigen Ostpreußens mit Bernstein gehandelt haben. Sie benutzten eine Alphabetschrift, die sie von den germanischen Runen abgeleitet haben könnten, da es auffällige Ähnlichkeiten gibt. Die bekannteste Kolonie der Phönizier war Karthago.

Der Phönizier Sanchuniathon hatte eine Geschichte seines Volks aufgeschrieben, die noch in Bruchstücken in einer griechischen Übersetzung erhalten ist.

Literatur

  • Fr. Wagenfeld: „Sanchoniathon's Urgeschichte der Phönizier“, 1830 (PDF-Datei)
  • Eugen Oberhummer: „Phönizier in Akarnanien“, 1882 (PDF-Datei)
  • Gustav Moritz Redslob: „Thule. Die Phönicischen Handelswege nach dem Norden, insbesondere nach dem Bernsteinlande, sowie die Reise des Pytheas von Massilien. Neu nach dem Quellen untersucht“ (1855) (PDF-Datei)
  • Richard Pietschmann: „Geschichte der Phönizier“ (1889) (PDF-Datei)
  • Franz Carl Movers:

Verweise

Fußnoten