Reemtsma, Jan Philipp

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Jan Philipp Reemtsma

Jan Philipp Fürchtegott Reemtsma (Lebensrune.png 26. November 1952 in Bonn) ist ein deutscher Literatur- und Sozialwissenschaftler, sowie ausgezahlter Zigarettenindustrie-Erbe und Umerziehungsfinanzier (→ Gesinnungsindustrie).

Werdegang

Der jüdische „Zigarettenkönig“ David Schnur war ab Anfang der 1920er Jahre in der Leitung der von ihm mitgegründeten Reemtsma AG (Hamburg), die durch zahlreiche Fusionen zum marktbeherrschenden Konzern mit etwa zwei 60 % Marktanteil an der deutschen Tabakindustrie wurde.

Jan Philipp Reemtsma wurde am 26. November 1952 als Sohn des Hamburger Unternehmers Philipp Fürchtegott Reemtsma (Lebensrune.png 1893; Todesrune.png 1959) in Bonn geboren. Er stammt aus der zweiten Ehe des Vaters. Von den drei Reemtsma-Söhnen aus erster Ehe fielen zwei im Zweiten Weltkrieg, einer starb an Kinderlähmung. Jan Philipp Reemtsma ist ein Enkel von Bernhard Reemtsma (1857–1925), der 1910 in Erfurt eine Zigarettenfabrik gründete, aus der sich später eine bedeutende Unternehmensgruppe der Nahrungs- und Genußmittelindustrie entwickelte. Die bahnbrechende Grundidee der Reemtsmas war, aus Zigaretten echte Markenartikel zu machen. 1921 wurde die Reemtsma AG gegründet und 1923 der Sitz des Unternehmens nach Hamburg verlegt. 1935 produzierte Reemtsma rd. 75 % der etwa 40 Mrd. Zigaretten, die man damals jährlich in Deutschland rauchte. Philipp F. Reemtsma wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wegen Bestechung von Hermann Göring angeklagt und in erster Instanz schuldig, in zweiter Instanz jedoch freigesprochen.

Wirken

1984 gründete Jan Philipp Reemtsma das sogenannte Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS), das er seit 1990 als Vorstand leitet. Dieses Institut hat etwa 60 Mitarbeiter, gibt die Zeitschrift „Mittelweg 36“ heraus und finanziert sich aus dem Stiftungsvermögen.

Reemtsma unterstützt die jüdische Postille „Aufbau“.[1] In der breiten Öffentlichkeit wurde er vor allem durch zwei diffamierende Wehrmachtsausstellungen bekannt sowie durch seine spektakuläre Entführung. Die vom Juden TraininsAußerordentlicher Staatlicher Kommission“ zusammengelogenen Unterlagen dienten der von Reemtsma finanzierten Wanderausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ als „Beweismittel“.[1] Als 1986 das Buch „Omgus – Ermittlungen gegen die Deutsche Bank“ erschien (rechtzeitig zur neuen Wiedergutmachungskampagne), deckte Geschichtsprofessor Henning Köhler auf, daß Reemtsma dem Herausgeber des Buches von der „Dokumentationsstelle zur NS-Politik“ (einer Umerziehungsinstitution unter Leitung des Mediziners Karl Heinz Roth)- Finanzspritzen gewährt. Die „Omgus“-Reports wurden in der Nachkriegszeit im Auftrag Morgenthaus erstellt, der Argumente für die Zerschlagung der deutschen Wirtschaft suchte. Jan Reemtsma ist nicht mehr direkt am Zigarettenkonzern seiner Familie beteiligt. Prof. Henning Köhler hält die im Omgus-Bericht gegen die Deutsche Bank erhobenen Vorwürfe für längst widerlegt. Daß der millionenschwere Zigarettenerbe sich an der Finanzierung einer Umerziehungsschrift gegen die Deutsche Bank beteiligte, ist um so erstaunlicher, als das Haus Reemtsma lange Zeit in enger Beziehung zur Bank stand.

2001 legte Reemtsma eine vielbeachtete Essaysammlung „Wie hätte ich mich verhalten? Und andere nicht nur deutsche Fragen“ mit Texten aus den Jahren 1996 bis 2000 vor, in denen er auch auf die Kritik an der Wehrmachtsausstellung und das Buch von Daniel J. Goldhagen zur „Täter“frage im Dritten Reich einging.

Entführung

Am Abend des 25. März 1996 wurde Reemtsma auf seinem Anwesen im Hamburger Reichenvorort Blankenese überwältigt. Ein mit einer Handgranate beschwerter Brief mit der Lösegeldforderung von 20 Millionen DM war dort zurückgelassen worden. Reemtsma wurde in einem speziell präparierten Kellerverlies eines Hauses in Garlstedt bei Bremen gefangengehalten.

Mindestens zwei Geldübergabeversuche scheiterten, weil die Entführer Polizeipräsenz vermuteten. Die gescheiterten Versuche nahmen sie zum Anlaß, die Lösegeldforderung auf 30 Millionen DM zu erhöhen. Die Angehörigen Jan Philipp Reemtsmas organisierten die schließlich erfolgreiche Geldübergabe hinter dem Rücken der Polizei. 48 Stunden nach der Zahlung des geforderten Lösegeldes wurde Jan Philipp Reemtsma am 26. April 1996 nach 33 Tagen Gefangenschaft unverletzt in Hamburg freigelassen.

Erst nach der Freilassung Reemtsmas erfuhr die Öffentlichkeit von der Entführung. Die größtenteils informierten System- und Gesinnungsmedien hatten sich an ein Nachrichtenmoratorium gehalten, was ihnen hoch angerechnet wurde. Der Haupttäter Thomas Drach wurde 1998 in Argentinien verhaftet. Er war dort Zielfahndern ins Netz gegangen, die aufgrund einer Handyortung seinen Aufenthaltsort herausfinden konnten. Erst zwei Jahre später wurde er an die BRD ausgeliefert. 2001 wurde Drach zu 14 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt. Sein Antrag auf vorzeitige Haftentlassung (Zwei-Drittel-Regelung) wurde 2007 abgelehnt.

Auch die drei Mittäter wurden gefaßt und zu Haftstrafen zwischen fünf und zehneinhalb Jahren verurteilt. Jedoch ist der Fall bis heute nicht vollständig aufgeklärt, da bisher nur etwa 1,3 Mio. DM des gezahlten Rekordlösegeldes aufgefunden wurden. Bernd Dieter Kramer, ein weiterer mutmaßlicher Komplize, wurde Anfang November 2006 in Santa Rita (Brasilien) gefaßt.

Auszeichnungen

Mitgliedschaften/Ämter

Jan Philipp Reemtsma ist der Multimillionär Inaugurator und Vorstand der Arno-Schmidt-Stiftung, Stifter und Vorstand des Hamburger Instituts für Sozialforschung (HIS) sowie der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Reemtsma lehrte bis 2007 als Professor Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg.

Zitat

über Reemtsma
  • „Schon wieder hetzt der Reemtsma und sein Zirkus rollt durchs Land,
    Gegen die tapferste Armee, die treu an allen Fronten stand
    Reemtsma ist ein Lügner, er beschmutzt das Vaterland.“
    Stahlgewitter, Ruhm und Ehre II

Familie

Jan Philipp Reemtsma und seine Frau, die Dipl.-Psychologin und Psychoanalytikerin Ann Kathrin Scheerer, haben einen Sohn (Johann Scheerer).

Siehe auch

Literatur

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 David Korn: Wer ist wer im Judentum? – FZ-Verlag ISBN 3-924309-63-9