Bayreuther Festspiele

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Bayreuth Festspielhaus 2006-07-16.jpg

Die Bayreuther Festspiele (oder Wagnerfestspiele, Richard-Wagner-Festspiele) sind eine seit 1876 bestehende Musik- und Theaterveranstaltung. Richard Wagner entwickelte zur Aufführung seiner Opern die Idee kultureller Festspiele und ließ sich das Wagner-Festspielhaus im oberfränkischen Bayreuth bauen.

Heute nehmen die Festspiele den ersten Rang im kulturellen Leben Deutschlands ein und haben darüber hinaus Weltgeltung. Sie finden, seit 1951 ohne Unterbrechung, jeden Sommer im Juli und August fünf Wochen hindurch in Bayreuth als Theater- und Musikfestival mit einem Ausschnitt des Lebenswerks des Wagners statt.

Die Medien berichten jährlich von den Festspielen, bei denen weltweite Prominenz anwesend ist. Die lange im voraus ausverkauften 30 Vorstellungen können von über 55.000 Zuschauern gesehen werden. Dieser Zahl gegenüber steht eine Nachfrage von bis zu 500.000 Kartenbestellungen, so daß mit Wartezeiten von etwa sieben Jahren gerechnet werden muß. Im Sinne Richard Wagners wird eine Anzahl von kostenlosen Eintrittskarten an Studenten abgegeben.

Die Inszenierungen und Ereignisse

Bühnenbilder in Wagner-Opern,
Oben: BRD-Regime, Unten: Deutschland
  • 1864: König Ludwig II. von Bayern will Richard Wagner ein prunkvolles Theater im Herzen Münchens bauen, sein Kabinett ist aus Spargründen dagegen.
  • 1872: Wagner legt den Grundstein für seine Festspielhaus in Bayreuth.
  • 1874: Der Bau kommt aus finanziellen Gründen ins Stocken; der Mäzen König Ludwig II. von Bayern, den künstlerischen Wert erkennend und einer der ersten „Wagnerianer“, gibt großzügige Unterstützung.
  • 1876: Der Ring des Nibelungen
  • 1882–1933: Parsifal
  • 1883: Richard Wagner stirbt in Venedig, er wird vor seiner Villa Wahnfried in Bayreuth beigesetzt.
  • 1886–1906: Tristan und Isolde
  • 1888–1899: Die Meistersinger von Nürnberg
  • 1891–1904: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg
  • 1894–1909: Lohengrin
  • 1896–1931: Der Ring des Nibelungen
  • 1901–1902: Der fliegende Holländer
  • 1911–1925: Die Meistersinger von Nürnberg
  • 1914: Der fliegende Holländer
  • 1914: Festspiele wegen des Beginns des Ersten Weltkrieges und danach folgende Jahre wegen finanzieller Probleme abgesagt
  • 1927–1931: Tristan und Isolde
  • 1930/31: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg
  • 1930: Siegfried Wagner stirbt und hinterläßt vier Kinder, seine Frau Winifred führt die Festspiele weiter.
  • 1933–1934: Die Meistersinger von Nürnberg
  • 1933: Adolf Hitler, Wagnerianer, besucht die Festspiele und ist auch privat mit der Familie Wagner in Kontakt.
  • 1933–1942: Der Ring des Nibelungen, dirigiert von Wilhelm Furtwängler
  • 1934–1936: Parsifal, dirigiert von Richard Strauss
  • 1936: staatliche finanzielle Unterstützung wegen „bester künstlerischer Leistungen“
  • 1936/37: Lohengrin
  • 1945: VS-amerikanische Truppen in Bayreuth; Villa Wahnfried liegt in Trümmern, der Fundus ist vernichtet oder wird geplündert und gestohlen. Winifred Wagner muß sich als NSDAP-Ehrenmitglied vor VS-Kommission verantworten. Das Urteil lautet auf Einziehung von 60 % des Vermögens und Strafarbeit.
  • 1951 wird nach 10jähriger Pause das 75. Jubiläum gefeiert.
  • 1952: Götterdämmerung
  • 1960: extrem modernisierte Version mit Bühnenskandal
  • 1965 wird die von A. Breker geschäffene Büste Wagners mit grünem Lack verunziert.
  • 1966 stirbt Wieland Wagner im Alter von 49 Jahren; sein Bruder Wolfgang übernimmt die Leitung mit spektakulären Neuinterpretationen.
  • 1973 werden die Wagner-Festspiele in die Stiftung Bayreuther Festspiele GmbH eingebracht.
  • 1976: 100. Jubiläum der Festspiele mit dem Ring des Nibelungen
  • 1980: Das Rheingold
  • 2000: Dirigent Richard Thielemann
  • 2008 stirbt Wolfgang Wagner, seine zweite Ehefrau Gudrun übernimmt die Leitung.
  • 2008: Parsifal
  • 2009: Zu den Gästen der derzeitigen Leitung, den Urenkeln Richard Wagners, Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquire, gehörten auch Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Mann Prof. Joachim Sauer.

Siehe auch

Literatur

Verweise