Uneingeschränkter U-Boot-Krieg

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Die versenkten Gegner nach 12 Monaten U-Boot-Krieg

Der uneingeschränkte U-Boot-Krieg wurde von den VSA zum Vorwand genommen, am 6. April 1917 in den Krieg gegen Deutschland einzutreten.

Ursachen

Das Hauptsperrgebiet und die deutschen Admirale:
Admiral Georg von Müller, Admiral Henning von Holtzendorff,
Vizeadmiral Paul Behncke, Admiral Reinhard Scheer, Admiral Reinhard Koch

Die britische Fernblockade, die am 2. November 1914 die Nordsee zum Kriegsgebiet erklärte, wurde am 4. Februar 1915 erwidert durch die deutsche Erklärung der Gewässer rings um Großbritannien als Kriegsgebiet. Am 22. Februar 1915 befahl die deutsche Reichsregierung den uneingeschränkten U-Boot-Krieg gegen Handelsschiffe kriegführender und neutraler Staaten innerhalb dieser Gewässer. Auslöser dafür waren die versteckten Waffenlieferungen der VSA auf angeblich neutralen Handelsschiffen. Darüber hinaus war es bis dahin üblich, daß feindliche, in diesem Falle also englische, Handelsschiffe durch aufgetauchte deutsche U-Boote ohne Blutvergießen als Prise genommen werden konnten oder nachdem die Mannschaft von Bord gelassen wurde, durch das Deckgeschütz ohne Opfer versenkt werden konnte. Dieses korrekte Verhalten der deutschen Seite machten sich die Engländer zunutze, indem sie nach dem Auftauchen der deutschen U-Boote diese mit bis dahin versteckten Waffen von den angeblichen Handelsschiffen, die als U-Boot-Fallen fungierten, aus beschossen und etliche von ihnen versenkten.

Am 13. Mai 1915 wurde der U-Boot-Krieg wieder eingeschränkt, nachdem der Waffen- und Munitionstransporter RMS Lusitania, der als Passagierdampfer getarnt fuhr, versenkt worden war und eine bis dahin beispiellose antideutsche Propagandakampagne der feindlichen Presse begann.

„Deutsche U-Boote tauchten oft zur Versenkung von Handelsschiffen mit ihrer Artillerie auf, um Torpedos zu sparen, wann immer dies möglich war. Dies nutzten die Briten mit ihren ‚Q-Schiffen‘ aus: zu U-Bootfallen umgebaute Handelsschiffe, bemannt durch Seeleute der Royal Navy und mit getarnten Geschützen ausgerüstet. Am 19. August 1915 vernichtete die U-Bootfalle ‚Baralong‘ ‚U 27‘. Aus Rache für die ‚Lusitania‘ ermordeten die Briten 11 deutsche Überlebende teils schwimmend im Wasser [...] Anders, als die durchaus verständliche Propaganda der Engländer behauptete, war die ‚Lusitania‘ aber kein reines Passagierschiff; sie transportierte heimlich auch noch Munition, und war nach internationalem Recht daher als Kriegsschiff einzustufen ... Im Fall der ‚Lusitania‘ waren vermutlich mehrere Tonnen Dynamit an Bord, denn nur so läßt sich die ungewöhnlich heftige Detonation nach dem Torpedotreffer erklären. Die deutsche Botschaft in Washington wusste von der Fracht und warnte mehrfach, dass solche Schiffe ohne Warnung angegriffen würden. Jedoch hielt der Kapitän der ‚Lusitania‘ sein Schiff für schnell genug, den U-Booten auszuweichen – ein Irrtum, wie sich dann erwies [...]“[1]

Mit dem Ziel der Vermeidung eines Krieges mit den VSA zog das Deutsche Reich seine U-Boote nach dem Vorfall für ein halbes Jahr zurück.

„Nach dem Krieg erfuhr man, daß Großbritannien der U-Boot-Gefahr begegnen wollte, indem man harmlos aussehende Handelsschiffe mit versteckten Kanonen ausstattete. Seinerzeit bestand die übliche Vorgehensweise angreifender U-Boote darin, aufzutauchen, und ein Schiff nach einer kurzen Untersuchung auf Feindstatus zu versenken. Hierbei kam das U-Boot in der Regel nahe an das Schiff heran. Dies wollte man sich zunutze machen und das arglose U-Boot heranzulocken an die getarnte U-Boot-Falle um es dann mit einem Feuerüberfall aus den versteckten Geschützen zu versenken.“[2]

Am 29. Februar 1916 verschärfte die deutsche Admiralität den U-Boot-Krieg erneut mit dem Hinweis auf warnungsloses Versenken bewaffneter Handelsschiffe. Auslöser waren die verdeckten Kriegslieferungen der VSA an Großbritannien und weitere Feindstaaten Deutschlands durch angebliche Handelsschiffe, die widerrechtlich getarnt bewaffnet waren. Alfred von Tirpitz und Erich von Falkenhayn konnten sich mit ihrer Forderung nach einem neuerlichen uneingeschränkten U-Boot-Krieg jedoch nicht bei Theobald von Bethmann-Hollweg und Kaiser Wilhelm II. durchsetzen, die beide in dieser Frage zu wankelmütig waren. Tirpitz trat daraufhin am 17. März 1916 von seinem Amt zurück.

Nach dem Friedensangebot der Mittelmächte vom 12. Dezember 1916 befanden sich die VSA nun ihrerseits in Zugzwang, entweder auf das Angebot einzugehen oder ihre bis dahin verdeckten kriegerischen Handlungen gegen Deutschland offenzulegen. Nach vagen Andeutungen möglicher Kompromißbereitschaft, die später verzweifelt zu einer „Friedensaktion Woodrow Wilsons“ umgedeutet wurde, diente der uneingeschränkte U-Boot-Krieg den VSA als Vorwand für ihren Kriegseintritt.

Von deutscher Seite hoffte man, dadurch die VS-amerikanischen Waffenlieferungen unterbinden und somit auf längere Sicht die Gegner Deutschlands zu Friedensgesprächen zwingen zu können.

Allerdings hatte Innenstaatssekretär Karl Helfferich bereits 1916 vor der Wiederaufnahme des uneingeschränkten U-Boot-Krieges gewarnt, als er sagte:

„Wenn die Karte des rücksichtslosen U-Boot-Krieges ausgespielt wird und nicht sticht, dann sind wir verloren.“

In Verkennung des unbedingten Kriegswillens der VSA und der verzweifelten Suche nach einem Schuldigen an der Katastrophe für Deutschland heißt es in einer Untersuchung nach dem Kriege durch die Weimarer Reichsführung:

„Darin liegt die geschichtliche Schuld der politischen Reichsleitung, daß sie in der größten Schicksalsfrage Deutschlands geschehen ließ, was nach ihrer Überzeugung schädlich war. Es werden damit die oberste Heeresleitung und der Admiralstab, die beide auf die Eröffnung des uneingeschränkten U-Bootkrieges gedrängt haben, nicht entlastet. Sie haben in voller Kenntnis der Friedensaktion Wilsons, die noch schwebte, in dem sicheren Bewußtsein, daß die Eröffnung des uneingeschränkten U-Boot-Krieges den Krieg mit Amerika nach sich ziehen würde, die ‚Karte ausgespielt‘, von der Helfferich sagte: Wenn sie nicht sticht, sei Deutschland auf Jahrhunderte hinaus verloren.“[3]

Ritter der Tiefe

„Der Tonnage nach steht an erster Stelle Kapitänleutnant Lothar von Arnauld de la Periére mit über 400.000 Tonnen vor Kapitänleutnant Forstmann mit 380.000 Tonnen und Kapitänleutnant Max Valentiner mit 300.000 Tonnen. Alle drei haben den größten Teil ihrer Erfolge im Mittelmeer errungen. Hinsichtlich der Anzahl versenkter Schiffe steht der Flandernkommandant Kapitänleutnant Steinbrinck an führender Stelle mit 216 Schiffen. Über oder fast 100.000 Tonnen wurden von weiteren 43 Kommandanten erreicht. Außer dem Befehlshaber der U-Boote und dem Führer der U-Boote in Flandern erhielten 29 Kommandanten für ihre und ihrer Besatzungen hervorragende Leistungen den höchsten Kriegsorden ‚Pour le Mérite‘. Die erzielten Erfolge sind besonders groß, wenn man bedenkt, über welche verhältnismäßig geringe Anzahl von U-Booten Deutschland meist verfügte. Die Höchstzahl der gleichzeitig vorhandenen U-Boote betrug 140. Von diesen standen am Feind gleichzeitig etwa ein Drittel zur Verfügung. Insgesamt hatte Deutschland während des Krieges 343 U-Boote, von denen 199 vor dem Feinde sanken. Mehr als die Hälfte der kämpfenden U-Boot-Mannschaften starb den Heldentod: 5.132 Mann.“[4]

Siehe auch

Literatur

Verweise

Tondateien

Fußnoten