Lenz, Friedrich

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Friedrich Lenz (Lebensrune.png 1900; Todesrune.png 1968) war ein deutscher Gastwirt, Schriftsteller und Verleger. Eine Schrift soll er angeblich unter dem Pseudonym W. von Asenbach verfaßt haben. Er war bis 1952 Mitglied der „Sozialistischen Reichspartei“ und 1953 Mitglied der „Deutschen Reichspartei“.[1] Politischen Kontakt pflegte er u. a. zum Juristen und Schriftsteller Johann von Leers (1902–1965), der wiederum Kontakte zum Mediziner Hermann Gauch (1899–1978), einem ehemaligen Mitarbeiter im Stabe Darrés und Adjutanten Himmlers, der in den 1950er Jahren als kulturpolitischer Funktionär der Deutschen Reichspartei wirkte, und zum Wiener Wilhelm Landig (1909–1997), ehemaliger SS- sowie Waffen-SS-Angehöriger und Schriftsteller, pflegte.

Person

Zur Person Friedrich Lenz ist wenig bekannt. Im BGH-Urteil von 1957 heißt es:

„Der Angeklagte ist der Sohn eines H. Gastwirts und Weinhändlers und hat sich auch selbst bis 1952 überwiegend in diesem Gewerbszweig betätigt. Nach seiner Schulzeit (Volksschule und Gymnasium) war er zunächst drei Jahre lang auf einem Gut in Südbaden als Volontär tätig; daran schloss sich ein zweijähriger Besuch der landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim an. Von 1920 bis 1929 betätigte er sich dann im väterlichen Betrieb; danach war er bis 1948 Inhaber oder Mitinhaber von Weinkellereien und Weinstuben an verschiedenen Orten Deutschlands (München, Magdeburg, Naumburg/Saale u. a.). Von 1934 bis 1937 übte er die Tätigkeit eines amtlichen Weinkontrolleurs in der Provinz Sachsen aus. Von 1941 bis 1945 war er Soldat, zuletzt als Gefreiter. Nach kurzer Kriegsgefangenschaft betrieb er bis 1948 in Weißenfels die Spirituosenherstellung. Schliesslich wurden die Lebensverhältnisse in der Sowjetzone für ihn so schwierig, dass er nach Heidelberg übersiedelte und dort eine Gastwirtschaft pachtete. Nach Ablauf des auf drei Jahre geschlossenen Pachtvertrags gab er die Tätigkeit im Gastwirtsgewerbe auf, um sich der Schriftstellerei und dem Büchervertrieb zu widmen. So hat er ausser den erwähnten beiden Schriften u. a. neuerdings eine Schrift über den sozialdemokratischen Parteiführer Ollenhauer und dessen Mitarbeiter herausgegeben.
Der Angeklagte, der, wie er sagt, stets ‚vaterländisch‘ empfunden hat, trat 1950 der NSDAP bei [sic!; vermutlich ist 1930 gemeint]. Hervorgetreten ist er nicht, nach seinen Angaben, wegen seiner geschäftlichen Inanspruchnahme. Als sich nach dem Zusammenbruch wieder deutsche Parteien bildeten, schloss er sich der Sozialistischen Reichspartei an; er war zeitweise 2. Vorsitzender des - nur aus wenigen Personen bestehenden - Kreisverbandes in Heidelberg. Infolge von Meinungsverschiedenheiten mit dem 1. Vorsitzenden, der seine Anregungen für die Fassung eines Flugblattes unbeachtet liess, erklärte der Angeklagte seinen Austritt. Er hatte dann nur noch ganz; vorübergehend Beziehungen zur ‚Deutschen Gemeinschaft‘ Haussleiters. Seitdem gehört er keiner politischen Partei an.
Der Angeklagte ist verheiratet. Er hat zwei erwachsene Kinder. Seine Einnahmen aus der schriftstellerischen Tätigkeit betrugen nach seiner Angabe 300/400 DM monatlich. - Im Jahre 1941 ist er durch ein Luftwaffenfeldgericht zu drei Monaten Gefängnis wegen Beleidigung eines Vorgesetzten verurteilt worden. Ausserdem weist sein Strafregisterauszug einige Verurteilungen zu Geldstrafen wegen Verstrickungsbruchs, Steuergefährdung u. ä. auf.“[2]

Positionen

In seinem Buch „Der ekle Wurm der deutschen Zwietracht“ (1952) vertritt Lenz u. a. die Ansicht, die Angehörigen des sogenannten Widerstandes gegen den Nationalsozialismus trügen eine Mitschuld am Ausbruch des Krieges im Jahre 1939. Außerdem schreibt er darin, daß es bereits 1952 keine wirkliche Rechtspartei, die die Interessen des deutschen Volkes vertreten hat, im Bundestag mehr gegeben habe – zu einem Zeitpunkt also, als es dort durchaus noch Parteien gab, die angeblich rechts von der CDU/CSU standen, wie die Deutsche Partei oder den BHE. Lenz sieht es zudem als Gradmesser dafür an, daß das deutsche Volk völlig ehrlos geworden ist, daß es unmöglich gewesen sei, historische Unrichtigkeiten in dem Film, der seinerzeit über Erwin Rommel anlief, zu monieren.

Verfolgung durch die BRD

Die etablierten BRD-Historiker haben niemals versucht, seine Ansichten, daß z. B. die Angehörigen des sogenannten Widerstandes eine Mitschuld am Kriegsausbruch 1939 tragen, die er in „Der ekle Wurm der deutschen Zwietracht“ geäußert hat, zu widerlegen.

Statt dessen empfahl der Bundestagsausschuß des „Verfassungs“schutzes der Bundesregierung mehrheitlich, Lenz die Grundrechte zu entziehen. Der damalige Bundesinnenminister Gerhard Schröder (CDU) riet der Bundesregierung in der entsprechenden Kabinettssitzung aber davon ab, einen solchen Versuch zu unternehmen, weil die Aussicht auf Erfolg ihm zu gering erschien. Außerdem warnte er davor, daß durch die Einleitung eines Verfahrens die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Lenz’ Schriften gelenkt werden könnte.[3] Seine Schriften sollten demnach also totgeschwiegen werden, in der Befürchtung, daß diese die Macht des BRD-Regimes hätten gefährden können. Das Kabinett schloß sich der Meinung des Innenministers an und leitete kein Verfahren gegen Lenz ein.

Bisher gab es keinen erfolgreichen Versuch, einem Bundesbürger seine Grundrechte zu entziehen, alle Versuche dazu scheiterten bisher vor dem Bundesverfassungsgericht – wie aus dem Buch eines ehemaligen Präsidenten des „Amtes für Verfassungsschutz“, in dem er auch die Tätigkeit sogenannter V-Männer beschreibt, hervorgeht.

Der Umgang der BRD mit Friedrich Lenz ist bezeichnend für deren Umgang mit Dissidenten. Anstatt sich mit seinen Argumenten geistig auseinanderzusetzen, sollte ihm statt dessen einfach verboten werden, weiterhin überhaupt Bücher schreiben zu dürfen. Aus den entsprechenden Akten der Regierung Adenauer aus der besagten Zeit, über die stattgefundenen Kabinettssitzungen, die mittlerweile im Weltnetz zugänglich sind, geht hervor, daß Lenz vom Bundesgerichtshof zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt wurde, nachdem der vom Ausschuß für Verfassungsschutz des Bundestages ausgegangene Vorschlag, ihm die Grundrechte zu entziehen, gescheitert war, weil das Kabinett den Vorschlag abgelehnt hatte.

Ob er diese Haftstrafe absitzen mußte, ist nicht bekannt, sein Buch über Adolf Hitler wurde aber im Ausland veröffentlicht. Es ist daher möglich, daß er sich der Strafverfolgung erfolgreich entziehen konnte. Lenz kann auch als Verfolgter durch die BRD der ersten Stunde bezeichnet werden, weil er frei – nach der späteren Aussage Golo Manns – Äußerungen getätigt hat, die volkspädagogisch unerwünscht sind, weil sie den Versuch der Umerziehung des deutschen Volkes im antideutschen Sinne hätten beeinträchtigen können. Lenz war auch Mitglied der von der BRD verbotenen Sozialistischen Reichspartei des Majors Remer. Wenn jemand ein Buch von Lenz weiterverbreitete, zog dies Konsequenzen nach sich wie folgt:

„Wegen Verbreitung des Buches ‚Adolf Hitler, sein Kampf gegen die Minusseele‘, das im Prometheus-Verlag in Buenos Aires erschienen ist, verurteilt das Stuttgarter Landgericht den Versandbuchhändler Erich Teich zu drei Monaten Gefängnis ohne Bewährung.“[4]

Vorwort zu „Adolf Hitler – Sein Kampf gegen die Minusseele“

Quelle
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Zur Zeit, da diese Zeilen geschrieben wurden, war die Veröffentlichung politischer Schriften über die jüngste deutsche Vergangenheit verpönt, es sei denn, es ergösse sich aus jeder Zeile eine Flut von Verwünschungen, Schmähungen und handgreiflichen Verleumdungen über die faszinierende nationale Evolution unter ihrem Führer Adolf Hitler. Eine seltsame, quer verlaufende Bügelfalte am neu angemessenen Gesellschaftsanzug der Gesinnungsfreiheit aus der hastig zusammengeschlagenen Werkstatt einer mit dem demokratischen Banner drapierten öffentlichen Nachkriegsordnung! Ich lege auf die Feststellung des Zeitpunktes sehr großen Wert. Sie ist nicht weniger wichtig als die zeitliche Festlegung der sich mit geisttötender Monotonie und staubwischender Handbewegung bei jeder Gelegenheit wiederholenden Proklamation der Weltordnungshüter, daß mit dem gelungenen Schwertstreich, durch den das Deutsche Volk von der angeblichen braunen Tyrannei ,befreit' wurde, gewissermaßen automatisch auch die letzten sympathisierenden Gefühlsrudimente für einen grandiosen historischen Vollzug beseitigt wurden. Leider befleißigen sich die Behaupter hinsichtlich der erforderlichen Beweisführung der allergrößten Zurückhaltung. So einfach jedoch läßt sich eine Idee nicht begraben! Und so leicht kann man weder aus der Geschichte, noch aus der Gedankenwelt seiner Zeitgenossen einen Mann entfernen, für dessen Bezwingung seine Todfeinde in einem sechsjährigen Weltbrand auch die allerletzten Trümpfe, durch die dem Sieg das Prädikat ,ehrenvoll' bei bestem Willen nicht zugestanden werden kann, ausspielen mußten. Aber Worte allein können keine Taten auslöschen! Und überdies sind die Ereignisse der Gegenwart recht wenig geeignet, die Erinnerung an Hitler verblassen zu lassen. Vielmehr wecken sie tagtäglich die Gedanken an jenen Heros der Geschichte, der die wahrhaft prophetischen Worte gesprochen hat: „Wenn die da kommen ...”

Die nachfolgende Studie soll in gedrängter Kürze einen Einblick in die Gedanken, Empfindungen und Überlegungen suchender und kritisch prüfender Alltagsmenschen verschaffen, die fern der hohen und niedrigen Politik, unbefangen und vorurteilslos den tieferen Sinn und ethischen Gehalt einer dynamischen Entwicklung in sich aufgenommen haben. Sie soll – insbesondere um der Ehre und Wahrheit willen – jenen nachhaltigen Eindruck vermitteln, den der Schöpfer des Dritten Reiches zur Zeit seines Wirkens hervorgerufen und den er – entgegen der dirigierten und in Bezug auf ihr Niveau beschämenden öffentlichen Meinung – auf dem Grunde der nur mit Druckerschwärze überschwemmten Volksseele hinterlassen hat. Die psychologischen Gründe und Hintergründe seines Handelns rücken dabei zwangsläufig in den Vordergrund. Sie zu skizzieren, ist deshalb eine unumgängliche Notwendigkeit, weil die Nachkriegsmentalität unter bewußter Umgehung der manifestierten Kardinalprobleme die Dramatik des Geschehens ausschließlich aus der Sphäre einer dämonisch-skurrilen, manisch-depressiven Geisteshaltung des Führers der Deutschen Nation abgeleitet wissen will.

Da ich kein Geschichtsschreiber und kein Biograph bin, sondern nur einen Blick aus dem Fenster des Alltags auf die überragende Gestalt Adolf Hitlers werfen will, habe ich sowohl auf Chronologie wie auch auf biographische Untermalungen verzichtet. Ebenso vermied ich weitgehend alles, was Unterlagen, Quellennachweise und Daten erfordert. Abgesehen von den vorläufig noch unüberwindlichen Schwierigkeiten bei der Beschaffung authentischen Materials, erscheint es in diesem Falle weder notwendig noch zweckmäßig, sich in ein Fahrwasser zu begeben, dessen trübe Fluten von lauernden Polypen umstreitender Rabulisten nur so wimmeln. Die Zusammenhänge werden vor mir ganz einfach so beurteilt, wie sie sich mir – und mit mir gewiß vielen Millionen deutscher Menschen – im täglichen Erleben dargestellt haben, und nicht etwa so, wie sie sich von einer anderen Warte aus vielleicht auch beurteilen ließen. Dafür kann die Echtheit dieses winzigen Steinchens im gewaltigen Mosaik des zukünftigen Führerbildes nicht bezweifelt werden, denn: was ich als Erlebnis empfand, ist auch dann wahr, wenn es ein anderer an meiner Stelle als solches nicht empfunden haben würde. Und Erlebnis ist für mich alles, was ich mit meinen Sinnen wahrgenommen habe und in mir gestaltend weiterwirkte.

Ferner möchte ich, daß ein Deutscher, der die nachfolgenden Seiten vielleicht einmal lesen wird, jedoch die heroische Ära Adolf Hitlers nicht miterlebt hat, der gleichzeitig die innere Kraft besitzt, den Wert einer Idee und die titanenhafte Größe ihres Trägers auf der nationalen Elle zu messen, daß jener deutsche Mensch erfährt:

„Es lebt in seinem Volk, auch wenn es geschlagen, verraten und verkauft, zerrissen, gedemütigt und entwürdigt wurde, doch noch ungebrochen – das deutsche Herz!

Der Verfasser.

Quelle: W. von Asenbach: Vorwort in Adolf Hitler – Sein Kampf gegen die Minusseele


Werke[5]

  • 96-book.png HTML Der ekle Wurm der deutschen Zwietracht – Politische Probleme rund um den 20. Juli 1944, Selbstverlag, 1952 (PDF-Datei)
    • Zweite Auflage 1954
  • Zauber um Dr. Schacht, Selbstverlag, Heidelberg 1954
  • Adolf Hitler – Sein Kampf gegen die Minusseele. Eine politisch-philosophische Studie aus der Alltagsperspektive, Ed. Prometheus, Buenos Aires 1955[6]
  • Stalingrad – Der „verlorene“ Sieg, Heidelberg 1956

Siehe auch

Fußnoten

  1. Mitgliedschaft in der DRP nicht eindeutig gesichert. Während es im BGH-Urteil heißt, daß er „seitdem [ca. 1952] keiner politischen Partei angehört“, heißt es in den entsprechenden Akten der Regierung Adenauer, er sei 1953 Mitglied der DRP gewesen.
  2. Bundesgerichtshof – Urt. v. 11.09.1957, Az.: 1 St E 6/57
  3. Bundesarchiv: Kabinettsprotokolle 1955, 84. Kabinettssitzung am 2. Juni 1955, 8. Entziehung von Grundrechten auf Grund des Art. 18 GG, hier: Schriftsteller Friedrich Lenz
  4. 8. März 1957
  5. „Die Schriften ‚Adolf Hitler – Sein Kampf gegen die Minusseele‘, ‚Der ekle Wurm der deutschen Zwietracht‘ und ‚Zauber um Dr. Schacht‘ werden eingezogen. Die zu ihrer Herstellung gebrauchten Platten und Formen sind unbrauchbar zu machen.“ (BGH-Urteil)
  6. Urheberschaft nicht eindeutig gesichert: „Für das Buch ‚Adolf Hitler – Sein Kampf gegen die Minusseele‘, das angeblich 1953 in Buenos Aires in einem Verlag ‚Editorial Prometheus‘ erschienen ist, hatte der Angeklagte [Friedrich Lenz] das Alleinvertriebsrecht für die Bundesrepublik. Der Verfasser dieses Buches nennt sich W. von Asenbach, worunter sich nach der glaubhaften Angabe des Angeklagten ein ehemaliger jetzt außerhalb Deutschlands wohnender Offizier verbirgt. Dieses Buch vertrieb der Angeklagte zum Preise von 10 DM das Stück; er hat etwa 1000 Stück davon abgesetzt.“ (BGH-Urteil)