Metternich, Klemens Wenzel Lothar von

Aus Metapedia

(Weitergeleitet von Metternich)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ölbild von Th. Lawrence 1814/15

Klemens Wenzel (oder Clemens Wenceslaus) Lothar Graf (seit 1813 Fürst) von Metternich-Winneburg zu Beilstein (* 15. Mai 1773 in Koblenz; † 11. Juni 1859 in Wien), Graf von Schloss Königswart, seit 1818 Herzog von Portella, war ein Staatsmann im Kaisertum Österreich.

[Bearbeiten] Wirken

Zu seinem Wirken heißt es:

Wenn es gelungen wäre, Steins und Arndts und Scharnhorsts Ideen bis zur letzten Forderung durchzusetzen, hätte sich aus den Bränden des Kriegs ein Staat erhoben, dessen innere Kraft in ungeahnten Maße gefestigt war. Doch 1815 siegt das alte System: Wortführer der Reaktion ist Metternich, Staatskanzler Österreichs, heimlicher Drahtzieher aller Entschlüsse der kleindeutschen Höfe. Als Rheinländer war er in den Dienst des Donaustaates getreten. Ohne Zweifel hat seine Politik das habsburgische Österreich vor dem frühen Zerfall gerettet. Aber die Einigung Deutschlands, den heißesten Traum aller heißen Herzen, hat er damit für Jahrzehnte hinaus verhindert. Das neue freiere Wollen, das sich eben gegen Napoleon das geschichtliche Recht erstritten, wird nun als verderblich für die löbliche Ruhe und Ordnung verschrien. Die Männer, deren rastlosem Werk die Rettung Europas zu danken war, erscheinen in den schmählichen Winkelreden der Denunzianten als Träger des wildesten Aufruhrs. Und als sich gegen die Reaktion die gläubige Jugend erhebt, wirft Metternich ihr seinen Bannstrahl entgegen, weil sie voll Unruhe steckt und als einziges Ziel nur das einige Deutschland kennt.[1]
Metternich bei Napoleon in Dresden, 26. Juni 1813

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Karl Richard Ganzer: Das deutsche Führergesicht, 200 Bildnisse deutscher Kämpfer und Wegsucher aus zwei Jahrtausenden , 1937 Lehmanns-Verlag München
Persönliche Werkzeuge