Protokolle der Weisen von Zion

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Die Protokolle der Weisen von Zion (auch Zionistische Protokolle oder Geheimnisse der Weisen von Zion) enthalten einen bis in die Einzelheiten gehenden Plan zur Zerstörung der bestehenden Staatswesen mit dem Ziel der Errichtung einer Weltherrschaft Israels.[1] Die Protokolle gelangten erstmals im Jahr 1901 an die Öffentlichkeit, und obwohl sie heute zu großen Teilen umgesetzt sind,[2][3] werden sie von Gegnern des Antijudaismus immer noch hartnäckig als Fälschung oder als Verschwörungstheorie bezeichnet.[4] Im Dritten Reich wurden die Protokolle im Schulunterricht behandelt,[5] in der – aufgrund der Idee einer deutschen Kollektivschuld – bedenkenlos philosemitisch orientierten und Israel unterstützenden BRD dagegen ist die Verbreitung als sogenannte „Volksverhetzung“ verboten,[6] und in der Sowjetunion wurde der Besitz gar mit dem Tode bestraft.[7][8] Obgleich die Protokolle ein Hauptkampfmittel gegen den politischen Einfluß des Judentums waren, galt ihre Echtheit auch während des Nationalsozialismus als umstritten.[9]

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Französische Ausgabe der „Protokolle der Weisen von Zion“, um das Jahr 1920
Mexikanische Ausgabe der „Protokolle der Weisen von Zion“ aus dem Jahre 2005

Die Bezeichnung „Protokolle“ ist gewissermaßen verfehlt, da es sich nicht um eine Verhandlungs-Niederschrift handelt, sondern um die vor einer Versammlung vorgetragenen Richtlinien und Programmpunkte einer verschwörungsartigen Verbindung, die das Ziel verfolgt, durch geistige und wirtschaftliche Bevormundung der Völker eine sich über den ganzen Erdball erstreckende Oberherrschaft zu errichten.[10] Das Dokument müßte somit „Richtlinien der Weisen von Zion“ oder „Vorträge der Weisen von Zion“ genannt werden, die Bezeichnung „Protokolle“ ist aber allgemein üblich geworden und hat sich auch international durchgesetzt.

Geschichte

Die Protokolle wurden zum ersten Mal von dem Schriftsteller G. Butmi unter dem Titel „Die Feinde des Menschengeschlechtes“ in Petersburg im Jahre 1901 herausgegeben; 1907 erschien die vierte und letzte Ausgabe dieses Buches. Das bezügliche Beweismaterial enthält das Werk „Le Péril Judéo-Maconnique, IV, Les Protocol de 1901 de G. Butmi“ von E. Jouin, Paris 1922. Butmis Buch wurde offenbar von den Juden aufgekauft und verschwand aus dem Buchhandel.[11]

Zur Bedeutung gelangte eine zweite Ausgabe, die der russische Professor Sergej Nilus erstmalig 1905 herausbrachte. Schon im Jahre 1901 hatte er das Buch „Das Große im Kleinen. Nahe ist der heranschreitende Antichrist und das Reich des Teufels auf Erden“ veröffentlicht, in welchem er über die Gefahren, die Rußland und der Kirche von seiten der christenfeindlichen Mächte – der Juden und der Freimaurer – drohen, schrieb. Eben damals kam ihm ein französisches Manuskript mit der Aufschrift „Die Protokolle der Weisen von Zion“ zu, dessen Inhalt ihm als die volle Bestätigung seiner Ansichten erschien. Da sein Buch bereits abgeschlossen war, konnte er die Protokolle nicht mehr verwerten. Erst in der zweiten Auflage 1905, die den geänderten Titel „Das Große im Kleinen und der Antichrist als nahe bevorstehende politische Möglichkeit“ trug, nahm Nilus die Protokolle als Anhang auf. Die weiteren Auflagen von 1911, 1912 und 1917 enthalten die Protokolle ebenfalls stets im Anhang.

Über die Entstehung der Protokolle, ihren Verfasser und die Art, wie Nilus in den Besitz der französischen Handschrift kam, gehen die Mitteilungen auseinander. Die sicherste Quelle sind die Mitteilungen des Professors Nilus selbst, daneben aber insbesondere auch die Gottfried zur Beeks (Hauptmann a. D. Ludwig Müller von Hausen), der 1919 die erste deutsche Übersetzung herausgab und aufgrund seiner Verbindungen zu russischen Gewährsmännern und auch zu Nilus selbst wertvolle Einzelheiten feststellte.

Beek gibt folgende Schilderung:

„Vom 29. bis 31. August 1897 tagte der erste Zionistenkongreß in Basel unter dem Vorsitz Dr. Theodor Herzls, des Begründers des modernen Zionismus, der sich die Errichtung einer Heimstätte der Juden in Palästina zum Ziele gesetzt hatte; insbesondere sollte für die Juden Rußlands das gelobte Land wiedergewonnen werden. Es war daher begreiflich, daß die russische Regierung diesem Kongreß ihr besonderes Augenmerk zuwandte; sie beauftragte daher den damaligen Leiter der russischen Auslandspolizei in Paris, General Ratschkowsky, den Gang der Verhandlungen des Kongresses zu überwachen und darüber zu berichten. Ratschkowsky entsandte einen besonders erfahrenen Geheimdetektiv nach Basel, der seine schwierige Aufgabe mit vollem Erfolg durchführte; es gelang ihm festzustellen, daß nach Schluß des Kongresses ein Bote ein Geheimdokument an die Freimaurerloge ‚Zur aufgehenden Morgenröte‘ in Frankfurt a. M. persönlich zu überbringen hatte. Diese Loge war seit langem die Verbindungsstelle der deutschen Logen mit dem Großorient von Frankreich. Der Bote, der selbst von dem Inhalt der ihm übergebenen Schriften nichts wußte, wurde von dem Russen bestochen; vereinbarungsgemäß unterbrach er seine Fahrt in einer Zwischenstation, wo ihn der Detektiv mit einigen Schreibern erwartete. Über Nacht wurde von diesen das in französischer Sprache verfaßte Dokument, das aus einer größeren Anzahl von Blättern bestand, abgeschrieben. Wegen der drängenden Zeit wurde die Abschrift nur ungenau und nicht ganz vollständig hergestellt. Die Abschrift sei hierauf dem russischen Ministerium des Innern in Petersburg übermittelt worden. Was weiter damit geschah, ist unbekannt; fest steht nur, daß Butmi in den Besitz einer Abschrift gelangte und daß eines Tages der Adelsmarschall von Tschern, Alexis Nikolajewitsch Suchotin, eine Abschrift dem ihm bekannten Professor Nilus zur Stellungnahme übergab.“

Nilus selbst schreibt darüber in der Ausgabe 1911 (zitiert bei Segel,[12] S. 25):

„Im Jahre 1901 kam ich in den Besitz eines Manuskriptes; und diese verhältnismäßig kleine Abhandlung war bestimmt, eine tiefe Veränderung in meiner ganzen Betrachtungsweise hervorzurufen, wie sie in einem Menschenherzen nur durch göttliche Gewalt hervorgerufen werden kann. Es war mit einem Wunder zu vergleichen, wenn eine Blinder sehend wird. Dieses Manuskript war betitelt: ‚Die Protokolle der Weisen von Zion‘. Ich erhielt es von dem nunmehr verstorbenen Adelsmarschall, Führer des Tschernigower Adels, der später Vizegouverneur von Stawropol war, Alexis Nikolajewitsch Suchotin.“

An anderer Stelle schreibt Nilus (zitiert bei Segel, S. 190):

„Dieses Manuskript erblickte zum erstenmal das Licht erst gegen Ende des Jahres 1905 in der zweiten Auflage meines Buches: ‚Das Große im Kleinen und der Antichrist als nahe bevorstehende politische Möglichkeit‘. Der Herr allein weiß, wieviel vergebliche Mühe ich vom Jahre 1901 bis zum Jahre 1905 vergeudete, um sie [die Protokolle] in Umlauf zu sehen, damit die maßgebenden Obrigkeiten gewarnt würden vor den Ursachen des Ungewitters, welches sich schon lange über das sorglose und jetzt, ach, auch um den Verstand gekommene Rußland zusammenballte. Aber erst im Jahre 1905 konnte die Drucklegung des unheilschwangeren Manuskriptes ins Werk gesetzt werden, als Warnung für alle, die noch Ohren haben, um zu hören, und Augen, um zu sehen... Die Protokolle der Versammlung der Weisen von Zion könnten beim ersten oberflächlichen Lesen als das erscheinen, was man gewöhnlich als Gemeinplätze zu bezeichnen pflegt. Aber diese Gemeinplätze sind mit solcher Schärfe und solchem Hasse ausgedrückt, wie sie bei sogenannten Gemeinplätzen durchaus nicht gewöhnlich sind. Ein hochmütiger, eingewurzelter, unversöhnlicher, alter und dabei lange unterdrückter Rassenhaß und – was das Schlimmste von allem ist – ein Religionshaß siedet zwischen den Zeilen, brodelt auf und zischt hervor aus dem übervollen Gefäß der Wut und derer, die fühlen, daß sie ihrem letzten Triumphe schon nahe sind. Es ist nicht zu verkennen, daß die Benennung des Manuskriptes nicht ganz dem Inhalte entspricht; das sind keine Protokolle, sondern der Vortrag irgend eines bedeutenden Mannes, eingeteilt in Abschnitte, die nicht überall untereinander logisch zusammenhängen; der Eindruck bleibt der, daß dies das Bruchstück von etwas viel Bedeutsamerem ist, von dem der Anfang und viele Einzelheiten entweder verlorengegangen oder überhaupt nicht aufgefunden worden sind... Für den nachdenklichen christlichen Beobachter gibt es ja genug Beweise für die Echtheit der zionistischen Protokolle in dem ihn umgebenden Milieu und in den vaterländischen und den Weltereignissen... Das letzte Bollwerk der Welt, die letzte Zuflucht auf Erden vor dem heraufziehenden rasenden Orkan ist das heilige Rußland, das Haus der allerheiligen Mutter Gottes... Alle Bemühungen der geheimen und offenen, der bekannten und unbekannten Diener und Knechte des Antichrist sind jetzt gegen Rußland gerichtet... Je unheilvoller der heranziehende, historische Augenblick, je schrecklicher die in dem sich verdichtenden Nebel verborgenen Ungewitter der herankommenden Ereignisse sind, desto entschlossener und kühner müssen die furchtlosen und edlen Herzen schlagen, um so inniger und furchtloser müssen sie sich zusammenschließen um ihr geheiligtes Banner, – die göttliche Kirche und den kaiserlichen Thron.“

Ferner schreibt Nilus in seiner Ausgabe 1917 (zitiert bei Segel, S. 34):

„Mein Buch hat bereits die vierte Auflage erreicht, und doch erfahre ich erst jetzt endgültig und auf eine unbedingt glaubwürdige Weise, und zwar aus jüdischen Quellen, daß diese Protokolle nichts anderes sind als der strategische Plan, die Welt zu erobern und sie unter das Joch Israels zu bringen... Ein Plan, der seit vielen Jahrhunderten von den Führern des jüdischen Volkes ausgearbeitet und endlich dem Rat der Ältesten vorgelegt wurde durch den ‚Fürsten des Exils‘, Theodor Herzl, auf dem ersten Zionistenkongreß, den er nach Basel im August 1897 einberufen hat.“

Außer diesen Angaben finden sich im Schrifttum noch verschiedene andere Mitteilungen, so insbesondere, daß die Protokolle von einer Frau, die mit einem französischen Freimaurer in Beziehungen gestanden habe, diesem entwendet und der russischen Regierung übergeben wurden. Dies sind jedoch Einzelheiten, die am Wesen der Sache nichts ändern. Denn die wenigen Personen, die um die Entstehung wußten, waren bestrebt, durch verschiedene Gerüchte die Spuren zu verwischen; diese Vorsicht ist begreiflich, sind doch viele Fälle bekannt, daß Personen, die den jüdisch-freimaurerischen Bestrebungen hinderlich waren, aus dem Wege geräumt werden, gleichgültig, ob sie Nichtjuden oder Juden waren. Wichtig für die weitere Beweisführung ist die Zeit, zu der die verschiedenen Ausgaben der Protokolle erschienen. Es sind da drei Zeitabschnitte auseinanderzuhalten:

  1. Vor dem Ersten Weltkrieg gab es nur russische Ausgaben: Nilus' aus den Jahren 1905, 1911 und 1912 und die vier Ausgaben Butmis in den Jahren 1901 bis 1907; alle diese Ausgaben verschwanden sofort nach ihrem Erscheinen, sie wurden von den Juden aufgekauft und vernichtet. Von der Nilus-Ausgabe 1905 befindet sich ein Exemplar im Britischen Museum, seinerzeit unter Nr. 3926 d 17, später unter c 37, e 31.
  2. Während des Ersten Weltkrieges erschien eine weitere Nilus-Ausgabe 1917 und ein Abdruck unter dem Titel „Zionistische Protokolle – Plan der Welteroberung durch die Juden-Freimaurer“ in Nowotscherkawsk 1918. Auch diese Bücher sind nicht mehr erhältlich, da die stark jüdisch geprägte Bolschewikenregierung alle Schriften über die Protokolle vernichten ließ; insbesondere wurden unter der Regierung Kerenski die Nilus-Ausgabe 1917, als sie bereits auf der Bahn zur Versendung verladen war, verbrannt; der Besitz der Protokolle wurde von glaubwürdigen Emigranten als lebensgefährlich bezeichnet.
  3. Nach dem Ersten Weltkrieg aber war das System der Unterdrückung nicht mehr aufrechtzuerhalten. Ein Exemplar der Nilus-Ausgabe 1911 war dem „Verband gegen Überhebung des Judentums“ in Berlin zugekommen und diente Gottfried zur Beek als Unterlage für seine deutsche Übersetzung, die unter dem Titel „Die Geheimnisse der Weisen von Zion“ 1919 erschien. Nun begann der Siegeslauf der Protokolle: nach 1919 erschienen eine englische und eine polnische Übersetzung, 1920 amerikanische und französische Ausgaben und in der Folge eine zweite deutsche Ausgabe von Theodor Fritsch unter dem Titel „Zionistische Protokolle“. 1920 gab ein russischer Verlag in Berlin die Nilus-Ausgabe von 1911 in russischer Sprache neu heraus. Heute sind die Protokolle in allen Weltsprachen zu haben.

In der Bibliothek des Britischen Museums werden 43 verschiedene Ausgaben aufbewahrt, die älteste in russischer Sprache aus dem Jahr 1905. Eingetragen sind sie unter der Nr. 3.296. Das Buch ist im Octav-Format (18 cm hoch) mit schwarzem Ledereinband und hat 417 Seiten.

Hatte das Judentum bis zum Ende des Ersten Weltkrieges die Verbreitung der Protokolle durch Aufkauf und Vernichtung zu verhindern gesucht, so begann nach Erscheinen der Beek'schen Übersetzung der offene Kampf, indem ihre Echtheit bestritten wurde. Mit oft recht bedenklichen Mitteln wurde versucht, die Protokolle als eine antijudaistische Schmähschrift hinzustellen, allerdings stets mit dem Ergebnis, daß die jüdischen Behauptungen durch einwandfreie Gegenbeweise widerlegt werden konnten. Schrittweise zurückweichend, ließ das Judentum stets die widerlegten Behauptungen fallen und setzte neue in die Welt. Nur eine Behauptung wird vom Judentum noch bis heute aufrechterhalten: daß es sich nämlich um eine Fälschung deshalb handele, weil die Protokolle großenteils aus einem französischen Buch Maurice Jolys aus dem Jahre 1864 abgeschrieben seien. Es stellte sich allerdings heraus, daß dieser Joly selbst ein Hebräer (Moses Joël) und einer der Führer des Pariser Ghettos gewesen war.[13]

Wer nicht den Auffassungen jüdischer Funktionäre folgte, konnte damit rechnen, als Psychopath hingestellt zu werden. So ließ der Jude und Reichstagsabgeordnete Dr. Georg Gothein in der „Neuen Freien Presse“ verkünden:

„Die, die offenkundigen Lügen ‚Die Weisen von Zion‘ als Wahrheit nehmen, sind von Verfolgungssucht beherrscht und von ihr Besessene ... Man wird bei diesen Besessenen ihren Geisteszustand untersuchen müssen und dabei die Frage der gemeingefährlichen Geisteskrankheit zu prüfen haben.“[14]

Diese Einschüchterungen, Verfolgungen und Verbote nahmen nach dem Zweiten Weltkrieg in erheblichem Maße zu. Heute sind die Protokolle aus fast allen Buchhandlungen, Verlagen und Bibliotheken verschwunden, und in allen Nachkriegslexika sind sie als Fälschung deklariert.[15]

Gerichtsurteile

Die Protokolle waren von Anfang an sehr umstritten, wurden zeitweilig verboten, und es fanden auch in den dreißiger Jahren in der Schweiz Prozesse zu ihrer Glaubwürdigkeit statt. Vielfach wird heute noch immer von jüdischer Seite auf das „Schweizer Urteil“ hingewiesen, das (angeblich) die Protokolle gerichtlich notorisch als Fälschung erkannt habe.[16] Was allerdings dabei verschwiegen wird, ist, daß es in dieser Rechtssache einen Revisionsprozeß gegeben hat, dessen Ergebnis aus nachstehender Veröffentlichung ersichtlich ist:[17]

Das Urteil im Prozeß um die Zionistischen Protokolle
Bern, 1. Nov. ag

Am Montagnachmittag erfolgte im Revisionsprozeß um die Verbreitung der Schrift „Die Protokolle der Weisen von Zion“ die Urteilsverkündung, die ungefähr 1 1/2 Stunden in Anspruch nahm. Die Erste Strafkammer des bernischen Obergerichts erkannte:

  1. Die Angeschuldigten und jetzt Appellanten Silvio Schnell und Theodor Fischer werden von der Anschuldigung wegen Zuwiderhandlung gegen das bernische Schundliteraturgesetz mangels gesetzlichen Tatbestandes freigesprochen ohne Entschädigung.
  2. Die Begehren der Privatkläger werden in vollem Umfang abgewiesen.
  3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.
  4. Von den Staatskosten werden 100 Fr. dem Appellanten Fischer auferlegt. Die restlichen rund 28.000 Fr. übernimmt der Staat Bern.

In der Begründung des Urteils heißt es, daß sich die Strafkammer den Kassiationsanträgen der Appellanten nicht habe anschließen können. Die Expertise über die Echtheit oder Unechtheit der Protokolle sei vollkommen überflüssig gewesen, indem die Frage der Schundliteratur dadurch überhaupt nicht berührt würde. Bedauerlich sei gewesen, daß man bei der Bestimmung der Experten nicht mit der erforderlichen Sorgfalt vorgegangen sei.

Sowohl Fleischhauer wie auch C.A. Loosli seien als Gutachter in dieser Frage bis zu einem gewissen Grad voreingenommen gewesen. Loosli habe bereits vor einigen Jahren ein Buch über die zionistischen Protokolle geschrieben, in dem er diese in unwissenschaftlichen, polemisierenden Ausführungen als Fälschung bezeichnet habe. Es sei zu hoffen, daß in Zukunft von einer solchen Expertenbestellung Umgang genommen werde.

Das bernische Schundliteraturgesetz habe nur einen eng begrenzten Geltungsbereich, indem es zum Schutz der Jugend unsittliche oder erotisch-obszöne Schriftwerke von der Verbreitung ausschalten wolle. Da nun aber die zionistischen Protokolle eine politische Streitschrift seien, könne dieses Gesetz auf dieses Druckerzeugnis keine Anwendung finden. Dasselbe gelte auch für die eingeklagten Publikationen, für die Fischer die Verantwortung übernommen habe. Diese Veröffentlichungen, wenn auch an die äußerste Grenze des Zulässigen reichend, stünden unter dem Schutz der Pressefreiheit gemäß Artikel 55 der Bundesverfassung. Wie sehr auch die inkriminierten Schriften in literarischem Sinne als Schundliteratur anzusehen seien, so könne doch keine Subsumierung unter Artikel 14 des Schundliteraturgesetzes erfolgen. Somit habe auf der ganzen Linie ein Freispruch zu erfolgen. (Veröffentlicht in der Neuen Zürcher Zeitung 1967 – 2 / 2.11.1937)

Laut Jan van Helsing[18] gab es 1994 ein nicht näher genanntes Gerichtsurteil, wonach die Protokolle vom russischen Geheimdienst Ochrana stammen sollen. Er schreibt:

„Im Herbst 1994 gab es ein Gerichtsurteil, das angeblich bewiesen haben will, daß die Protokolle von der Ochrana, dem Geheimdienst des russischen Zaren, erfunden worden sein sollen, um einen Vorgehensgrund gegen die Juden zu haben. Welch ein Jammer, meine sehr geehrten Richter, daß die Ochrana von Juden geführt war.“

Diese neue Behauptung scheint heute die Joly'sche Herkunft abzulösen. Es wird auf diese Art abermals über Funk und Fernsehen verbreitet, daß das Geheimnis um die Protokolle „inzwischen gelüftet“ sei und daß der Zeitpunkt ihres Entstehens, ihr Verfasser, dessen Auftraggeber sowie der mit ihrer Veröffentlichung verfolgte Zweck „bekannt sei“.[19]

Dichterische Schilderung durch Umberto Eco

Umberto Eco (1932–2016), der italienische Semiotiker, Kolumnist, Medienwissenschaftler und Romancier, widmete sich in seinem Spätwerk dem „Protokolle“-Stoff. Sein Roman „Der Friedhof in Prag“ (im Original: „Il cimitero di Praga“) erschien 2010, die deutsche Übersetzung – durch Burkhart Kroeber – kam im Oktober 2011 im Carl Hanser Verlag heraus. Der Titel bezieht sich auf die Legende, daß der jahrhundertealte jüdische Friedhof in Prag von jeher ein beliebter Treffpunkt für Spione und Agenten gewesen sei, die dort Pläne zur Beherrschung der Welt vereinbaren. Als Protagonisten, aus dessen Sicht heraus die Handlung überwiegend dargestellt wird, konstruierte Eco den fiktiven, 1830 in Turin geborenen Simon Simonini, einen Mörder, Fälscher, Spitzel und Juristen, der seine Karriere mit dem Fälschen von Testamenten begann. Dessen einschlägiges Talent bringt ihn in Kontakt mit piemontesischen, französischen und preußischen Geheimdiensten, die ihn – wie es der Spannungsbogen des Romans will – an etliche aus Zeitungsartikeln der damaligen Zeit bekannte Schauplätze der italienischen und der französischen Politik im 19. Jahrhundert führen.

Alexandre Dumas, Giuseppe Garibaldi sowie der jüdische Hauptmann Dreyfus erscheinen gleichsam wie Requisiten, nicht als Persönlichkeiten, im Roman. Aber auch die (wie die „Protokolle“ um 1900 entstandene) Freudsche Psychoanalyse ist im Roman auf der formalen Ebene allgegenwärtig, da Umberto Eco seinen fiktiven Hauptcharakter Simioni als psychischen Krüppel nach Freudschen Vorgaben schnitzt – der in begleitenden Fernsehinterviews breit ausgeführten These Ecos folgend, daß nur ein seelisch vollkommen kranker Mensch Juden ablehnen oder gar hassen könne.

Simioni ist williges Werkzeug mehrerer Geheimdienste und liefert ihnen gefälschte Verschwörungen, die so tücksich gefälscht sind, daß der verschrobene Einzelgänger Simioni unversehens zum geheimen Drahtzieher mutiert. Eco legt großen Wert auf historische Akkuratesse und läßt lauter authentisch-historische Personen auftreten, im Kontrast zur Simioni-Fiktion. Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre werden in Simoninis Dokumenten als Verschwörer aktiv, und eher gegen Ende der Romanerzählung tauchen dann zum ersten Mal „Die Protokolle der Weisen von Zion“ auf, die ebenfalls Simioni gefälscht hat. Umberto Ecos handwerklich virtuos gestalteter Roman leidet unter der moralistischen Vorgabe des Autors, daß Verschwörungstheorien insgesamt lächerlich seien – und die überlieferten Verschwörungen hauptsächlich eingebildet. Als linker Universitätsprofessor und Publizist (viele von Umberto Ecos Büchern sind aus seinen Zeitungskolumnen hervorgegangen) amüsiert sich Eco über die lächerlichen Rechten, die glauben, daß Juden jemals klandestin, nicht-öffentlich, im engsten Kreise, heimlich, verborgen, geheimbündlerisch und unter falschem Etikett handelten. Das tun Juden in Wahrheit nie.

Auszüge

Der Jude Achad Ha-am alias Asher Ginsberg, dem man die Redaktion der Protokolle zuschreibt.[20]

Die nachfolgenden Auszüge wurden dem Buch „Die Zionistischen Protokolle“ von Theodor Fritsch aus dem Jahr 1932 entnommen. Unter den vorhandenen deutschen Versionen gilt diese Ausgabe als sinn- und wahrheitsgetreue Wiedergabe des Inhalts; ihr liegt die englische Übersetzung zugrunde, die der namhafte englische Schriftsteller Viktor Marsden nach dem Original im Britischen Museum anfertigte.

  • 5. Protokoll: „Das zweite Geheimnis, das wir für den Erfolg unserer Regierung brauchen, ist das folgende: Nationale Schwächen, Neigungen, Leidenschaften, Parteiziele in solchem Ausmaße zu vervielfachen, daß es für niemanden mehr möglich sein wird, sich in dem entstehenden Chaos zurecht zu finden, so daß sich schließlich das Volk nicht mehr untereinander versteht. Diese Maßnahme wird uns noch in anderer Weise nützen, nämlich: Zwietracht in allen Parteien zu säen, alle Kräfte matt zu setzen, die sich uns noch nicht unterwerfen wollen, und jede Art persönlicher Unternehmungslust zu entmutigen, die in irgendeiner Weise unsere Sache hindern könnte. [...] Aus diesem Widerstreit ergeben sich ernste moralische Erschütterungen, Enttäuschungen, Gebrechen. Mit all diesen Mitteln werden wir die Gojim so erschöpfen, daß sie schließlich gezwungen sind, uns internationale Gewalt anzubieten, und zwar so, daß ihr Besitz uns in den Stand setzt, ohne irgendeine Gewaltanwendung nach und nach alle Staatsgewalten der Welt aufzusaugen und eine Oberregierung zu bilden. An die Stelle der heutigen Herrscher werden wir einen Diktator setzen. Er wird die Oberregierungsgewalt genannt werden. Seine Hände werden sich nach allen Richtungen wie Zangen ausstrecken, und seine Organisation wird von solch gewaltigen Ausmaßen sein, daß es uns gar nicht fehlen kann, die Völker der Welt zu unterwerfen.”
  • 6. Protokoll: „Wir werden bald damit beginnen, ungeheure Monopole zu errichten, Behälter gewaltiger Reichtümer, von denen selbst die großen Vermögen der Gojim so sehr abhängig sein werden, daß sie zugrunde gehen müssen, zusammen mit dem Kredit der Staaten, am Tage nach dem politischen Zusammenbruch. [...] Zu gleicher Zeit müssen wir Handel und Industrie nachdrücklich unterstützen, vor allem die Spekulation. Deren Rolle ist es, gegen die Industrie ein Gegengewicht zu schaffen; denn die Abwesenheit der Spekulationsindustrie würde das Kapital in Privathänden vermehren und dazu dienen, dem Ackerbau wieder aufzuhelfen, indem das Land von seinen Verplichtungen gegen die Landbanken befreit wird. Was wir brauchen, ist, daß die Industrie dem Lande beides, Arbeit und Kapital, entzieht und mittels der Spekulation alles Geld der Welt in unsere Hände bringt. Damit treibt sie alle Gojim in die Reihen des Proletariats. [...] Wir werden die Löhne erhöhen, was indessen den Arbeitern keinen Vorteil bringen wird, da wir zu gleicher Zeit eine Preiserhöhung der notwendigsten Lebensbedürfnisse erzeugen werden, und behaupten, daß sie vom Niedergang des Ackerbaus und der Viehzucht rührt. Wir werden ferner die Produktionsquellen kunstvoll und tief untergraben, indem wir die Arbeiter an Liederlichkeit und Trunksucht gewöhnen und nebenher alle Maßnahmen ergreifen, um alle gebildeten Kräfte der Gojim vom Angesicht der Erde zu vertilgen.”
  • 7. Protokoll: „Die Vergrößerungen der Rüstungen, die Zunahme der Polizeikräfte – alles ist wesentlich für die Vollendung des vorerwähnten Planes. Was wir erreichen müssen, ist, daß in allen Staaten der Welt, außer dem unseren, nur die Massen des Proletariats und ein paar Millionäre, die unseren Zielen ergeben sind, Polizisten und Soldaten stellen. In ganz Europa, und mittels der Beziehungen mit Europa auch in anderen Erdteilen, müssen wir Gärungen, Zwiespälte und Feindseligkeiten schaffen. Damit gewinnen wir einen doppelten Vorteil. Zuerst halten wir alle Länder in Schach, denn sie wissen wohl, daß wir die Macht haben, wenn immer wir Unordnung hervorrufen oder die Ordnung wieder herstellen wollen. Alle diese Länder sind gewöhnt, in uns eine unausweichliche Zwangsmacht zu sehen. [...] Wir müssen in der Lage sein, jedem Widerstand durch Kriege mit den Nachbarn des Landes, das es wagt, uns zu trotzen, zu begegenen. Wenn diese Nachbarn es jedoch auch wagen sollten, gegen uns zusammenzustehen, dann müssen wir ihnen durch einen Weltkrieg Widerstand bieten. [...] Wir müssen die Regierungen der Gojim zwingen, in der Richtung vorzugehen, die unseren weitgefaßten Plan begünstigt, der sich schon der gewünschten Vollendung nähert und den wir als die öffentliche Meinung darstellen, die wir insgeheim durch die sogannte 'achte Großmacht', die Presse, erzeugt haben. Mit wenigen Ausnahmen, die unberücksichtigt bleiben können, ist die Presse schon ganz in unseren Händen.”
  • 8. Protokoll: „Wir werden unsere Regierung mit einem ganzen Heer von Wirtschaftspolitikern umgeben. Aus diesem Grunde ist auch die Volkswirtschaftslehre der Hauptgegenstand des Unterrichts, der den Juden gegeben wird. Ein ganzer Stand von Bankherren, Industriellen, Kapitalisten und – was die Hauptsache ist – Millionären wird uns umgeben, da im wesentlichen alles von der Personenfrage abhängt. Eine Zeitlang, bis wir ohne Gefahr wichtige Staatsämter unseren jüdischen Brüdern anvertrauen können, werden wir jene mit Leuten besetzen, deren Vergangenheit und Ruf so sind, daß zwischen ihnen und dem Volke eine Kluft liegt; Leute, die im Falle des Ungehorsams gegen unsere Anweisungen peinlichen Anklagen entgegensehen oder verschwinden müssen. Dies alles dient dazu, sie bis zu ihrem letzten Atemzuge unsere Belange vertreten zu lassen.”
  • 9. Protokoll: „Wir sind es, die den alles verschlingenden Schrecken, den Terror, vorantreiben. In unseren Diensten stehen Personen aller Richtungen, aller Doktrinen: Reaktionäre, Monarchisten, Demagogen, Sozialisten, Kommunisten und utopische Träumer aller Art. Wir haben sie alle vor unseren Wagen gespannt: jeder einzelne von ihnen zerstört von sich aus die letzten Reste der Autorität, ist bemüht, alle bestehende Ordnung zu vernichten. Das beunruhigt alle Staaten; sie ermahnen zur Ruhe, sind bereit, alles um des Friedens willen gut zu heißen; aber wir werden ihnen keinen Frieden geben, bis sie öffentlich und in Unterwürfigkeit unsere nationale Oberregierung anerkennen. [...] Die Zersplitterung in Parteien hat sie in unsere Hand gegeben, denn um den Wahlkampf ausfechten zu können, brauchen sie Geld, und alles Geld ist in unseren Händen. [...] Wir haben die Jugend der Gojim irregeführt, getäuscht und verdorben, indem wir sie nach Grundsätzen und Theorien erzogen, die uns zwar als falsch bekannt sind, die wir ihnen aber dennoch einschärften. [...] Es besteht nun die Gefahr, daß die Gojim mit bewaffneter Hand gegen uns aufstehen, wenn sie vor der Zeit erraten, was vor sich geht. Aber in den westlichen Staaten haben wir dagegen ein Mittel so furchtbarer Art an der Hand, daß auch die tapfersten Herzen davor erbeben werden: die Untergrundbahnen in den Großstädten. Diese unterirdischen Gänge werden, bevor die Zeit gekommen ist, unter allen Umständen gegraben sein. Und so besteht die Möglichkeit, von hier aus diese Hauptstädte mit all ihren Organisationen und Archiven in die Luft zu sprengen.”
  • 10. Protokoll: „Wenn wir unseren Staatsstreich ausgeführt haben, werden wir zu den Völkern sagen: 'Die Ereignisse sind schrecklich und schlecht gewesen. Alles ist leidvoll ausgegangen. Aber seht, wir vernichten nun die Ursachen eurer Not: Nationalitäten, Grenzen, Verschiedenheiten der Währungen. Es steht euch natürlich frei, den Urteilsspruch über uns zu fällen; aber kann es ein gerechter sein, wenn ihr ihn vollzieht, ehe ihr das versucht habt, was wir euch jetzt anbieten?' Dann wird der Pöbel uns zujauchzen und auf seinen Händen tragen in einmütigem Triumph der Hoffnungen und Erwartungen. Wir haben die öffentlichen Wahlen zu einem Mittel gemacht, das uns auf den Thron der Welt verhelfen wird, indem sie auch dem Geringsten im Volke den Anschein geben, durch Zusammenkünfte und Vereinigungen auf die Gestaltung des Staates einzuwirken. [...] Durch solche Maßnahmen werden wir Schritt für Schritt alles wieder zerstören können, was wir seinerzeit in die Verfassungen der Staaten einfügen mußten; so werden wir unauffällig die verfassungsmäßigen Rechte des Volkes wieder auslöschen.”
  • 11. Protokoll: „Die Gojim sind eine Schafherde, und wir sind die Wölfe. Wissen Sie, was geschieht, wenn die Wölfe in die Herde einbrechen? Sie werden ihre Augen noch aus einem anderen Grunde schließen. Wir werden ihnen versprechen, ihnen alle die Freiheiten wiederzugeben, die wir ihnen nahmen, sobald als wir die Feinde des Friedens bezwungen und alle Parteien gezähmt haben. Ich brauche wohl nicht zu sagen, wie lange sie auf die Rückkehr ihrer Freiheiten warten werden. [...] Gott hat uns, seinem auserwählten Volke, die Gnade der Zerstreuung über die ganze Erde verliehen. In dem, was allen als unsere Schwäche erscheint, besteht gerade unsere Stärke, die uns nun an die Schwelle der Oberherrschaft über die ganze Welt gebracht hat.”

Bildergalerie

Urteile anderer Autoren

Henry Ford (1922):

„Das Judentum hat dieses so betitelte Buch totgeschwiegen, solange es ging. Dann wurde es als das Machwerk eines ‚Wahnsinnigen oder Verbrechers‘ bezeichnet. Danach sollte es aus dem Goedsche'schen (Retcliff'schen) Roman ‚Biarritz‘ zusammengeschrieben sein. Neuerdings will man seinen Ursprung in einem Pamphlet des französischen Advokaten Joly gegen Napoleon III. aus dem Jahre 1864 gefunden haben. Was über eine angebliche Übereinstimmung dieses Pamphlets und der ‚Protokolle‘ in der Presse bekannt gegeben worden ist, ist gänzlich belanglos, berührt ihren Kern in keiner Weise. Dieser Kern ist: Spätestens 1905 ist in den ‚Protokollen‘ ein Programm zur Eroberung der wirtschaftlichen, politischen, geistigen Weltmacht durch das Judentum niedergelegt, wie es bis jetzt Punkt für Punkt sich erfüllt hat. Entweder ist der Verfasser ein Nicht-Jude; dann ist er nicht ein ‚Verbrecher oder Wahnsinniger‘, wie das Judentum in Angst und Wut über seine Entlarvung schreibt, sondern ein Hellseher, der – teilweise 15 Jahre vorher – bis ins Einzelne alle die Umwälzungen hervorgesehen und -gesagt hat, unter denen die Menschheit jetzt leidet. In diesem Fall verdienen die ‚Protokolle‘ als ein Wunder angesehen zu werden. Oder sie sind jüdischen Ursprungs. Und dies ist näherliegend. Die Pläne der ‚Protokolle‘ und der gegenwärtige Zustand der Welt bedingen sich wie Ursache und Wirkung. Was wir erlebt haben, konnte nur kommen, weil die geheimen Oberen des Judentums der ganzen Welt genau so gehandelt haben müssen, wie die ‚Protokolle‘ es vorschreiben. Die ganze Weltlage erklärt sich aus ihnen lückenlos und zwingend. Zugelassen ist die Möglichkeit einer gewissen Ähnlichkeit zwischen dem genannten Pamphlet und den ‚Protokollen‘. Die sich aufdrängende Erklärung wäre: Der Verfasser der ‚Protokolle‘ hat von dem Joly'schen Buche Kenntnis gehabt und sich an Formen und Gedanken angelehnt; der eigentliche Inhalt ist unverkennbar jüdisch. Wie immer, hütet sich das Judentum auch hier, auf den Inhalt der ‚Protokolle‘ irgendwie näher einzugehen; es bemüht sich, vor dem Lesen zu warnen, indem es mit ‚Fälschungen, Wahnsinniger, Verbrechern‘ um sich wirft. Der richtige Weg wäre, jedermann aufzufordern, sich durch persönliche Kenntnisnahme von dem ‚Wahnsinn‘ zu überzeugen.”[21]

Theodor Fritsch (1932):

„Der Scharfsinn, die tiefen psychologischen Einblicke, die listige Verschlagenheit, mit denen dieses Ziel verfolgt wird, sind erstaunlich; und so bilden diese Protokolle geradezu ein Meisterstück an machiavellischer Menschenbeherrschungskunst.”[22]

Alfred Rosenberg (1933):

„Es ist selbstverständlich, daß gegen diese Tatsache sich die heftigsten Angriffe der gesamten jüdischen Weltpresse richteten, als das Erscheinen des Buches – trotz aller Bemühungen – nicht mehr zu verhindern und es nicht mehr totzuschweigen war. Von seiten der Herausgeber war nämlich die Behauptung aufgestellt worden, daß das Werk schon 1906 von Russen der englischen Regierung übergeben worden sei und sich unter einer bestimmten Nummer im britischen Museum befinde. Hier setzte zuerst der jüdische Feldzug ein. Eine Meldung der ‚Jüdischen Preßzentrale Zürich‘ machte die Runde durch alle jüdischen und von Juden beeinflußten Zeitungen aller Staaten (und das sind 9/10 aller wichtigen Blätter), wonach dies eine glatte Erfindung sei. Ein Mitglied der Züricher Museumsgesellschaft habe, um die Wahrheit zu wissen, in London angefragt, ob es stimme, daß das russische Werk sich unter der Nummer 3296 d 17 eingereiht befinde. Ein christlicher Gelehrter in London habe darauf erwidert, daß dies nicht stimme. Folglich sei eine der größten Lügen der ‚reaktionären Antisemiten‘ als solche entlarvt (vgl. z. B. die Tribune juive Nr. 65, 1921). Der um die Enthüllungen jüdischer Pläne sehr verdienstvolle Monsignore Jouin in Paris hat daraufhin ebenfalls in London nachforschen lassen und zwar mit dem Ergebnis, daß sich das besagte Werk wirklich im Britischen Museum unter der Nummer 3926 d 17 befindet. Einlaufmarke 10. August 1906 (Le Peril Judéo Maçonnique. Paris 1921, S. 82). Wie man sieht, haben die Juden eine falsche Nummer durch Umstellen einiger Zahlen angegeben und dann der Welt verkündet, daß das unheilvolle Werk nicht vorhanden sei, die Antisemiten gelogen hätten... Derlei Fälschungsversuche sind mehrfach unternommen worden. So verbreitete die deutsche Provinz der Judenheit eine Zeitlang die Mär, als seien die ‚Protokolle‘ zum großen Teil aus dem Roman ‚Biarritz‘, einem ‚antisemitischen Pamphlet‘, abgeschrieben. Der betr. Roman vom Jahre 1869 wurde nun aus der Münchner Staatsbibliothek entliehen, und der ‚Deutschvölkische Schutz- und Trutzbund‘, Ortsgruppe Nürnberg setzte einen großen Preis auf das Gelingen des Nachweises obiger Behauptung. Der Preis steht bis heute aus. Der zweite Versuch der Irreführung war mißlungen. Nicht anders war es mit der aus dem Pariser Ghetto kommenden Behauptung, die russischen Antisemiten hätten die ‚Dialogues aux enfers entre Machiavell et Montesquieu‘ des Monsieur Joly von 1871 geplündert. Es stellte sich nämlich heraus, daß dieser Joly selbst ein Hebräer (Moses Joël) und einer der Führer der Kommune gewesen war.”[23]

Adolf Hitler (1943):

„Wie sehr das ganze Dasein dieses Volkes auf einer fortlaufenden Lüge beruht, wird in unvergleichlicher Art in den von den Juden so unendlich gehaßten ‚Protokollen der Weisen von Zion‘ gezeigt. Sie sollen auf einer Fälschung beruhen, stöhnt immer wieder die ‚Frankfurter Zeitung[24] in die Welt hinaus: der beste Beweis dafür, daß sie echt sind. Was viele Juden unbewußt tun mögen, ist hier bewußt klargelegt. Darauf aber kommt es an. Es ist ganz gleich, aus wessen Judenkopf diese Enthüllungen stammen, maßgebend aber ist, daß sie mit geradezu grauenerregender Sicherheit das Wesen und die Tätigkeit des Judenvolkes aufdecken und in ihren inneren Zusammenhängen sowie den letzten Schlußzielen darlegen. Die beste Kritik an ihnen jedoch bildet die Wirklichkeit. Wer die geschichtliche Entwicklung der letzten hundert Jahre von den Gesichtspunkten dieses Buches aus überprüft, dem wird auch das Geschrei der jüdischen Presse sofort verständlich werden. Denn wenn dieses Buch erst einmal Gemeingut des Volkes geworden sein wird, darf die jüdische Gefahr auch schon als gebrochen gelten.”[25]

Miguel Serrano (1984):

„Es ist sehr viel über die Echtheit der ‚Protokolle der Weisen von Zion‘ in Gerichtsverhandlungen, Büchern und Zeitschriften diskutiert worden. Nun gut, niemand wird jedoch leugnen, daß diese Voraussagen, die zum ersten Male im Jahre 1907 in Rußland von Sergey Nilus veröffentlicht wurden, von erschütternder Wahrhaftigkeit sind. Vierzig Jahre später erfüllten sie sich mit größerer Genauigkeit als die von Nostradamus vorausgesagten. Und sie erfüllen sich noch weiter, eine nach der anderen, im Chile des Jahres 1983, in welchem ich diese Zeilen schreibe, in Argentinien, in Mexiko, Brasilien, usw.”[26]
„Die Juden haben die Echtheit der ‚Protokolle‘ geleugnet und dies auch durch fragwürdige Zeugen bekräftigen lassen, genau wie das bei der jetzigen Konspiration des ‚Völkermordes in den Gaskammern‘, des ‚Holocaust der sechs Millionen‘ durch die Presse, Funk, Fernsehen und Film geschieht. 1933 hat die Schweizerische-Israelische Liga zusammen mit der jüdischen Gemeinde in Bern einen Prozeß vor dem Kantonalen Gericht gegen die Schweizer Buchhändler angestrengt, die ‚Die Protokolle der Weisen von Zion‘ verkauft hatten. Nach vier Jahren, am 27. Oktober 1937, hat die Berner Berufungskammer das Urteil gefällt, wonach die jüdischen Kläger den Prozeß verloren hatten. In ‚Das Goldene Band‘ habe ich das Titelblatt des Buches des Oberstleutnants a. D. des Deutschen Heeres, Ulrich Fleischhauer ‚Gerichtsdokumente für den Prozeß in Bern‘ wiedergegeben, in welchem er die Echtheit der Protokolle beweist. Dieses Buch ist heute nicht mehr aufzutreiben.”[27]

Jan van Helsing (1993):

„Nach den Unterlagen von Dorsey und William Guy Carr ‚Pawns in the Game‘ ist dies der Plan, der schließlich als ‚Die Protokolle der Weisen von Zion‘ bekannt wurde. Der Ursprung der Protokolle liegt eigentlich Jahrhunderte zurück, sie sollen jedoch von Rothschild neu ausgearbeitet worden sein und dadurch ihre eigentliche Bedeutung erlangt haben. Diese Protokolle wurden bis zum Jahre 1901 geheimgehalten, bis sie in die Hände des russischen Professors S. Nilus fielen. Dieser veröffentlichte sie unter dem Titel ‚Die jüdische Gefahr‘.“[28]

Herbert Pitlik (1999):

„Überblickt man die politische und gesellschaftliche Entwicklung der letzten 100 Jahre, so ist man erschüttert über den hohen Grad des Eintreffens der Voraussagen und über die weltweite Anwendung der in diesen Protokollen empfohlenen Methoden zur Zerstörung der europäischen Staaten und Volkskulturen.[29]

Filmbeiträge

Die Protokolle der Weisen von Zion – Hörbuch
Theodor Fritsch: Die zionistischen Protokolle 1932 – Hörbuch
Schwarze Amerikaner – Juden werden vom Staat besser behandelt

Siehe auch

Literatur

Antijudaistisch

Philosemitisch

Verweise

Antijudaistisch

Philosemitisch

  • [1]Arte: Eine Dokumentation von Barbara Necek über die Protokolle mit dem Titel „Manifeste des Hasses”.
  • BR-Online.de: Kurze Zusammenfassung, wonach die Protokolle schon 1921 als „Fälschung und Plagiat“ entlarvt wurden.
  • Dhm.de: Das Deutsche Historische Museum kommt zum selben Schluß, und bezieht sich dabei auf den Schweizer Prozess „von 1934”.
  • Rosa-Luxemburg-Bildungswerk.de: Diese 24seitige PDF-Datei von Michael Weh berichtet von einer „Fälschung mit fatalen Folgen”.
  • [2]Shoa.de: Diese jüdische Seite weiß von einem „fiktiven Dokument“ zu berichten, welches von Maurice Joly übernommen wurde.

Fußnoten

  1. Ulrich Fleischhauer: Das Fleischhauer-Gutachten, 1935, Seite 6
  2. Stefan Erdmann: Geheimakte Bundeslade, 2005, ISBN 3980710629
  3. Miguel Serrano: Adolf Hitler – Der letzte Avatar, 1984, Seite 77
  4. Netz gegen Nazis: Die Protokolle der Weisen von Zion
  5. Deutsches Historisches Museum: Die „Protokolle der Weisen von Zion“
  6. Matthias Küntzel: Die „Protokolle der Weisen von Zion“ auf der Frankfurter Buchmesse (Oktober 2005, Alternativlink)
  7. Gottfried zur Beek, Die Geheimnisse der Weisen von Zion, 1922, Seite 17
  8. Ulrich Fleischhauer, Das Fleischhauer-Gutachten, 1935, Seite 10
  9. Der Große Brockhaus: Handbuch des Wissens in zwanzig Bänden. Ergänzungsband A-Z. Leipzig: F. A. Brockhaus, 1936. S. 626
  10. Theodor Fritsch, Die Zionistischen Protokolle, 1932, Seite 3
  11. Großteil des Kapitels aus: Ulrich Fleischhauer, Das Fleischhauer-Gutachten, 1935, Seite 6 ff
  12. Benjamin Segel, Die Protokolle der Weisen von Zion kritisch beleuchtet, Berlin 1924
  13. Alfred Rosenberg: Die Protokolle der Weisen von Zion und die juedische Weltpolitik, 1933, Seite 6
  14. Herbert Pitlik, Die Protokolle der Weisen von Zion – Aus der Sicht nach 100 Jahren, 1999, Seite 7
  15. Siehe u. a. Encyclopædia Britannica, Wikipedia
  16. Siehe u. a. http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr187.htm
  17. Herbert Pitlik, Die Protokolle der Weisen von Zion – Aus der Sicht nach 100 Jahren, 1999, Seite 5 f
  18. Jan van Helsing, Geheimgesellschaften 2, 1995, Seite 125
  19. http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Manifeste-des-Hasses/2014696.html
  20. Miguel Serrano, Das Goldene Band – Esoterischer Hitlerismus, 1978, Seite 416
  21. Henry Ford, Der internationale Jude, 1922, Seite 5 f
  22. Theodor Fritsch, Die Zionistischen Protokolle, 1932, Seite 3
  23. Alfred Rosenberg, Die Protokolle der Weisen von Zion und die juedische Weltpolitik, 1933, Seite 5
  24. Noch heute – die Frankfurter Zeitung Leopold Sonnemanns ist die Vorgängerzeitung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, welche bis heute in ihrem Impressum den Untertitel Frankfurter Zeitung führt.
  25. Adolf Hitler, Mein Kampf, 1943, Seite 337
  26. Miguel Serrano, Adolf Hitler – Der letzte Avatar, 1984, Seite 77
  27. Miguel Serrano, Adolf Hitler – Der letzte Avatar, 1984, Seite 83
  28. Jan van Helsing, Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert, 1993, Seite 44
  29. Herbert Pitlik, Die Protokolle der Weisen von Zion – Aus der Sicht nach 100 Jahren, 1999, Seite 7 f
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