Der Adler (Zeitschrift)

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Fliegersprache, Der Adler, Heft 7, 30. März 1943

Der Adler war die mehrsprachige und international verteilte Illustrierte der deutschen Luftwaffe. Herausgeber war der Berliner Scherl-Verlag.

Geschichte

Tag der Luftwaffe, Februar 1944

Der Hauptschriftleiter des Adlers war Dr. Georg Böse, der Redaktionssitz war in Berlin-Charlottenburg. „Der Adler“ erschien alle 14 Tage zunächst als 32seitige Illustrierte in zweisprachiger Aufmachung (deutsch/englisch). Später – seit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges – erschienen die deutsche und englische Ausgabe getrennt.

Nach der Eroberung Frankreichs kam eine französische Ausgabe hinzu. Außerdem gab es noch eine spanische, eine italienische und eine rumänische Ausgabe. Mit dem Kriegseintritt der USA entfiel zwar die Preisauszeichnung „USA 8 Cent“, die englische Ausgabe wurde aber noch längere Zeit beibehalten. Die französische Ausgabe wurde 1944 eingestellt, die englische erschien mindestens bis August 1944. Die deutsche Ausgabe wurde bis Februar 1945 in zunehmend vermindertem Umfang produziert. In den Jahren 1941 und 1942 war „Der Adler“ auch nur noch 16 Seiten stark. Insgesamt erschienen 146 Hefte.

Inhalt

Die Magazine enthalten Bilder und Artikel zum Wirken der Luftwaffe, Neuerungen, Erfahrungsberichte aus Einsätzen, Flugzeugmodelle, Luftkämpfe, Ritterkreuzträger, Berichte über befreundete und verfeindete Armeen, Gattungen der Luftwaffe wie Flugabwehr, Fallschirmjäger etc. Die Ausgaben sind reich bebildert.

Inhalte waren die Feldzüge auf Polen, Frankreich und die Sowjetunion, als auch die Bombardierung Englands. Im Laufe des Krieges wurden immer öfter Artikel über die Luftabwehr sowie Bodeneinsätze der Fallschirmjäger veröffentlicht.

Adler-Publikationen

Ebenfalls im Scherl-Verlag erschien eine an die Zeitschrift angelehnte Buchreihe Adler-Bücherei, das Adler-Jahrbuch (gab es nur 1941/1942), der Adler-Kalender (1941-1944), das Adler-Liederheft und die Adler-Spiele (militärtaktische Spiele für Kinder).

Kriegsbedingte Einstellung

Im Heft 19 vom 12. September 1944, Seite 277 wurde folgende Information gedruckt:

„Im Zuge der durch den totalen Krieg bedingten Konzentrationsmaßnahmen auf dem Gebiet der Presse stellt die Luftwaffen-Illustrierte DER ADLER mit diesem Heft ihr Erscheinen für die Dauer des Krieges ein. Dadurch werden weitere Kräfte für die Wehrmacht und die Rüstung frei. wir danken unseren Lesern und Freunden für die uns bewiesene Treue. Mit unserem zuversichtlichen Glauben an den Sieg verbinden wir die Hoffnung, alles Beziehern den ADLER nach dem Siege wieder in gewohnter Weise liefern zu können.“

Nachkriegsbezug

1975 erschienen in Frankreich Nachdrucke einzelner Hefte der französischen Ausgabe durch den belgischen Verlag „Edition des Arcehrs, 5, rue Locquenghien, 1000 Bruxelles“. Verantwortliche waren Jo Gerard und Alan Decker.

1977 erschien im Jahr-Verlag (Hamburg) ein kommentierte Auswahl, abgeschlossener, völlig unveränderter Beiträge als Nachdrucke der Magazine in 5 Bänden. Die Bände enthielten lediglich einen Teil der veröffentlichten Magazine bzw. Seiten. Geben aber einen sehr guten Überblick.

In den 1980iger wurden die italienischen Ausgaben im „Gioranli di Guerra“ nachgedruckt. Diese Hefte waren den Originalen täuschend echt nachempfunden und enthielten nur einen kleinen Text, daß es sich hierbei um ein „FAC-SIMILE“ handelt: „FAC-SIMILE allegato redazionale a Gioranli di Guerra n. 28 Direttore responsabile: Giorgio Bernardini De Pace“

Seit 2016 existiert „der adler“ Magazin des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes e.V.

Titelseiten (Auswahl)

Verweise

Fußnoten