Dirksen, Herbert von

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Herbert von Dirksen

Eduard Willy Kurt Herbert Dirksen (ab 1887 von Dirksen; Lebensrune.png 2. April 1882 in Berlin; Todesrune.png 10. November 1955 in München) war ein deutscher Diplomat, Botschafter, Autor und Gutsbesitzer.

Leben und Wirken

Er entstammt einer Familie aus Westpreußen; sein Vater war der verdiente preußische Beamte Willibald von Dirksen und seiner Frau Ella Schnitzler. Sein Vater wurde 1887 geadelt. Dirksen machte 1900 sein Abitur, studierte Rechtswissenschaften und war Soldat im Ersten Weltkrieg. 1918 trat er in den diplomatischen Dienst des Deutschen Reiches ein. Ab 1925 leitete er die Osteuropa-Abteilung des Auswärtigen Amtes, wurde 1928 deutscher Botschafter in Moskau und strebte eine deutsch-russische Zusammenarbeit an, um die Fesseln des Versailler Diktats zu lösen. Als Botschafter in Japan (ab 1933) förderte er das deutsch-japanische Bündnis und wurde 1938 Nachfolger von Ribbentrop als Botschafter in Großbritannien. Er bemühte sich um einen deutsch-britischen Ausgleich und stellte sich der antideutschen Hetze der Kreise um Churchill, soweit es möglich war, entgegen. Nach der britischen Kriegserklärung an das Reich verließ er England und zog sich 1940 auf eigenen Wunsch ins Privatleben zurück. Nach Kriegsende stuften ihn die alliierten Besatzer als „Entlasteten“ ein. Dirksen unterstützte nach dem Krieg die verräterische Politik Adenauers nach Westbindung und starb 1955 in München.[1]

Sonstiges

1910 heiratete er Hilda Freiin von Oelsen, Tochter eines Großgrundbesitzers, die 1942 verstarb. Seine Erinnerungen Moskau, Tokio, London wurden 1951 veröffentlicht.

Auszeichnungen

Fußnoten