Kneiphof-Insel

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Königsberg mit Dominsel im Jahre 1652

Die Kneiphof-Insel ist die Dominsel in der Altstadt Königsbergs. Im Jahre 1327 gegründet, handelte es sich beim Kneiphof ursprünglich um eine der drei Städte Königsbergs. Die Vorstadt sowie der alte oder trockene Garten auf dem Haberberg, der Nasse Garten und die Festung Groß Friedrichsburg gehörten ihr noch 1785 an.

Beschreibung

Karte des Jahres 1905[1]
Die Königsberger Dominsel

Der Kneiphof gehört mit Löbenicht zu den ältesten Vierteln der ostpreußischen Landeshauptstadt. Die Dominsel wird vom Fluß Pregel im Süden und vom Neuen Pregel im Norden umgeben. Der auf der Westseite der Insel befindliche Abschnitt dieses Flusses wird als Hundegatt bezeichnet. Mehrere Brücken, so die Grüne Brücke unweit der Börse, ermöglichen das Betreten, bzw. Überqueren der Dominsel. Das wichtigste Gebäude der Insel ist der Königsberger Dom mit dem Kant-Denkmal. In seiner Nähe befindet sich ebenfalls das wiederhergestellte Walther-von-der-Vogelweide-Denkmal. Das Königsberger Schloß mit der Kaiser-Wilhelm-Statue befindet sich nördlich des Kneiphofes.

Auflistung der Brücken

Name der Brücke Name der überquerenden Straße Lagerung Name der Brücke unter russischer Verwaltung
Krämerbrücke Kneiphofsche Langgasse Nordseite der Insel
Schmiedebrücke Schmiedestraße Nordseite der Insel (nicht mehr vorhanden)
Honigbrücke Brodbänkenstraße Ostseite der Insel Медовый Мост (Medowyj Most)
Köttelbrücke (Seitenstraße der Börsenstraße) Südseite der Insel (nicht mehr vorhanden)
Grüne Brücke Kneiphofsche Langgasse Südseite der Insel Эстакадный Мост (Estakadnyj Most)

Wiederaufbaupläne

Der rußlanddeutsche Architekt Arthur Sarnitz des Büros Königsberg GmbH arbeitete im Jahre 2007 mit einer Projektgruppe über vier Monate an einem Bauplan zur Wiedererrichtung größer Teile der ab 1944 zerstörten Königsberger Altstadt. Dazu wurden zahlreiche historische Bilder und Filmaufnahmen ausgewertet, um z. B. für die Kneiphof-Insel zu einer getreuen Wiedergabe jedes einzelenen Hauses zu geraten. Für das Königsberger Schloß war bereits eine Neuerrichtung der historischen Bebauung vorgesehen, im übrigen inmitten der vorhandenen, dem sowjetischen Zeitalter entstammenden Hochbauten, und mit dem an der Südwestecke angebauten Haus der Räte. Dabei blieb die über eine moderne Kramerbrücke geführte Kneiphofsche Langgasse als Nachkriegsprospekt, namens Ленинская (Umschrift: Leninskaja), bestehen. In älteren Plänen war ebenfalls keine Wiederaufbau der Häuserzeilen zwischen der Langgasse und der Dominsel vorgesehen.

Sarnitz versuchte mittels Verträgen mit dem Berliner Architekten und Königsberg-Experten Baldur Köster und mit polnischen Restauratoren, die sich am Wiederaufbau der Warschauer Altstadt beteiligt hatten, internationale fachliche Kompetenz einzubeziehen.

Filmaufnahmen

Historische Aufnahmen

Vorführungen des Büros des Architekten Arthur Sarnitz

Die Königsberger Altstadt[3]
Конкурс „Пост замок“ (Сердце города). (Wettbewerb „Beim Schloß“ im Stadtshart.)

Kartenverzeichnis

  • Pharus Plan, Königsberg 1934, 2. Nachdruck der Originalausgabe von 1934, Maßstab 1:15.000, ISBN: 978-3-86514-013-5 (Bestellmöglichkeit)
  • Blochplan, Königsberg 1931, Kaliningrad heute, Berlin, 2. Auflage 2012, Maßstab 1:10.000, ISBN 9-783000-307621[4]
  • Rautenberg, Königsberg, Kaliningrad, Verlagshaus Würzburg 2005, Maßstab 1:15.000, ISBN 3-8003-3099-7[5]

Siehe auch

Verweise


Königsberg im 18. Jahrhundert

Fußnoten

  1. Die Hönigbrücke wird hier als Dombrücke bezeichnet.
  2. Der Film beinhaltet u. a. teils farbig gedrehte Aufnahmen einer Urlaubsreise einer Essener Familie nach Ostpreußen im Sommer 1937, mit im Bereich des Dominsels Bildern der Grünen Brücke, alltäglichen Szenen am Hundegatt, usw. Zudem werden historische Innenstadtpläne gezeigt und so die Aufnahmeorte vorgestellt.
  3. Im übrigen ohne die Kaiser-Wilhelm-Statue auf dem Sockel vor dem Südwestturm des Schlosses.
  4. Mit Überlagerungsplan von 1931 und heute, sowie Straßennamenverzeichnissen Deutsch-russisch und Russisch-deutsch. Die russischen Straßennamne sind in kyrillischer und in lateinischer Schrift gehalten.
  5. Russisch-deutschsprachiger Stadtplan der Stadt Königsberg unter russischer Verwaltung mit Straßennamenverzeichnis.