Kositza, Ellen

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Ellen Kositza, Pressefoto 2009
Ellen Kositza auf der LEGIDA-Demonstration am 28. Januar 2015 mit der Flagge der Verschwörer vom 20. Juli 1944[1]

Ellen Kositza (Lebensrune.png 1. Dezember 1973 in Offenbach/Main) ist eine deutsche Mutter und Schriftleiterin.

Leben

Die am 1. Dezember 1973 in Offenbach am Main geborene Ellen Kositza studierte Germanistik und Geschichte, arbeitete kurzzeitig als Lehrerin und ist heute Redakteurin der politisch-kulturellen Zeitschrift Sezession. Außerdem schreibt sie als freie Publizistin für die Kulturzeitschrift Gegengift und das libertäre Monatsmagazin eigentümlich frei sowie seit rund fünfzehn Jahren für die Wochenzeitung Junge Freiheit. Neben Beiträgen für Sammelbände („Wir 89er“, Ullstein 1995) veröffentlichte sie 2008 die Monographie „Gender ohne Ende oder Was vom Manne übrigblieb“.

Ellen Kositza ist mit Götz Kubitschek verheiratet und Mutter von sieben Kindern (sechs Töchter und ein Sohn), die alle germanische Vornamen tragen.

Politik

Kositza und ihr Ehemann Kubitschek stellten beide einen Antrag zur Aufnahme in die Partei Alternative für Deutschland (AfD). Kositza erhielt zunächst mehrere Einladungen zum Stammtisch des örtlichen Kreisverbandes, die sie aus familiären Gründen allerdings nicht wahrnehmen konnte und erwartete, eine schriftliche Bestätigung ihrer Aufnahme zu erhalten. Nachdem diese hatte auf sich warten lassen, hakte Kositza schließlich bei der Partei nach, woraufhin man behauptete, es sei nie ein Aufnahmeantrag eingegangen. Schließlich erhielt Kositza Anfang Februar 2015 per Post eine Bestätigung für die Aufnahme in die Partei sowie eine Mitgliedskarte. Etwa zwei Wochen später wurde Kositza von der Partei mitgeteilt, daß sich die Partei eine einmonatige Widerspruchsfrist vorbehalte und der Versand der Mitgliedskarte irrtümlich geschehen sei. Kurz darauf wurde Kositza darüber informiert, daß ihre Aufnahme in die Partei abgelehnt worden sei. Gründe nannte die AfD nicht, auch nicht auf Nachfrage.[2]

Thron und Altar funktionieren nicht mehr

In dem dokumentarisch wertvollen Gesprächsband „Tristesse Droite. Die Abende von Schnellroda“ (2015 erschienen, der Gespräche aus dem Dezember 2013 zwischen Thorsten Hinz, Ellen Kositza, Götz Kubitschek, Erik Lehnert, Martin Lichtmesz, Nils Wegner und dem Sezessionskommentator „Raskolnikow“ wiedergibt) wurde auch reihum gefragt, wer von den Teilnehmern die Selbstbezeichnung „Neue Rechte“ gutheiße. Diese Selbstbezeichnung fiel auf weitgehende Zustimmung, Erik Lehnert sagte über den Terminus „Neue Rechte“:

„Ich finde, er drückt aus, daß wir wissen, daß Thron und Altar nicht mehr funktionieren.“[3]

Thorsten Hinz berichtet von seiner Erwachsenentaufe als Protestant,[4] andere von ihrer jeweiligen Nähe zur Russischen Orthodoxie, zum Katholizismus oder zum Protestantismus. Götz Kubitschek führt aus:

„Die Frage, ob man aus dem Christentum, aus dem Glauben etwas ableiten kann, politisch ableiten kann, ist nicht beantwortet. Es gibt die Christenfresser, die bei uns Rechten ja zuhauf auftreten, die sagen, daß es diese Religion ist, die uns im Verteidigungskampf das Mark aus den Knochen saugt. Denn wir könnten nicht mit dem Kreuz in der Hand gegen die Masseneinwanderung stehen. Da kommen ja fünfzig Prozent Christen zu uns. [...] Man könne nicht mit dem Kreuz in der Hand die Homogenität des Volkes verteidigen.“[5]

Diese gegen Ende des letzten Gesprächs begonnene Fragestellung findet im Gesprächsband zwar breite Illustration (auf einer intellektuellen Ebene), aber keine entschiedene Antwort.

Es scheint in der Gesprächsrunde die Auffassung vorzuherrschen, daß die biblische Überlieferung ein unaufgebbarer traditioneller Bestand sei, daß zugleich aber nirgendwo in den Kirchen das vorpolitische und außerpolitische Bibel-Bekenntnis mit der gehörigen Ernsthaftigkeit gepredigt werde – und daß ferner die Frage der weltanschaulichen Spaltung der nationalen Kreise entlang der christlichen Frage nicht gelöst ist. Thron und Altar seien deshalb eher konservative Erinnerungen als daß sie programmatische konservative Eckpfeiler sein könnten. Überraschenderweise wird die Tatsache des totalen Verrats der BRD-Kirchen an den großen orientalischen Christengemeinden (die quer über den Globus, durch den islamischen Gürtel hindurch, gerade jetzt direkt vor der völligen Auslöschung stehen, ohne daß BRD-Christen dies sonderlich einer Erwähnung für wert befänden) im ganzen Gesprächsband kaum angesprochen. Die mehrfachen persönlichen Beteuerungen der Teilnehmer, wie wichtig und wertvoll das christliche Bekenntnis sei, rücken dadurch unweigerlich in eine Sphäre der gesellschaftlichen Floskelrede, der Glaube solcher (unverändert Kirchensteuer zahlender) Christen erscheint dem unbefangenen Zuhörer oder Leser als eine dekorative Sache ohne echten Biß.

Zitate

  • „Lesenswert ist auch das Kapitel über die ‚Displaced Persons‘ (DP), die knapp neun Millionen Zwangsarbeiter, die nun in ihre Heimat überführt werden sollten – wogegen sie sich recht bald sperrten. Lieber in Ex-Nazideutschland in Baracken hausen, als ab in den Ostblock! Hinzu kam der unerwartete Zuzug von mindestens 100 000 osteuropäischen Juden, wer hätte das gedacht? ‚Hardcore DPs‘ wurden jene Verschleppten genannt, die auch 1950 nicht in ihre Herkunftsländer zurückkehren wollten. Gerade Bayern wurde von den Neudeutschen als eine Art amerikanische Exklave betrachtet.“[6]

Auszeichnungen

Filmbeiträge

Kositza2.jpg

Dankesrede zum Gerhard-Löwenthal-Preis:

       
       
       

Trivia

Kositza betrachtet die NS-Gegnerin Sophie Scholl als ihr größtes Vorbild.[7] Einem Bericht der FAZ vom Frühjahr 2016 zufolge siezen sie und ihr Ehemann sich seit vielen Jahren.

Werke

Bücher

  • Gender ohne Ende oder Was vom Manne übrigblieb. Reihe kaplaken, Bd. 7, Verlag Antaios, Schnellroda 2007, ISBN 3-935063-77-6
  • Ellen Kositza / Götz Kubitschek (Hgg.): Tristesse Droite. Die Abende von Schnellroda. Verlag Antaios, Schnellroda 2015, ISBN 978-3-944422-21-3 [Gesprächsband mit den Teilnehmern Thorsten Hinz, Ellen Kositza, Götz Kubitschek, Erik Lehnert, Martin Lichtmesz, Nils Wegner, „Raskolnikow“; dokumentiert Unterredungen aus dem Dezember 2013]
  • Die Einzelfalle – Warum der Feminismus ständig die Straßenseite wechselt, Verlag Antaios, Schnellroda 2016, ISBN 978-3944422176

Musik

Verweise

Fußnoten

  1. ZDF: Rechte Symbolik und Stauffenberg-Mythos
  2. PI-News: Wie eine Gerhard Löwenthal-Preisträgerin 294 Stunden dachte, AfD-Mitglied zu sein
  3. Vgl. auch den Kontext in Ellen Kositza / Götz Kubitschek (Hgg.): Tristesse Droite. Die Abende von Schnellroda. Verlag Antaios, Schnellroda 2015, ISBN 978-3-944422-21-3 [Gesprächsband mit den Teilnehmern: Thorsten Hinz, Ellen Kositza, Götz Kubitschek, Erik Lehnert, Martin Lichtmesz, Nils Wegner, „Raskolnikow“; dokumentiert Unterredungen aus dem Dezember 2013], S. 113
  4. Vgl. a.a.O., S. 165
  5. Vgl. a.a.O., S. 172
  6. Ellen Kositza: Harald Jähner: Wolfszeit – eine Rezension, Sezession im Netz, 30. März 2019
  7. eigentümlich frei, April 2015 (Nr. 151), S. 74