Krieck, Ernst

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Autodidakt Prof. Dr. phil. h. c. Ernst Krieck

Ernst Krieck (Lebensrune.png 6. Juni 1882 in Vögisheim; Todesrune.png 19. März 1947 im VS-Konzentrationslager Moosburg an der Isar) war ein deutscher Lehrer, Hochschullehrer, Schriftsteller und Philosoph. Schon Mitte 1932 (seit Ende 1931 Mitglied des NSLB und des Kampfbundes für deutsche Kultur) galt er als prominentester Unterstützer des NSLB, ebenfalls 1932 wurde er Mitglied der NSDAP. Nach einem Jahr als Rektor der Frankfurter Universität erhielt er im Mai 1934 eine Professur in Heidelberg, war auch kurz Rektor (1937–1938), war seit 1933 Mitglied der SS sowie seit 1934 des Sicherheitsdienstes (SD) (am 20. Oktober 1938 Austritt aus der SS im Rang eines SS-Obersturmbannführers in allen Ehren nach dem Intellektuellenstreit mit Alfred Baeumler und Meinungsverschiedenheiten mit dem ehemaligen sächsischen Kultusminister Wilhelm Hartnacke) und blieb bis 1945 ein hoher Funktionär im NS-Dozentenbund (NSDDB).

Leben

Vorkämpfer für die geistige Revolution
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Prof. Krieck war unter anderem seit 1933 Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt. Die am 19. Juli 1754 in Erfurt gegründete Gelehrtensozietät ist die drittälteste deutsche Aka­demie der Wissenschaften, in der naturwissenschaftliche, medizinische, mathematische, geisteswissenschaftliche und technische Disziplinen gleichrangig vertreten sind.

Ernst Krieck wurde am 6. Juli 1882 im Markgräfler Land in Baden aus altem alemanischen Bauerngeschlecht geboren. Nach Abschluß der Realschule ging er zwei Jahre auf das Lehrerseminar in Karlsruhe und war bereits mit 18 Jahren Volksschullehrer. Im Jahr 1910 erschien sein erstes literarisches Werk „Persönlichkeit und Kultur“, mit dem er einer als schematisch empfundenen Erziehung bewußt den Kampf ansagte. Für ihn erfüllte sich das Einzelwesen erst in der Gemeinschaft, der sich das Individuum ein- und unterzuordnen hatte. Als Wege dieser Einordnung sah er nicht die Entwicklung aus sich, sondern die von fester Hand geleitete, von planvollem Willen geführte Erziehung. Diese Gedanken übertrug er von der kleinen Gemeinschaft der Familie und Schule auf die große Gemeinschaft, den Staat.

1914 wurde er Soldat des Deutschen Heeres, 1916 wegen Krankheit verabschiedet. Anschließend übte er den Lehrerberuf in verschiedenen Gemeinden Pforzheims, die längste Zeit, bis 1924, aber in Mannheim aus.

So sprach er in kulturellem Sinne bereits in seinem 1916 erschienenen Buch „Deutsche Staatsidee“ von einem Dritten Reich. Für sein grundlegendes Werk „Philosophie der Erziehung“, das 1922 herauskam, ernannte ihn die Universität Heidelberg zum Doktor ehrenhalber. 1928 wurde Krieck, der seit 1900 im badischen Volksschuldienst gestanden hatte, vom preußischen Kulturminister als Professor an die Pädagogische Akademie Frankfurt am Main berufen. 1931 erfolgte eine Strafversetzung an die Pädagogische Akademie in Dortmund, weil Ernst Krieck bei einer Sonnwendfeier der studierenden Jugend von der geschichtlich völkischen Erneuerung gesprochen und mit einem „Heil dem Dritten Reiche“ geschlossen hatte. Das Kultusministerium sah die Neutralität verletzt und fand, daß die Verwendung dieses Satzes Krieck in den Augen seiner Hörer mit der nationalsozialistischen Partei identifizieren müßte.

Krieck blieb bei seiner Erkenntnis und forderte in einem neuen Buch eine ausgesprochen nationalpolitische Erziehung. Damit stellte er sich in bewußten Gegensatz zu den vom Kultusministerium be- und empfohlenen Erziehungsgrundsätzen. Im April 1932 wurde Krick beurlaubt, und es wurde gleichzeitig ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet, weil er im Berliner Sportpalast erneut eigenständige Ansichten vertreten hatte. Nach dem Sturz der Regierung Braun konnte Krick seine Lehrtätigkeit in Frankfurt am Main wieder aufnehmen.

Im Mai 1933 wählte der Senat der Goethe-Universität Krieck zum Rektor, und damit wurde erstmalig ein ursprünglicher Volksschullehrer Magnifizenz einer deutschen Universität. Gleichzeitig behielt er den Lehrstuhl für Pädagogik an der Hochschule für Lehrerbildung in Frankfurt am Main. Seine Heimatgemeinde Vögisheim ernannte ihn zum Ehrenbürger, der Schutzverband deutscher Schriftsteller zum Ehrenvorsitzenden. Im April 1934 folgte er einem Ruf der Universität Heidelberg, wo er den Lehrstuhl für Philosophie und Pädagogik übernahm.

Im Jahre 1939 wurde er Mitarbeiter am Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben. Seinen Lehrstuhl in Heidelberg behielt er bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.

Gefangenschaft

Am 6. April 1945 wurde Krieck von der VS-amerikanischen Besatzungsmacht in seiner Heidelberger Wohnung verhaftet und in das VS-Konzentrationslager Moosburg an der Isar gebracht. Während seiner Haft arbeitete er mit seinem Anwalt Klaus Curtius an einer Strategie zu seiner Rehabilitierung.

Tod

„Nationalsozialistische Erziehung begründet aus der Philosophie der Erziehung“

Prof. Dr. Krieck verstarb 1947 in alliierter Haft (im Lazarett des Lagers 71), ohne die Freiheit wiederzuerlangen. In einem Erbschaftsverfahren erreichte seine Tochter, daß er als „Mitläufer“ eingestuft wurde.

„Volk im Werden“

Familie

Krieck heiratete 1911 seine Verlobte Maria Perrin. Aus der Ehe ist Tochter Ilse entsprossen.

Zitate

  • „Das edle Blut, der Inbegriff edler Rassen und hohen Menschentums überhaupt, bezeichnet wohl die biologische Unterlage für alles Geistige.“ — in: „Philosophie der Erziehung“ (1922, S. 116)
  • „Selten bietet sich dem Betrachter ein zweites Beispiel in der Geschichte, bei dem die Haltung eines Volkes so rein und vollkommen von einem einzigen Höchstwert aus bestimmt würde: alle Macht, aller Besitz, jede Bindung, jede Handlung steht im Dienst der Ehre, der auch das Leben nötigenfalls unbedenklich und ohne Wimperzucken zum Opfer gebracht wird. Wie das Gesetz der Ehre das Leben beherrscht, so spiegelt es sich in der Dichtung und zieht als Grundprinzip durch die Sagenwelt: keinem zweiten Wort begegnet man da so häufig wie der Ehre. Darum ist die nordische Heldenwelt bei all ihrer wilden Zerrissenheit ihrem überschäumenden Subjektivismus doch so einheitlich in Wesen und Schicksalslinie.“ — Ernst Krieck über die Germanen, in: „Menschenformung – Grundzüge der vergleichenden Erziehungswissenschaft“, 1925, S. 154
  • „Das Studentenfreikorps lädt die Gesamtheit der Professorenkollegien zu der Verbrennung der marxistischen und korruptionistischen Schriften ein, die am 10. Mai, auf dem Römerberg stattfinden wird […] Abmarsch: von der Universität auf den Römerberg, Mittwoch, 20.00 Uhr, mit Musik.“ — Prof. Krieck, Rektor der Frankfurter Universität, Mai 1933
  • „Die Rasse ist kein Ding, keine materielle Art, aber ein Gesetz der Orientierung und Formung, Entelechia.“[1] — Ernst Krieck in: Weltanschauung und Wissenschaft. Armanen-Verlag, Leipzig, 1936, Bd. 1, S. 74
  • „Dagegen hilft nur der Endsieg der höheren Rasse mit Ausscheidung des gegnerischen, wenn nicht das Volk untergehen soll.“ — Krieck zur Rassenmischung, in: „Nationalpolitische Erziehung“
  • „Zum Beispiel diskutiert und argumentiert der Nationalsozialismus nicht mit den Marxisten über Marxismus, sondern widerlegt diesen damit, dass er ihm den Anhang wegnimmt durch neue Methoden der Erregung und Bewegung.“
  • Pestalozzi hat die Methode erfunden, sich selbst und seine Kinderschar mit primitiven Mitteln in eine hochgespannte, hochgradig empfängliche Seelenlage zu steigern, vornehmlich mit sprechchorartigen Methoden.“
  • „Ich bin stolz, daß es mir nach jahrelanger Arbeit gelungen ist, die Tatsachen der rassischen Bestimmtheit weiter Strecken der Geistesgeschichte nachzuweisen und zu erschließen. Es ist nicht zu ersehen, was das Reichspropagandaministerium veranlaßt, [...] die jüdischen Einflüsse auf die deutsche Geistesgeschichte unter seinen besonderen Schutz zu stellen.“ — Krieck am 26. Juni 1940 an den Reichserziehungsminister

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Schriften (chronologisch)

  • Persönlichkeit und Kultur (1910) (PDF-Datei)
  • Die neueste Orthodoxie und das Christusproblem (1910)
  • Lessing und die Erziehung des Menschengeschlechts (1913)
  • Die deutsche Staatsidee (1917)
  • Aufruf zur Selbsthilfe! (1918)
  • Die Revolution der Wissenschaft (1920)
  • Erziehung und Entwicklung (1921)
  • Philosophie der Erziehung (1922) (PDF-Datei)
  • Dichtung und Erziehung (1924)
  • Menschenformung (1925)
  • Der Staat des deutschen Menschen (1927)
  • Staat und Kirche im Kampf um das Bildungswesen (1927)
  • Bildungssysteme der Kulturvölker (1927)
  • Grundriß der Erziehungswissenschaft (1927)
  • Ist der Lehrberuf ein Weltanschauungsberuf? (1928)
  • Deutsche Kulturpolitik? (1928)
  • Musische Erziehung (1928)
  • Der Detektivroman der Unterschicht / 1. Die Frank Allan-Serie (1929)
  • Das Naturrecht der Körperschaften auf Erziehung und Bildung (1929)
  • Die soziale Funktion der Erziehung (1929)
  • Geschichte der Bildung (1930)
  • Staat und Kultur (um 1930)
  • Grundlegende Erziehung (1930)
  • Völkischer Gesamtstaat und nationale Erziehung (1931)
  • Nationalpolitische Erziehung (1932)
  • Volk im Werden (1933–1943)
    • 1933–1939 „Volk im Werden. Zeitschrift für Kulturpolitik“
    • 1940–1943 „Volk im Werden. Zeitschrift für Erneuerung der Wissenschaften“
  • Die Erneuerung der deutschen Universität (1933)
  • Die Erneuerung der Universität (1933)
  • Der Staat des deutschen Menschen (1933)
  • Geschichte und Geschichtsunterricht (1934)
  • Die deutsche Staatsidee (1934)
  • Wissenschaft, Weltanschauung, Hochschulreform (1934)
  • Erziehung im nationalsozialistischen Staat (1935)
  • Erziehungs- und Arbeitsplan der Hochschule für Lehrerbildung, Danzig (1935)
  • Vom Sinn der Schule (1935)
  • Das nationalsozialistische Deutschland und die Wissenschaft (1936)
  • Völkisch-politische Anthropologie, 3 Bde. (1936–1938)
  • Geschichte und Politik (1937)
  • Leben als Prinzip der Weltanschauung und Problem der Wissenschaft (1938)
  • Charakter und Weltanschauung (1938)
  • Die soziale Funktion der Erziehung (1938)
  • Weltanschauliche Entscheidung (1939)
  • Volk unter dem Schicksal (1939)
  • Mythologie des bürgerlichen Zeitalters (1939)
  • Die Gestaltung des Unterrichts (1939)
  • Der Wille zum Reich (1940)
  • England (1940)
  • Deutschland und der Westen (1940)
  • Volkscharakter und Sendungsbewußtsein, Polit. Ethik. d. Reichs (1940)
  • Der Mensch in der Geschichte (1940)
  • Natur und Naturwissenschaft (1942)
  • Erlebter Neuidealismus (1942)
  • Heil und Kraft (1943)
  • Zeitschrift für Geistes- und Glaubensgeschichte (1944)

Literatur

  • Das Deutsche Führerlexikon, Otto Stollberg G.m.b.H., Berlin 1934
  • Männer im Dritten Reich, Orientalische Cigaretten-Compagnie „Rosma“ GmbH, 1934
  • Peter Petersen: Pädagogik der Gegenwart. Ein Handbuch der neuen Erziehungswissenschaft und Pädagogik, Berlin 1937
  • Willi Kunz: Ernst Krieck – Leben und Werk, Leipzig 1942

Fußnoten

  1. Noch Aristoteles hat den Begriff „Entelechia“ eingeführt, und dieses griechische Wort bedeutet „das, was sein Ziel in sich selbst hat.“ Am Anfang des 20. Jahrhunderts hat Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Driesch diesen Begriff wiederbelebt. Er stützte die These, daß sich das Wesen der organischen Substanz nicht mit der materiellen Struktur erschöpft, sondern in der immateriellen Potenz, der Entelechia, besteht.