Externsteine

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„Die sagenumwobenen Externsteine faszinieren die Menschheit seit Jahrtausenden und üben seit jeher eine große Anziehungskraft aus. Die Vergangenheit der 70 Millionen Jahre alten Sandsteinformation inmitten des Teutoburger Waldes nahe Detmold ist vielfältig: Vor 70 Millionen Jahren wurde der flach lagernde Unterkreide- Sandstein im Zuge der Gebirgsbildung senkrecht aufgepresst. Die Externsteine entstanden. Seither sind die Externsteine Mittelpunkt für kulturgeschichtliche und naturräumliche Entwicklung. Immer wieder weichen die unterschiedlichen historischen Deutungsversuche der Externsteine voneinander ab.“[1]

In der mittleren Gebirgskette des Teutoburger Waldes (Westfalen) ragen mehrere senkrecht stehende Sandsteinfelsen fast 40 Meter hoch auf, bekannt als Externsteine (richtig: Sternensteine an der Egge).

Erläuterung

Zur Religionsgeschichte

Die Externsteine bildeten in der germanischen Frühgeschichte einen spirituellen Kultort. Ausgrabungen von 1934/35 bestätigten durch Funde und Schichtlagerung die bereits früher aufgestellte These, daß die Externsteine eine alte germanische Kultstätte darstellen, die infolge der Christianisierung z.B. Karls des Großen gewaltsam zerstört wurde. Die Anlage der Felsräume und Nischen weisen- soweit sich der frühere Zustand erkennen läßt auf ein Sonnenheiligtum für die Feier der Sonnenwenden hin.[2] Die heute auch von Jungheiden zur Sommersonnenwende besuchte Natursehenswürdigkeit liegt im Nordostteil von Nordrhein-Westfalen. Im Südteil des Kreises Lippe verortet, gehören die Externsteine zu Horn-Bad Meinberg (in der Nähe von Detmold) und sind von einer weitläufigen parkartigen Anlage in einer sonst steinfreien, hügeligen Gegend umgeben.

Zur Geologie

Die Felsen sind ein Teil der mittleren Gebirgskette des Teutoburger Waldes. Sie liegen genau im Südosten dieses Mittelgebirges, angrenzend an das Eggegebirge. In Richtung Nordwesten gehen die Externsteine direkt in die ansteigenden waldreichen Hänge des Bärensteins und nach Südosten unmittelbar in jene des Knickenhagens über. Direkt vorbei an der Felsengruppe fließt im Einzugsgebiet der Weser die Wiembecke, die am Fuß der Felsen zum „Wiembecketeich“ aufgestaut wird.

Im Zuge der Gebirgsbildung, der sogenannten saxonischen Rahmenfaltung vor etwa 70 Millionen Jahren, wurden die ehemals waagerecht liegenden Gesteinsschichten dann lokal genau senkrecht hochgewölbt.

Einschränkung dieses Kulturortes

Bis 2010 fanden an Vatertagen, insbesondere aber an Sonnenwenden Feiern statt, bei welchen sich eine bunte Mischung an Besuchern, wie an germanischer Geschichte und Kultur Interessierter, zusammenfand. Die Verwaltung der Region Lippe hat dieses nun aber mit Vorschriften weitestgehend unterbunden. Erlaubt seien weiterhin zwar „friedliches Feiern und Musizieren“, das „Zelten, jeglicher Alkoholkonsum und offenes Feuer oder Grillen“ sind am Vatertag und an beiden Tagen der Sonnenwende jedoch verboten und es wird vor Ort kontrolliert.[3]

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Externsteine, detmold.de
  2. Meyers Lexikon, Band 3, Bibliographisches Institut AG., Leipzig, 8. Auflage 1937
  3. Presseportal Landesverband-Lippe