Fränkisches Reich

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Die Ausdehnung des Fränkischen Reiches von 481 bis 814. Ende des 8. Jh. wurde das Reich der Langobarden erobert.

Das Fränkische Reich war ein in Mittel- und Westeuropa sowie in Italien gelegenes germanisches Königreich der Franken, welches unter Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.

Unter seinen Nachfolgern wurde es wenig später im Vertrag von Verdun (843) unter anderem in das Ost- und das Westfränkische Reich zerteilt; die beiden Reiche können als Keimzelle der späteren Nationalstaaten Deutschland und Frankreich angesehen werden.

Vertrag von Verdun (843)

Wachstum des Fränkischen Reiches
Frankenreich 768 bis 811

Die Aufteilung des Fränkischen Reiches ging auf den teils kriegerischen Erbfolgestreit zurück, den Kaiser Ludwig I., der Fromme, mit seinen Söhnen führte. Nach einer Palastrevolution und Gefangennahme wurde Kaiser Ludwig I. Anfang der 830er Jahre von seinen Söhnen entmachtet.

Ab 831/832 verselbständigten die Söhne zunehmend ihre Herrschaftsbereiche im Reichsverband und beließen ihren Vater in der Funktion eines Titularkaisers. 842 verschworen sich Karl und Ludwig gegen den älteren Bruder Lothar (→ Straßburger Eide).

Teilung

Drei Jahre nach dem Tod ihres Vaters leiteten Kaiser Lothar I., König Karl der Kahle und König Ludwig der Deutsche 843 im Vertrag von Verdun die Teilung und damit das Ende des Fränkischen Reiches ein; die Reichseinheit war nicht mehr zu gewährleisten und endete faktisch mit dem Vertrag von Verdun.

Durch die Teilung entstanden drei neue Reiche:

Siehe auch

Literatur

  • Ulrich Schwarze: Die Kunst des Möglichen 800–1871 Vom Reich ohne Macht bis in die kleindeutsche Einheit, ISBN 978-3-89180-096-6, Band 1 des Werkes von Ulrich Schwarze: Die Deutschen und ihr Staat 800–1990. 4 Bände, Hohenrain, Veröffentlichungen der Stiftung Kulturkreis 2000, ISBN 978-3-89180-100-0, Gesamtwerk [1696 S.] (Bestellmöglichkeit)