Löbe, Paul

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Paul Löbe[1]
Löbe, Paul-Unterschrift.jpg

Paul Löbe (Lebensrune.png 14. Dezember 1875 in Liegnitz, Niederschlesien; Todesrune.png 3. August 1967 in Bonn) war ein deutscher Politiker, Reichstagspräsident und Oppositioneller gegen den Nationalsozialismus.

Leben

Familie

Löbe war der Sohn des Tischlers Heinrich Löbe und seiner Frau Pauline, geb. Leuschner. Löbe heiratete 1901 und war Vater eines Sohnes.

Wirken

Löbe lernte Schriftsetzer und arbeitete ab der Jahrhundertwende als Redakteur sozialdemokratischer Zeitungen. 1919 wurde er Vizepräsident der Weimarer Nationalversammlung. Von 1920 bis 1933 gehörte er für die SPD dem Deutschen Reichstag an, meist in der Funktion des Reichtagspräsidenten und war Mitbegründer der Paneuropabewegung.

Als Vorsitzender des Österreichisch-Deutschen Volksbundes trat er für den Zusammenschluß der Republiken von Wien (einschließlich Südtirol und Sudetenland) und Weimar zu einem Großdeutschen Reich ein. Ende Juni 1933 wurde er in Schutzhaft genommen, im Dezember aber unbeschadet wieder freigelassen. Danach war er als Korrektor im Verlag de Gruyter Berlin tätig. 1938 erreichte er bei einem Zusammentreffen mit Hermann Göring die Erhöhung seiner Rentenbezüge. Genehmigt wurde die Erhöhung, „da dem Antragsteller volks- oder staatsfeindliches Verhalten nicht nachgesagt werden“.

Ab 1942 nahm Löbe dennoch an konspirativern Treffen mit Leuschner, Leber und Goerdeler teil. In einer Kabinettsliste von Goerdeler war er als Minister geführt. Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 wurde er erneut verhaftet, kam aber im Dezember 1944 wieder auf freien Fuß. Nach der „Befreiung“ gehörte er dem Parlamentarischen Rat an und war von 1949 bis 1953 Alterspräsident des BRD-Bundestages. Danach leitete er das Kuratorium Unteilbares Deutschland und verstarb 1967 in Bonn[2].

Fußnoten

  1. Hermann Hilliger (Hg.): Kürschners Volkshandbuch: Deutscher Reichstag, Hermann Hillinger Verlag, Berlin 1930, S. 123
  2. Prominente ohne Maske - Drittes Reich, FZ-Verlag 1998, ISBN 3924309396