Halbe, Max

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Max Halbe (Foto).jpg

Max Halbe (Lebensrune.png 4. Oktober 1865 in Güttland bei Danzig; Todesrune.png 30. November 1944 in Neuötting) war ein deutscher Schriftsteller und Vertreter des Naturalismus. Er war ein Unterzeichner des Aufrufs an die Kulturwelt am Beginn des Ersten Weltkrieges gegen das Deutsche Reich und gehörte zu den Mitunterzeichnern des Gelöbnisses treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler.

Leben

Max Halbe wurde am 4 Oktober 1865 in Güttland bei Danzig geboren und lebte seit 1898 in München. Er studierte zuerst Rechtswissenschaft, dann Geschichte und deutsche Philologie in Heidelberg, Berlin und zuletzt in München, wo er zum Doktor phil. promovierte. Danach ließ er sich als Schriftsteller in Berlin nieder.

Seine ersten Dramen, noch ziemlich unselbständig, zeigten noch den Anfänger, ließen aber den Meister bereits erkennen. 1893 veröffentlichte er das Bühnenstück „Jugend“, das neben Gerhart Hauptmanns „Die Weber“ zum erfolgreichsten naturalistischen Drama wurde. An einem Aprilabend des Jahres 1895 wurde sein Stück uraufgeführt. Es ist das Drama von der ersten Liebe zweier Achtzehnjähriger. Scharfe Charakterzeichnung, außerordentliche Stimmungsgewalt und innige Gefühlswärme machten dieses Werk des Dichters zu einem Edelstein der deutschen Literatur.

Nach einem Zwischenaufenthalt in der Schweiz und seinem erneuten Umzug nach München schrieb er mehrere Romane.

Auch dem jungen Film war Max Halbe nicht abgeneigt. Schon 1912 hatte der Film „Die Tat des Dietrich Stobäus“ auf die Leinwand gebracht, und zehn Jahre später folgte die erste Verfilmung seines Klassikers „Jugend“, allerdings war dieses Vorhaben noch nicht von künstlerischer Verantwortung geleitet.

1938 entstand eine Tonfilmversion seines Dramas „Jugend“, unter anderem mit Kristina Söderbaum. Nach der Aufführung äußerte sich Halbe zu diesen Film:

„Ich bin der Ansicht, daß man der Filmkunst ein ihr dienliches Werk nicht vorenthalten darf. Der Film kann ja heute in ganz anderem Ausmaße als die Bühne zum Menschen sprechen. Zur ersten Vorführung dieses Films ging ich, man kann ruhig sagen, fast wie zu einer Hinrichtung. Umso angenehmer war ich dann aber überrascht. Die Darstellung ist vorzüglich, der Dialog stimmt wortwörtlich. Nur dort, wo das Bild von sich aus spricht, hat Thea von Harbou gestrichen oder ergänzt. Der veränderte Schluß – in meinem Stück ist er unselige Schicksalsverstrickung, im Film entsteht er aus der inneren Herzensnot des jungen Menschen – hat mich überzeugt, daß der von anderen Gesichtspunkten ausgehende Film eine solche Umstellung braucht. Als Bühnendichter halte ich unbedingt an der einmal erkannten dramatischen Version fest.“[1]

1939 verkündete Reichsminister Joseph Goebbels in Danzig die Verleihung des Dichterpreises an Max Halbe.[2]

Schriften (Auswahl)

Lithographie von Karl Bauer
  • Ein Emporkömmling, 1889 (Drama) (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Freie Liebe, 1890 (Drama) (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Eisgang. 1892 (Drama) (PDF-Datei)
  • Jugend. 1893 (Drama) (PDF-Datei)
  • Der Amerikafahrer, ein Scherzspiel in Knittelreimen (1895) (PDF-Datei)
  • Lebenswende: Eine Komödie (1896) (PDF-Datei)
  • Frau Meseck: Eine Dorfgeschichte (1897) (PDF-Datei)
  • Mutter Erde 1897 Drama (PDF-Datei)
  • Der Eroberer: Tragödie in fünf Aufzügen (1899) (PDF-Datei)
  • Die Heimathlosen, Drama in fünf Aufzügen (1899) (PDF-Datei)
  • Das tausendjährige Reich: Drama in vier Aufzügen (1900) (PDF-Datei)
  • Haus Rosenhagen, 1901 (Drama) (PDF-Datei)
  • Walpurgistag, eine Dichter-Komödie (1903) (PDF-Datei)
  • Der Strom. 1904 (Drama) (PDF-Datei)
  • Die Insel der Seligen, eine Komödie in vier Akten (1906) (PDF-Datei)
  • Das wahre Gesicht, Drama in fünf Akten und einem Vorspiel (1907) (PDF-Datei)
  • Blaue Berge, 1909 (Komödie) (PDF-Datei)
  • Der Ring des Gauklers. 1911 (Ein Spiel) (PDF-Datei)
  • Die Tat des Dietrich Stobäus, 1911 (Roman) (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Freiheit. Ein Schauspiel von 1812, 1913 (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Schloß Zeitvorbei, 1917 (Dramatische Legende) (PDF-Datei)
  • Io, 1917 (Roman) (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Hortense Ruland, Tragödie in drei Akten (1920) (PDF-Datei)
  • Ein Meteor, 1920 (Erzählung, Verl. Ullstein & Co.) (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Die Traumgesichte des Adam Thor, 1929 (Schauspiel)
  • Generalkonsul Stenzel und sein gefährliches Ich, 1931 (Roman)
  • Heinrich von Plauen, 1933 (Drama)
  • Scholle und Schicksal. Geschichte meines Lebens, 1933 (Autobiographie)
  • Jahrhundertwende. Geschichte meines Lebens 1893–1914, 1935 (Autobiographie)
  • Erntefest, 1936
  • Die Elixiere des Glücks, 1936 (Roman)
  • Kaiser Friedrich II, 1940

Filmographie

Regie
Vorlage

Literatur

  • Heinz Kindermann: Max Halbe und der deutsche Osten. Rosenberg, Danzig 1941. (= Danzig in Geschichte und Gegenwart, Band 4)
  • Werner Kleine: Max Halbes Stellung zum Naturalismus innerhalb der ersten beiden Dezennien seines dramatischen Schaffens. (1887–1900). Sporn, Zeulenroda 1937.

Verweise

Fußnoten