Hauptmann, Gerhart

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Dr. phil. h. c. mult. Gerhart Hauptmann

Gerhart Johann Robert Hauptmann (Lebensrune.png 15. November 1862 in Ober Salzbrunn in Schlesien; Todesrune.png 6. Juni 1946 in Agnetendorf) war ein deutscher Dramatiker, Schriftsteller und Nobelpreisträger für Literatur. Er gilt als der bedeutendste deutsche Vertreter des Naturalismus, hat aber auch andere Stilrichtungen in sein Schaffen integriert. Er war ein Unterzeichner des Aufrufs an die Kulturwelt am Beginn des Ersten Weltkrieges gegen Deutschland.

Unterschrift

Leben und Wirken

Gerhart Hauptmann heiratete am 5. Mai 1885 Marie Thienemann vom Hohenhaus in Radebeul. Im Juli holten sie zusammen mit Hauptmanns Bruder Carl und dessen Frau Martha (einer weiteren Schwester von Marie, Hochzeit 1884) ihre Hochzeitsreise nach Rügen nach. Sie besuchten erstmals die Insel Hiddensee, die in Zukunft ein beliebtes Reiseziel Hauptmanns werden sollte. Im September 1904 vermählte Hauptmann sich mit Margarete Marschalk, die seit 1893 seine Geliebte war. Sie hatten einen unehelichen Sohn Benvenuto (1900–1965).
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Gerhart Hauptmann war 1905 eines der ersten von 31 Mitgliedern der Berliner Sektion in der Gesellschaft für Rassenhygiene des Alfred Ploetz.
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Herkunft und Jugendzeit

Gerhart_Hauptmanns Grab
Kloster auf Hiddensee
Inschrift des Grabsteins

Gerhart Hauptmann wurde am 15. November 1862 in Ober-Salzbrunn/Schlesien im Hotel „Zur Krone“, das seinem Vater gehörte, geboren. Durch seine Herkunft war er ein echter Schlesier; seine Vorfahren waren, wie man nachweisen konnte, seit Jahrhunderten in Niederschlesien seßhaft.

1868 trat Gerhart Hauptmann in die Dorfschule ein. Von 1874 bis 1878 besuchte er die Städtische Realschule I. Ordnung am Zwinger in Breslau (bis zur Quarta). 1878/79 war er Landwirtschaftseleve bei seinem Onkel Gustav Schubert in Lohnig, dann in Lederose bei Striegau. 1879 besuchte er die Kunstschule in Breslau und studierte dann in Jena und Breslau.

Im Oktober 1880 trat er in die Bildhauerklasse der Kgl. Kunst- und Gewerbeschule in Breslau ein. Von November 1882 bis März 1883 war er Student in Jena. Von März 1883 bis März 1884 unternahm er eine Mittelmeerreise; in Rom lebte er eine Zeitlang als Bildhauer. Im Sommer 1884 verbrachte er sechs Wochen in der Zeichenklasse der Königlich Sächsische Akademie der Künste in Dresden.

1896 und 1899 erhielt er den Grillparzer-Preis und wurde 1905 Ehrendoktor der Universität Oxford und erhielt 1912 den Nobelpreis für Literatur. Er arbeitete seit 1920 als literatischer Regisseur an der Berliner Reinhardt-Bühne. 1921 war er Dr. phil. h. c. der Universität in Prag.

Werk

Kurze Einführung in Leben und Werk:[1]

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Zweiter Weltkrieg

Während des Luftangriffs auf Dresden weilte Hauptmann in einem dort ansässigen Sanatorium, weil er eine schwere Lungenentzündung auskurieren mußte. Über das Inferno sagte er:

„Wer das Weinen verlernt hat, lernt es wieder beim Untergang Dresdens. Ich stehe am Ausgangstor meines Lebens und beneide meine toten Geisteskameraden, denen dieses Erlebnis erspart geblieben ist.“

Tod

Im heimatlichen Agnetendorf erwartete Hauptmann die Besetzung durch die Rote Armee (9. Mai 1945) und der Beginn der polnischen Okkupation Schlesiens (Juni 1945). Im Mai 1946 bekam er eine Lungenentzündung mit hohem Fieber. Seine letzten Worte, angesichts der um in herum wütenden Vertreibungs- und Mordaktionen der polnischen Besatzer an seinen deutschen Landsleuten, waren:

„Bin ich noch in meinem Hause?“

Er verlor das Bewußtsein. Am 6. Juni 1946 starb der Dichter in seinem Haus „Wiesenstein“. Erst nach einigen Wochen wurde ein Sonderzug in die Sowjetisch Besetzte Zone Deutschlands genehmigt. Am 28. Juli 1946 wurde Gerhart Hauptmann bei Sonnenaufgang auf dem Inselfriedhof in Kloster auf Hiddensee beigesetzt. Margarete Hauptmann streute Erde aus dem Park des Hauses „Wiesenstein“ auf den Sarg.

Zitate

  • Friedrich Nietzsche war nicht unser Mann. Es fehlte uns damals die Zeit, subtile und komplizierte Gespinste des Gehirns, die wesentlich Selbstzweck schienen, zu verfolgen. Nein, wir hatten besseres zu tun. Wir wollten blühen, wir wollten Frucht bringen.“

Auszeichnungen

Schriften (Auswahl)

  • Der Biberpelz - Eine Diebskomödie (1893) (PDF-Datei)
  • Die Weber: (Übertragung) Schauspiel aus den vierziger Jahren (1894) (PDF-Datei)
  • Die versunkene Glocke - Ein deutsches Märchendrama (1897) (PDF-Datei)
  • College Crampton - Komödie in 5 Akten (1899) (PDF-Datei)
  • Dramatische Dichtungen (1899) (PDF-Datei)
  • Michael Kramer (1901) (PDF-Datei)
  • Der Arme Heinrich (1902) (PDF-Datei)
  • Einsame Menschen: Drama (1903) (PDF-Datei)
  • Rose Bernd - Schauspiel in fünf Akten (1903) (PDF-Datei)
  • Florian Geyer (1905) (PDF-Datei)
  • Hanneles Himmelfahrt: Traumdichtung in zwei Teilen (1905) (PDF-Datei)
  • Elga (1905) (PDF-Datei)
  • Die Jungfern vom Bischofsberg: Lustspiel (1907) (PDF-Datei)
  • Indipohdi - Dramatisches Gedicht (1921) (PDF-Datei)
  • Atlantis, Roman (1914) (PDF-Datei)
  • Die Ratten (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Vor Sonnenaufgang - Soziales Drama (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Fuhrmann Henschel (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Der rote Hahn: Tragikomödie in vier Akten (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Der Ketzer von Soana (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Schluck und Jau (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Bahnwärter Thiel, Der Apostel - novellistische Studien, Bände 1-2 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Das Friedensfest: eine Familienkatastrophe (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Und Pippa tanzt! (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Kaiser Karls Geisel: ein Legendenspiel (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Der Narr in Christo, Emanuel Quint (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Der weisse Heiland: dramatische Phantasie (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Anna (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Peter Brauer (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Phantom (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Parsival (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Lohengrin (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Promethidenloos (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Griechischer Frühling (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Der Bogen des Odysseus (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Gabriel Schillings Flucht: Drama (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Griselda (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!

Gesammelte Werke

Verfilmungen

Literatur

  • Albert Rode: Hauptmann und Nietzsche: Ein Beitrag zum Verständnis der „versunkenen Glocke“ , J. Haring (1897)
  • Adolf Bartels: „Gerhart Hauptmann“ (1897) (PDF-Datei)
  • Albert Espey: „Gerhart Hauptmann und wir Deutschen!“ (1916) (PDF-Datei)
  • Paul Schlenther:
    • „Gerhart Hauptmann - Leben und Werke“ (1922) (PDF-Datei)
    • „Gerhart Hauptmann, sein Lebensgang und seine Dichtung“ (1898) (PDF-Datei)
  • Konrad Haenisch: „Gerhart Hauptmann und das deutsche Volk“ (1922) (PDF-Datei)
  • Paul Fechter: „Gerhart Hauptmann“ (1922) (PDF-Datei)
  • Hans von Hülsen: „Gerhart Hauptmann: siebzig Jahre seines Lebens“, S. Fischer-Verlag 1932
  • „Gerhart Hauptmann. Studien zum Werk und zur Persönlichkeit. Dem Dichter zum 80. Geburtstage dargeboten“, 1942
  • Carl Friedrich Wilhelm Behl, Felix Alfred Voigt: „Gerhart Hauptmanns Leben. Chronik und Bild“, Suhrkamp Verlag 1942

Verweise

Fußnoten

  1. Felix Lorenz: „Deutsche Dichter, die unsere Jugend kennen sollte“, 1922 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!