Nationalsozialistische Volkswohlfahrt

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Nationalsozialistische Volkswohlfahrt

NSV.png
Bestehen: 1933–1945
Führer: Erich Hilgenfeldt‎

Die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) wurde am 3. Mai 1933 als Organisation der freiwilligen Wohlfahrtspflege für das deutsche Volk gegründet und war ein mit der NSDAP assoziierter Verband.

Geschichte

Gliederung des Reichsamtes für Volkswohlfahrt
Freie Schwesternschaft
Nsv tuerplakette.jpg

In der NS-Volkswohlfahrt, welche in Gau-, Kreis- und Ortsgruppenverwaltungen, Zellen und Blöcke gegliedert war, sollte der wahre Sozialismus seine Realisierung finden. Ein vorgelebter Grundsatz hieß: „Erziehung zur Selbsthilfe“. Die Volkswohlfahrt wurde geleitet vom Hauptamt für Volkswohlfahrt in der Reichsleitung der NSDAP, dessen Leiter Erich Hilgenfeldt zugleich Reichsbeauftragter für das Winterhilfswerk (WHW) war.

Winterhilfswerk

Das formal unabhängige WHW wurde ebenso von der NSV organisiert wie die Kinderlandverschickung und das Hilfswerk Mutter und Kind, das mit Hilfe der nationalsozialistischen Schwesternschaft Untersuchungen und Impfungen von Kleinkindern, Kinderspeisungen oder Mütterfreizeiten anbot.

Angegliederte Organisationen

Weitere der NSV angegliederte Organisationen waren der NSV-Bahnhofsdienst sowie das Ernährungshilfswerk. Die ehrenamtliche Tätigkeit von über einer Million Mitarbeitern sowie die Einkünfte des WHW, die Mitgliedsbeiträge und Spenden ermöglichten es der NSV, praktisch sämtliche Sozialbereiche abzudecken.

Arbeiterwohlfahrt

Gegenspielerin der NSV war die von der SPD-Politikerin Marie Juchacz im Jahre 1919 gegründete AWO. Letztere wurde kurz nach der nationalsozialistischen Regierungsübernahme im Jahre 1933 verboten.

Forderungen

Die NSV stellte zwei Grundforderungen heraus:

  1. Jeder wertvolle deutsche Volksgenosse, über den ein hartes Schicksal im Daseinskampf Not, Leid und Elend kommen ließ, hat im Rahmen der Volksgemeinschaft ein Recht auf tatkräftige Hilfe seitens dieser Gemeinschaft, mit der er schicksalhaft verkettet ist.[1]
  2. Jeder anständige deutsche Mensch, den ein gnädiges Schicksal mit Gesundheit und materiellen Gütern mehr segnete als andere, hat die Pflicht, im Namen der Volksgemeinschaft anderen bedrängten Volksgenossen tatkräftige Hilfe durch freiwillige Opfer persönlichen Einsatzes und sachlicher Art zu leisten.[2]

Aufgaben

Demgemäß hatte die NSV zwei Hauptaufgaben:

  • Sie hatte dafür zu sorgen, daß nach dem Willen Adolf Hitlers kein Volksgenosse hungert und friert.
  • Sie sollte das deutsche Volk zu steter Opferbereitschaft erziehen.

Die beiden Hauptarbeitsgebiete der NSV waren die Hilfswerke „Mutter und Kind“ und das „Winterhilfswerk des deutschen Volkes“ (WHW).

Hilfswerk MuK

Das Hilfswerk „Mutter und Kind“ ging von dem Gesichtspunkt aus, daß die erbgesunde Familie die wichtigste Zelle im Volkskörper darstellt. Diese erbgesunde Familie galt es zu pflegen, zu fördern, vor wirtschaftlicher Not zu bewahren und gesund zu erhalten. Wirtschaftliche Hilfe, Arbeitsplatzhilfe und Wohnungshilfe dienten diesen Zielen. Der gesundheitlichen Förderung der Mütter und Kinder sollte die Mütter- und Kindererholungsfürsorge dienen. Vorbildliche Kindergärten im nationalsozialistischen Geiste sollten die Betreuung vorschulpflichtiger Kinder in Stadt und Land – besonders auch während der Erntezeit – übernehmen; sie sollten in frühester Kindheit über Standesunterschiede und Konfessionen hinweg die Kinder an den Gemeinschaftsgedanken gewöhnen.

Winterhilfswerk

Das „Winterhilfswerk“ wurde erstmalig im Herbst 1933 unter der Parole „Kampf gegen Hunger und Kälte" ausgerufen. Rund 17 Millionen Volksgenossen litten zu Beginn des WHW an den Folgen der ungeheuren Wirtschaftskrise und hatten weder das tägliche Brot ausgiebig noch den notwendigen Winterbedarf. Beispiellos in der Geschichte aller Zeiten und Völker und mit ungeheurer Zähigkeit wurde Jahr für Jahr die gewaltige Aufgabe gelöst. Mit dem Rückgang und schließlich dem Verschwinden der Arbeitslosigkeit wurde das WHW mehr und mehr zu einer Hilfe zusätzlicher Art für Volksgenossen mit geringem Einkommen.

Die ungeheuren Mittel, die die NSV jährlich für die genannten Zwecke verwendet hatte, wurden lediglich aus freiwilligen Spenden des Volkes aufgebracht. Zur Aufbringung der Mittel dienten: Opfertage während des Winterhalbjahres, Verkauf von Abzeichen und Plaketten verschiedenster Art, Abzüge vom Lohn oder Gehalt, Pfundsammlung, WHW-Lotterie, Sammlung von Wäsche und Kleidungsstücken, Freiplatzspenden („Adolf-Hitler-Freiplatzspende“), „Ernährungshilfswerk“ (Sammlung von Küchen- und Nahrungsmittelabfällen für Schweinemast) usw. Reichsbeauftragter für das WHW war Erich Hilgenfeldt.

Kinderlandverschickung

Durch Kinderlandverschickung (Ferienplätze in gesunden Gegenden) wollte die NSV die Gesundheit bedürftiger Kinder fördern und kräftigen. Die Übernahme von Patenschaften durch NSV-Mitglieder sollte der persönlichen Betreuung einzelner Kinder in dringenden Fällen dienen. Der ungeheuren Bedeutung all dieser Aufgaben entsprechend, war bei jeder NSV-Ortsgruppe eine Hilfsstelle „Mutter und Kind“ eingerichtet.

Luftnotgebiet – Kein Platz für Kinder
„Unsere Kinder sind die Zukunft unseres Volkes. Sie vor den Gefahren der Terrorangriffe der Anglo-Amerikaner zu schützen, hat sich die NS-Volkswohlfahrt zur vordringlichen Aufgabe gemacht. Kein Elternpaar sollte darum zögern, ihre Kinder im Rahmen der Umquartierung in weniger luftgefährdete Gebiete zu senden. Wöchentlich verlassen mehrere Transporte der NSV Berlin, um Mütter und Kinder in sichere Obhut zu bringen. Auch die Puppen müssen die Reise antreten.“[3]

Hilfswerke und Dienstleistungen

Folgende Hilfswerke und Institutionen unterstanden der NSV:

Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV), Berlin.jpg

Bildergalerie

Fußnoten

  1. vgl. Satzung der NSV
  2. vgl. Satzung der NSV
  3. Aufruf 1944