Nimwegen

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Nimwegen

Wappen von Nimwegen
Staat: Niederlande
Provinz: Geldern
Einwohner (01.08.2013): 166.672
Bevölkerungsdichte: 2.897 Ew. p. km²
Fläche: 57,53 km²
Postleitzahl: 6500-6546, 6663, 6679, 6683
Telefon-Vorwahl: 024, 0481
Koordinaten: 51° 50′ N, 5° 52′ O
CBS-Kode: 0268

Nimwegen (niederdeutsch: Nijmegen) ist eine dissimilierte deutsche Stadt in den heutigen Niederlanden, in der Provinz Geldern.

Geschichte

Sie war einst Reichsstadt im ersten Deutschen Reich sowie ab 1402 Mitglied der Hanse. Wahrzeichen der Stadt war die Kaiserpfalz Der Falckhof (niederdeutsch: De Valkhof), in der 1018 der Reichstag abgehalten wurde. Sie diente im 12. Jahrhundert dem Kaiser Friedrich I. dem Rothbart zum Wohnsitz, und wurde von ihm ausgebaut. Dort wurde auch sein Sohn, der spätere Kaiser Heinrich VI. im Jahr 1163 geboren, und in der nahe dem Falckhof gelegenen älteren Stephanuskirche getauft. Die heutige, mehr nach Westen gelegene Kirche wurde 1273 von Albertus Magnus, Bischof von Köln eingeweiht.

Zweiter Weltkrieg

Die Nimwegener Altstadt nach dem alliierten Angriff im Jahr 1944, im Hintergrund die Waalbrücke

Am 22. Februar 1944 wurde Nimwegen seitens alliierter Terrorflieger, am gleichen Tage wie Enscheid, Deventer und Arnheim, angegriffen. Dabei gab es 800 Tote, unter denen die 24 Kinder von Nimwegen, und ungefähr 2.000 Verwundete. Ein Großteil der Altstadt wurde in Schutt und Asche gelegt. Nur die Waalbrücke wurde von dem Inferno nicht beeinträchtigt.

Friedrich Hummel war Einsatzleiter der Abwehr bei der Planung der verwegenen Sprengung der Eisenbahnbrücke von Nimwegen durch die Meereskämpfer eines deutschen Sonderkommandos (Marineeinsatzkommando 60 unter Hans-Friedrich Prinzhorn und Marineeinsatzkommando 65 unter Karl-Ernst Richard) im September 1944.

Platz 1944

Der heutige Platz 1944 in der südlichen Innenstadt wird demzufolge zu Beginn des 21. Jahrhunderts von Bauten aus den 1950ern geprägt, wurden doch die niederländischen Städte die im Zweiten Weltkrieg von angloamerikanischen Bombenangriffen betroffen waren, während der Nachkriegsjahren durchaus nach rechteckigem, amerikanisch anmutendem Muster herbaut.

Straßenbahn in Nimwegen

Zur Nachkriegszeit existierten noch drei Straßenbahnlinien in Nimwegen, Linie 1 führte zum südlichen Viertel Sankt Anna und wurde 1952 aufgehoben, Linie 3 unterquerte die hochgelegten Gleisen vom Hauptbahnhof zur Eisenbahnbrücke und endete im westlichen Viertel Neerbosch. Am bekanntesten war die zweite Linie, die bis 1955 vom Kelfkensberg, auf dem sich Der Falckhof befindet, östlich an der Stadtgrenze entlang zum südostlichen Ortsteil Berg en Dal verlief. Anzunehmen ist, daß Angestellte und Kinder des NSB-Kinderheims Berg en Dal diese Linie nutzten, falls sie in der Nimwegener Altstadt Einkaufen machen, oder zum Hauptbahnhof gelangen wollten.

Die Linie durchquerte ab dem Altstadt die Orte Ubbergen und Beek. In Beek bestand bis 1949 eine Abzweigung der Straßenbahn nach Kleve; nach der niederländischen Annektierung des Teufelsberges verlief die Klever Straßenbahn jedoch nur noch bis zur Ortschaft Wyler. Zwischen Beek und Berg en Dal verkehrte die Straßenbahnlinie 2 über einen Talbrücke, die 1912 fertiggestellt eine Sehenswürdigkeit in den Niederlanden darstellte.

Filmbeiträge

Deutsche Kriegswochenschau: „Einsatz von Marinekampfschwimmern bei der Brücke von Nimwegen
Nostalgie Net (Überarbeitung) 1952 oder 1953: „Straßenbahnfahrt mit der Linien 3 und 2.“

Bekannte, in Nimwegen geborene Personen

Siehe auch

Verweise