Philadelphia

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Philadelphia ist eine Stadt im Bundesstaat Pennsylvanien in den Vereinigten Staaten. Die Stadt ist nach Neu York die zweitgrößte Stadt der VS-amerikanischen Ostküste. Philadelphia ist als die Stadt bekannt, in der die Vereinigten Staaten gegründet wurden und hat mehr historische Stätten, die in Zusammenhang mit der VS-amerikanischen Geschichte stehen, als jede andere Stadt in den VSA. [1] Der „Birthplace of America“ entwickelte sich gegen Ende des 20. und im 21. Jahrhundert zu einer Kriminalitätshochburg, in der Weiße in der Minderheit sind, auch wenn der Stadt aufgrund ihrer Geschichte noch eine große Bedeutung zugeschrieben wird und sie den Ruf einer „wenig hektischen Großstadt“ genießt.[2]

Stadtbild von Philadelphia
Stadtbild von Philadelphia

Bevölkerung

Bloyd Street in Germantown

Die Bevölkerung Philadelphias setzt sich zusammen aus 34,9% Weißen, 42,5% Negern, 14,1% Latinos, 7,1% Asiaten und 1,4% anderer Ethnien (Stand: 1. Juli 2018). Die Stadt beherbergt rund 1,5 Millionen Einwohner, in der Metropolregion leben über sechs Millionen Menschen.[3]

Geschichte und Geographie

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Philadelphia befindet sich im Südosten von Pennsylvanien zwischen dem Schuylkill und dem Delaware River, rund 210 Kilometer nordöstlich von Washington D.C.. Die Stadt wurde 1682 von William Penn, einem aus England stammenden Quäker, gegründet. Vom englischen König Karl II. erhielt er Land in der Größe des heutigen Bundesstaates Pennsylvanien, zu dem auch das etwa fünf Quadratkilometer große Gelände zwischen dem Delaware River und dem Schuykill River gehörte. Auf der Grundlage „religiöser Freiheit“ legte Penn genau dort den Grundstein für eine neue Kolonie. Seine Stadt sollte als „heiliges Experiment“ eine „grüne Stadt auf dem Land“ sein. Er beauftragte Captain Thomas Holmes mit dem Entwurf einer klar gegliederten Ansiedlung, durch die sich breite Straßen ziehen und die über zahlreiche öffentliche Grünanlagen verfügen sollte. Die öffentlichen Plätze, um welche die Stadt angelegt wurde, existieren heute noch: Der Washington-, Franklin-, Rittenhouse- und Logan-Square, das Rathaus steht zentral auf dem Center-Square. Aufgrund der günstigen Lage nahe der Atlantikküste und den gut zugänglichen Hafenanlagen wuchs Philadelphia im 18. Jahrhundert schnell zur zweitgrößten Stadt der englischsprachigen Welt heran und wurde zum Anziehungspunkt und Zentrum der dreizehn Kolonien.[4]

Wiege der Unabhängigkeit

Die Geschichte Philadelphias von 1774 bis 1800 ist eng mit der Amerikanischen Revolution und dem Entstehen der Vereinigten Staaten von Amerika verbunden. Mit der Ausdehnung der Kolonien entwickelte sich Philadelphia zum Zentrum des Widerstandes gegen die britische Krone. Der erste Kontinentalkongreß, auf dem die große Unzufriedenheit gegenüber der englischen Krone und König Georg III. zum Ausdruck gebracht wurde, trat im Jahr 1774 in der Carpenters Hall in Philadelphia zusammen. Im State House, das man später in „Independence Hall“ umbenannte, versammelte sich 1775 der zweite Kontinentalkongreß, der in der Folge die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung ausarbeitete. Das State House war schließlich auch der Ort, an dem die Kolonien 1776 ihre Unabhängigkeit proklamierten. Zwischen 1790 und 1800 war Philadelphia dann Hauptstadt, bevor der Regierungssitz nach Washington D.C. verlegt wurde. Diese Viertel der politischen Entscheidungen, die letztlich zur Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten führten, werden gerne als die „geschichtsträchtigste Quadratmeile der Vereinigten Staaten“ bezeichnet.[1][4]

Fremdenverkehr

Philadelphia ist aufgrund der Geschichte ein beliebtes Ziel des Fremdenverkehrs. Mit der Freiheitsglocke (Liberty Bell) und der Independence Hall verfügt die Stadt über zwei der wichtigsten Denkmäler, die an die amerikanische Unabhängigkeit erinnern. Das Independence Visitor Center ist das Besucherzentrum für den Großraum Philadelphia.[5] Eine der größten Freimaurerlogen befindet sich in Philadelphia, ebenso ein großes jüdisches Museum.[4]

Sehenswürdigkeiten

  • Edgar Allan Poe National Historic Site - Wohnhaus des Autors Edgar Allan Poe
  • Glen Foerd of the Delaware - Herrenhaus von 1850 in Flußlage, Museum
  • Independence National Historic Park - Unabhängigkeitspark und Freiheitsglocke
  • The Masonic Temple - eine der größten Freimaurerlogen der VSA
  • Museum of Art - Meisterwerke aus Europa, Asien, Nord- und Südamerika
  • Park House Guide (Museum of Art) - Kunstmuseum in 7 Häusern des 18. Jahrhunderts
  • Pennsylvania Academy of Fine Arts - beste Sammlung amerikanischer bildender Kunst
  • Rosenbach Museum & Library - Bücher, Antiquitäten und bildende Kunst
  • Woodmere Art Museum - Kunst&Künstler der Region
  • Historic Bartram's Garden - ältester botanischer Garten der VSA
  • American Swedish Historic Museum - schwedischer Einfluß in Amerika
  • Polish American Cultural Center - Polen und Amerika[2]

Philadelphia beheimatet eine Vielzahl von Museen. Die Stadt bietet unter anderem das Philadelphia Museum of Art; die Barnes Foundation, das Philadelphia Orchestra und das Pennsylvania Ballet stehen für das kulturelle Angebot der Stadt.[1]

Bildergalerie

Verkehrsverbindungen

„Weiße Angst“ in Philadelphia, Philadelphia Magazine, Januar 2013

Flugverkehr

Aus Europa bestehen tägliche Flugverbindungen u.a. von Frankfurt am Main und München. Der Philadelphia International Airport ( PHL) ist der Flughafen der Stadt.

Straße

Die Stadt ist über die Fernstraßen 76 und 95 an den automobilen Fernverkehr angebunden. Die Highways 1, 13 und 30 stellen die Anschlußstraßen der Stadt an die Umgebung dar.[2]

Klima und Temperaturen

Philadelphia hat ein normales Klima mit kalten Wintern und einem heiß-feuchten Sommer. Die Durchschnittstemperatur der Stadt liegt bei ca. 22 Grad Celsius.[1] Das Klima erlaubt Weinanbau rund um die Stadt. Die Schwerpunkte liegen im Bucks County (Buckingham, Chalfont, Erwinna, New Hope, Pipersville und Rushland) sowie im Chester County (Avondale, Chester Springs, Coatsville, Elverson und Kemblesville). Wein wird ferner angebaut in Chadds Ford im Delaware County, in Telford im Montgomery County und auch in Philadelphia selbst.[2]

Bildung

Mit der Drexel University, der Temple University und der University of Pennsylvania verfügt die Stadt über drei Hochschulen. [2]

Kriminalität

Philadelphia gehört zu den gefährlichsten Städten der Vereinigten Staaten. Philadelphia liegt in Bezug auf Kriminalität, insbesondere Gewalttaten, regelmäßig über dem nationalen Durchschnitt. Es hat die höchste Gewaltkriminalitätsrate von Städten über eine Millionen Einwohnern und weist das dreifache des Kriminalitätsindex des Bundesstaates auf; pro Quadratmeile steigt der Index auf das rund zehnfache, die vierfach überhöhte Mordrate bezogen auf den Bundesindex verdeutlicht die gelebte Gewalt jenseits der Besuchspunkte.[6]

Sonstiges

1964 kam es zu Rassenunruhen (Philadelphia Race Riot). Ausgangspunkt waren Angriffe eines Negerpöbels auf Polizisten während einer Verkehrskontrolle. Heute werden diese Vorgänge, bei denen später gezielt weiße Geschäfte von Negerbanden geplündert wurden, im Zuge der politischen Korrektheit als Zeichen übermäßiger Polizeigewalt dargestellt.[7] Der Stadtteil Deutschenstädtel wurde von deutschen Einwanderern gegründet. Frankfurt am Main ist Partnerstadt von Philadelphia. Die Stadt war Namensgeber für das Schwulendrama „Philadelphia“, was Tom Hanks einen Oscar einbrachte.

Verweise

Fußnoten