Dienstauszeichnung

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Preußisches Dienstauszeichnungskreuz für Offiziere (25 Dienstjahre)

Dienstauszeichnungen wurden und werden von Ländern und Staaten an Soldaten und Zivilisten verliehen, die sich langjährig um das Land verdient gemacht haben.

Deutschland

Königreich Bayern

Im Königreich Bayern konnte der Ludwigsorden für 50jährige Dienste und die Dienstauszeichnungskreuze I. und II. Klasse für 40-, bzw. 24-jährige Dienstzeit verliehen werden, wobei Offiziere, Ärzte und Beamte die Kreuze beider Klassen erhielten, das Kreuz I. Klasse aber auch an Mannschaften vergeben wurde.

„Die Dienstauszeichnungen in der bayerischen Armee wurden erstmals am 13. Januar 1816 durch König Max I. gestiftet. Die Auszeichnung war ein Veteranenschild und wurde an Unteroffiziere und Soldaten für 40 und 24 Jahre Dienstzeit in der bayerischen Armee vergeben. Die Dienstzeit wurde bis dahin durch weiße Streifen (Chevrons) am oberen Ärmel der Uniform kenntlich gemacht. Alle 6 Jahre kam ein Streifen dazu. Mit 18 Jahren Dienstzeit hatte der Soldat also 3 Streifen auf dem Oberarm. Danach wurden die Veteranenschilder auf rotem Tuch verliehen. Am 03. März 1865 stiftete König Ludwig II. neue Dienstauszeichnungen (Dienstalterszeichen) in Kreuzform für 40 und 24 Jahre die nun auch an Offiziere und Militärbeamte verliehen wurde. Am 21. Januar 1876 wurden ebenfalls durch König Ludwig II. neue Dienstauszeichnungen in 3 Klassen für Unteroffiziere und Soldaten in Schnallenform gestiftet. Die Dienstjahre wurden auf 21 für die 1. Klasse, 15 Jahre für die 2. Klasse und 9 Jahre für die 3. Klasse herabgesetzt. Die neue Dienstauszeichnung wurde am 30. August 1913 durch den Prinzregenten Luitpold eingeführt. Sie bestand nunmehr aus einem Kreuz als 1. Klasse für 15 Jahre und 2 Medaillen für 12 und 9 Jahre Dienstzeit als 2. und 3. Klasse. Die alte Dienstauszeichnung in Schnallenform konnte umgetauscht werden.“ — ehrenzeichen-orden.de

Königreich Preußen

Die militärische Dienstauszeichnung im Königreich Preußen wurde im Jahre 1825 gestiftet und konnte an Unteroffiziere und Mannschaften in drei Klassen (von III. bis I.) für 9-, 15- und 21-jährige Dienstzeit verliehen werden. Sie bestand aus einer eisernen, silbernen oder goldenen Schnalle mit dem Namenszug F. W. III. auf blauem, entsprechend schwarz, weiß oder gelb gerändertem Band. Das königlich preußische Dienstauszeichnungskreuz für Offiziere und Ärzte nach 25jähriger Dienstzeit, ebenfalls im Jahr 1825 gestiftet, war ein goldenes Kreuz an blauem Band im Mittelschild mit dem Namenszug F. W. III.. Im Revers die römische Ziffer XXV (25).

Die Landwehrdienstauszeichnung für Dienste in der Landwehr wurde 1842 gestiftet und an Offiziere und Mannschaften nach erfüllter Dienstpflicht vergeben, wenn sie einen Feldzug mitgemacht oder bei außergewöhnlicher Veranlassung drei Monate aktiv gedient hatten. Sie bestand aus einem preußischblauen Band mit zwei kleinen goldenen gestickten Landwehrkreuzen rechts und links, dazwischen ein goldgesticktes Monogramm F.W.IV. (Friedrich Wilhelm IV.). Das Band wurde über eine Platte gezogen, die auf einen eisernen Rahmen gelötet war. Als am 4. Juli 1868 eine weitere Klasse der Landwehrdienstauszeichnung für Offiziere und Ärzte für 20jährige Dienste gestiftet wurde, bezeichnete man die ursprüngliche, 1842 gestiftete Auszeichnung als II. Klasse und die neue Auszeichnung als I. Klasse. Die Auszeichnung erster Klasse bestand aus einem silbernen Tatzenkreuz an blauem Band mit dem Monogramm WR (Wilhelm Rex) auf der Vorderseite und XX (20 Dienstjahre) auf der Rückseite.[1]

Königreich Sachsen

Die Dienstauszeichnungen des Königreiches Sachsen waren eine staatliche Auszeichnung und wurden erstmals 1831 gestiftet und bis zum Jahr 1918 in drei verschiedenen Modell verliehen.

Militär-Dienstauszeichnung des österreichischen Kaiserreiches (ab 1849), I. Klasse für 50 Dienstjahre, mit Rudolfskrone und flatternden Pendilien am Dreiecksband

Die erste militärische Dienstauszeichnung in Medaillenform (in Bronze und Silber), wurde am 24. Dezember 1831 durch König Anton und dessen Mitregenten Friedrich August II. gestiftet und löste die bis dahin verwendeten „Tuchfarben“ auf der Uniform ab.

Königreich Württemberg

Das Königreich Württemberg verlieh seit 1874 das Dienstehrenzeichen I. Klasse, ein goldenes Kreuz, für 25 Dienstjahre an Offiziere und Ärzte, jedoch für 30 Dienstjahre auch an Unteroffiziere. Das Ehrenzeichen II. Klasse, ein silbernes Kreuz, wurde für 21-jährige Dienstzeit an Unteroffiziere und Mannschaften vergeben. Eine eiserne Schnalle mit goldenen oder silbernen Verzierungen für 15- und 9-jährige Dienstzeit ging an Unteroffiziere und Mannschaften. Alle Dienstehrenzeichen wurden an rotem, blau gerändertem Band getragen.

Österreich

Deutsches Reich 1933 bis 1945

Bundesrepublik Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland (BRD) hat Dienstauszeichnungen nicht wieder eingeführt.

Fußnoten

  1. Jörg Nimmergut: Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945, München 1997, S. 1115f.