Reichsparteitag (1923)

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Die ersten vier Standarten, München 1923 auf dem Marsfeld.

Der Reichsparteitag im Jahre 1923 war eine Veranstaltung der NSDAP in München.

Verlauf

Am 24. Februar 1920 wurde die NSDAP gegründet und nach drei Jahren erfolgte schon der erste Reichsparteitag.

Die Veranstaltung fand zwischen dem 27. und dem 29. Januar 1923 statt.

Die bayerische Staatsregierung war keineswegs einverstanden mit diesem Parteitag. Allzu stark war schon der Einfluß der NSDAP geworden. Daher verbot die bayerische Regierung vorläufig die öffentliche Kundgebung unter freiem Himmel. Zur Sicherheit wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Nach einigem Hin und Her fand der Parteitag statt, nicht in sechs, sondern in zwölf Sälen und die Fahnenweihe fand auf dem Marsfeld unter freiem Himmel statt, so, wie es Hitler angekündigt hatte. Ein gewaltiges Bild rollte auf. Tausende umsäumten den weiten Platz, von dem aus am Ende des Jahres die Revolution ausbrechen sollte. Tausende, mit Blumen geschmückt, die Windjacke angezogen, schworen Adolf Hitler die Treue. Vier Standarten wehten im Wind, harrten der Weihe. Alle Getreuen waren versammelt, darunter Dietrich Eckart und Hermann Esser.

Die Eintritte in die NSDAP mehrten sich so, daß vorübergehend - zum ersten Mal - die Geschäftstelle den Anforderungen nicht gewachsen war, und zeitweise die Schalter schließen mußten, um alle Anmeldungen bearbeiten zu können. Der Parteitag war ein unbestrittener Triumph der NSDAP. Am Abend waren sämtliche 12 Versammlungen schon Stunden vorher überfüllt.

Acht Tage später erschien der „Völkische Beobachter“ zum ersten Mal als Tageszeitung. Einen Monat später übernahm Alfred Rosenberg die Schriftleitung. Der Parteitag hatte gezeigt, daß eine Tageszeitung von der NSDAP getragen werden konnte.

Medium „Film“

Bei dieser Veranstaltung wurde auch das neue Medium „Film“ genutzt. Dietrich Eckart hatte aus seinen eigenen Mitteln einen Kraftwagen zur Verfügung gestellt, damit die Hauptereignisse des Parteitages vom Januar 1923 gefilmt werden konnten. Dieser Bildstreifen konnte infolge ungenügender Materialqualität schon in den 20er Jahren nicht mehr aufgeführt gewesen.

Der Film war zunächst im privaten Besitz Ludolf Haases, der ihn später aber dem Hauptarchiv der NSDAP übereignete. Dieses Archiv versuchte, das Filmmaterial, das die Mängel der Inflationszeit trägt, wieder aufzuarbeiten. Man hatte in den 30er Jahren Positiv-Kopien von diesem Film angefertigt, die dann eine Vorführung möglich machten.

Verwunderlicherweise zeigen diese Aufnahmen kein Bild von Adolf Hitler, sondern sie zeigen die Weihe der ersten vier Standarten, die in einen Viereck angetreten waren. An diese Standartenweihe schloß sich der Marsch zum Sendlinger Tor an.

Siehe auch