Triumph des Willens

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DOKUMENTATION

Deckblatt Filmkurier Triumph des Willens.jpg
Filmdaten
Originaltitel: Triumph des Willens
Produktionsland: Deutsches Reich
Erscheinungsjahr: 1935
Sprache: Deutsch
Produktionsfirma: Reichsparteitagfilm der L. R. Studio-Film,
Im Auftrag von: Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei
IMDb: deueng
Stab
Regie: Leni Riefenstahl,
Regieassistenz: Erna Peters,
Guzzi Lantschner,
Otto Lantschner Walter Prager
Produzent: Leni Riefenstahl,
Produktionsleitung: Walter Traut (Technische Leitung),
Walter Prager (Technische Leitung)
Musik: Herbert Windt,
Ton: Siegfried Schulze,
Ernst Schütz
Tonschnitt: Bruno Hartwich,
Alice Ludwig
Tonassistenz: H. Bullerjahn,
H. Degner,
K. Drews
Kamera: Sepp Allgeier (Fotografische Leitung),
Karl Attenberger,
Werner Bohne,
Walter Frentz,
Hans Karl Gottschalk
Kameraassistenz: Peter Hailer,
Richard Böhm,
Sepp Ketterer,
Wolf Hart,
Peter Haller
Optische Spezialeffekte: Hans Noack (Trickaufnahmen),
Standfotos: Rolf Lantin,
Bauten: Albert Speer,
Walter Brugmann (Filmtechnische Bauten),
Architekt Seegy (Filmtechnische Bauten)
Aufnahmeleitung: Arthur Kiekebusch,
Schnitt: Leni Riefenstahl,
Leni Riefenstahl bei den Aufnahmen des Tonfilms vom Reichsparteitag in Nürnberg[1]

Triumph des Willens ist ein Film über den Reichsparteitag der NSDAP 1934 in Nürnberg, der unter dem gleichnamigen Motto stand, und gilt als eines der grandiosesten Werke der Regisseurin Leni Riefenstahl. Er ist einer der drei Filme von Riefenstahls Parteitagstrilogie. Nach dem Ende des Dritten Reiches wurde diese Produktion wegen Verbreitung nationalsozialistischen Gedankengutes als sogenannter Vorbehaltsfilm eingestuft.

Inhaltsverzeichnis

Auszeichnungen

Produktion

Der Dokumentarfilm enthält Bildmaterial vom Parteitag 1934 mit seinen Paraden und Aufzügen sowie zahlreiche Auszüge aus Reden verschiedener Politiker und Persönlichkeiten während des Parteitages, unter anderem von Adolf Hitler. Das vorrangige Thema ist die Rückkehr Deutschlands als Großmacht unter seinem Führer Hitler. Der Titel ist eine Anlehnung an Friedrich Nietzsches Schlagwort vom „Willen zur Macht

Triumph des Willens wurde 1935 veröffentlicht und wurde weltweit zu einem der bekanntesten Beispiele für Propagandafilme. Riefenstahl verwendete einerseits neuartige Techniken wie bewegte Kameras, Teleobjektive und Luftaufnahmen, doch setzte sie auch bewährte Mittel ein wie die Untermalung mit Musik, schnelle Schnitte und raffinierte Bildmontagen, was schließlich Triumph des Willens zu einem filmgeschichtlich und ästhetisch bahnbrechenden Film machte.

Riefenstahl gewann mehrere Preise in Deutschland, aber auch in den VSA, Frankreich, Schweden und anderen Ländern. Bereits 1937 wurde Riefenstahl für diesen Film während der Weltausstellung in Paris mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Das Werk beeinflußte mit seiner Ästhetik nach dem Zweiten Weltkrieg Spielfilme, Dokumentarfilme und Werbefilme bis heute.

Die Premiere des Filmes fand am 28. März 1935 im Berliner Kino Ufa-Palast statt.

Handlung

Der Film beginnt mit einem Prolog, dem einzigen Kommentar im Film. Nach langer anfänglicher Schwarzeinblendung, nur untermalt durch Musik, erscheint auf einer Steintafel folgender Text:

„Am 5. September 1934 … 20 Jahre nach Ausbruch des Weltkrieges … 16 Jahre nach dem Anfang deutschen Leidens … 19 Monate nach dem Beginn der deutschen Wiedergeburt … flog Adolf Hitler wiederum nach Nürnberg um Heerschau abzuhalten über seine Getreuen.“

Tag 1: Der Film beginnt mit Aufnahmen der Wolken über der Stadt. Dann bewegt sich die Kamera durch die Wolken um über den Massen zu schweben und Schönheit und Würde auszustrahlen. Der Schatten von Hitlers Flugzeug ist zu sehen, während es über die winzigen marschierenden Menschen fliegt, begleitet durch Musik aus Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, welche langsam in das Lied „Deutschland, erwache!“ übergeht. Als Hitler den Nürnberger Flughafen erreicht, wird er unter donnerndem Applaus von einer euphorischen Menge empfangen. Er fährt dann ebenso bejubelt zu seinem Hotel, wo später eine nächtliche Kundgebung stattfindet.

Tag 2: Der zweite Tag beginnt mit einer Montage, bei der die Anwesenden sich auf die Eröffnung des Reichsparteitages vorbereiten. Die Führungsriege der Partei erreicht währenddessen die Luitpoldarena. Es folgt ein Schnitt zur Eröffnungszeremonie, in der Rudolf Heß den Beginn des Parteitages verkündet. Der Film führt dann mehrere hochrangige NSDAP-Mitglieder ein; unter anderem Joseph Goebbels, Alfred Rosenberg, Hans Frank, Fritz Todt, Robert Ley und Julius Streicher. Danach ist eine Kundgebung über den Reichsarbeitsdienst zu sehen. Hier hält Hitler seine erste Rede über die Verdienste der Reichsarbeiter und lobt ihre Leistungen bei der Wiedererrichtung Deutschlands. Der Tag endet mit einer SA-Parade im Fackelschein.

Tag 3: Der dritte Tag beginnt mit einer Kundgebung der Hitler-Jugend auf dem Paradeplatz. Wieder zeigt die Kamera die Ankunft der Würdenträger und die Einführung Hitlers durch Baldur von Schirach. Hitler spricht zur Jugend und vermittelt ihr, warum sie „friedfertig und mutig zugleich“ sein soll, und warum sie sich „stählen“ muss. Es folgen Bilder der Wehrmacht einschließlich Kavallerie und verschiedener Panzer. In dieser Nacht hält Hitler bei Fackelschein eine Rede vor weiteren Parteimitgliedern, in der er des ersten Jahres nach dem Wahlsieg der NSDAP gedenkt und erklärt, daß die Partei und der Staat eine Einheit seien.

Tag 4: Der vierte Tag stellt den Höhepunkt des Filmes dar. Hier werden die einprägsamsten Bilder gezeigt. Hitler, begleitet von Heinrich Himmler und Viktor Lutze, schreitet durch ein Meer von mehr als 150.000 SA- und SS-Männern, um einen Gedenkkranz am Denkmal des Ersten Weltkrieges niederzulegen. Hitler und Lutze halten dann jeweils eine Rede vor den Truppen über den Röhm-Putsch in der SA einige Monate zuvor. Lutze beteuert einmal mehr die Loyalität der SA zur Regierung, und Hitler spricht die SA von jeglichen Verbrechen, welche durch Ernst Röhm veranlaßt wurden, frei. Die neuen Parteiflaggen werden durch Berührung mit der Blutfahne geweiht. Anschließend findet die Parade statt, an Hitler marschieren verschiedene Verbände der Partei und des Staates vorbei, anschließend hält er in der Luitpoldhalle seine Abschlußrede. Unter Sieg Heil-Salut durch Rudolf Heß und die versammelten Menschen ist der Parteitag beendet. Der Film blendet aus, während das Horst-Wessel-Lied ertönt.

Im Kern des Filmes trifft Hitler die Aussage:

„Nicht der Staat befiehlt uns, sondern wir befehlen dem Staate!“

Auswirkungen

Weltweit unumstritten ist die Ansicht, daß Riefenstahl völlig neue und richtungweisende Kamera- und Regietechniken verwendete und der Film großen Einfluß auf die Entwicklung der modernen Filmtechnik hatte.

Triumph des Willens hat viele Künstler der jüngeren Zeit stark beeinflußt, unter anderem Regisseure wie Peter Jackson, George Lucas und Ridley Scott. Auf seiner Hochzeit erzählte beispielsweise Mick Jagger Riefenstahl, daß er den Film mindestens 15mal gesehen habe.

Der Film wurde sogar als Referenz für die Präsidentschaftskampagne von Nelson Rockefeller 1968 in den VSA angegeben und beeinflußte damit die Praxis der amerikanischen Wahlwerbung. Auch jüngere Wahlkampagnen wurden häufig mit Triumph des Willens verglichen.

Triumph des Willens ist in der BRD nicht verboten (indiziert), unterliegt jedoch als NSDAP-Propaganda Aufführungsbeschränkungen (Vorbehaltsfilm). Öffentliche Vorführungen erfolgen nur mit Kommentar zum Zwecke der staatsbürgerlichen Aufklärung oder zu ähnlichen Zwecken. Als Video oder DVD ist der Film nur im Ausland erhältlich.

Der Film


Triumph des Willens von Leni Riefenstahl
(Deutsche Originalsprache mit englischen Untertiteln)

Bildergalerie

Siehe auch

Literatur

  • Martin Loiperdinger: Der Parteitagsfilm „Triumph des Willens“ von Leni Riefenstahl. Rituale der Mobilmachung. Opladen, Leske + Budrich 1987, ISBN 3-8100-0598-3
  • Jürgen Trimborn: Leni Riefenstahl – Eine deutsche Karriere. Biographie, Berlin, Aufbau Verlag 2002, 600 S., 54 Abb., Zeittafel, Personenregister, Filmographie ISBN 3-7466-2033-3
  • Sabine Hake: German National Cinema. London, Routledge 2003, VIII, 232 S., Ill., ISBN 0-415-08902-6

Verweise

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Fußnoten

  1. Filmwelt – Das Film- und Foto-Magazin, Nr. 38, 23. September 1934
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