Remigration

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Remigration oder Rückwanderung (lat. remigrare „zurückwandern“) ist die freiwillige, anreizgeförderte oder erzwungene Rückkehr eines Einwanderers in sein Herkunftsland. Remigrationismus ist die geistige und politische Bewegung, die diese Rückwanderung fordert und fördert. Sie spielt eine zunehmende Rolle bei der Schicksalsfrage Europas, wie die laufende Enteuropäisierung des Kontinentes abzuwenden ist.

Begriffserklärung

Die Remigration ist das Gegenteil der Immigration. Sie kann freiwillig erfolgen oder vom Aufnahmeland veranlaßt oder erzwungen werden. Im letzteren Falle spricht man je nach Kontext von Rückführung, Abschiebung, Ausweisung oder Deportation. Der Staat kann auch eine mittlere Position beziehen und aktive Anreize zur Remigration setzen wie etwa eine finanzielle Aufwandsentschädigung. Auch das Herkunftsland kann ein Interesse an der Rückführung seiner Bürger besitzen, beispielsweise zur Rekrutierung neuer Arbeitskräfte oder zur Peuplierung unterbevölkerter Landstriche mit Volksangehörigen.

Begriffsabgrenzung

Während der Antiimmigrationismus zunächst einmal vor allem den Stopp weiteren ausländischen Zuzugs zum Ziel hat, geht der Remigrationismus einen entscheidenden Schritt weiter und verlangt die Rückkehr der bereits eingewanderten Menschen in ihre Heimatländer. Die Remigration betrifft ausschließlich allochthone Bevölkerungsgruppen, die ihren Siedlungsraum rezent okkupiert haben, oftmals in bewußter Übertretung bestehender Landesgesetze (illegale Einwanderung). Damit unterscheidet sich das Konzept kategorisch von der – international geächteten – Vertreibung, bei der autochthone Völker zur Aufgabe ihrer angestammten Heimat gezwungen werden, meist von einer raumfremden und expansiven Besatzungsmacht. Bei der Remigration hingegen reicht die Ortsexistenz des Staats oder des ansässigen staatstragenden Volks sehr viel weiter in die Vergangenheit zurück als der Beginn der ausländischen Einwanderung. Diese hatte keinen Anteil am Staats- und Landesaufbau, sondern erfolgte lediglich in ein fertiges, funktionierendes Staatswesen und einen etablierten, international anerkannten Kultur- und Lebensraum, in aller Regel in Erwartung der Partizipierung am oder Ausnutzung vom Erfolg des Aufnahmelandes.

Erweisen die Immigranten sich jedoch nicht willens oder in der Lage, die geforderte notwendige Anpassungsleistung an die Kultur des Aufnahmelandes zu vollziehen (Verletzung der Gastfreundschaft) oder betreiben gar eine Umwälzung der Lebens- und Machtverhältnisse gegen die autochthone Bevölkerung (z.B. eine Islamisierung christlicher Länder), erachtet der Remigrationismus die Repatriierung der Zuzugsbevölkerung zum Zwecke der Bewahrung und Wiederherstellung der einheimischen Lebenskultur als legitim. Er tut dies seinem Verständnis nach im Einklang mit der internationalen Norm der Vielfalt und Verschiedenheit der Völker und Kulturen, die jedem Volk das Recht zum Schutz der eigenen Lebensgrundlagen und zur Abwendung des Volkstods zugesteht.

Die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Remigration und Vertreibung sind im einzelnen:

Subjekt Objekt Grund Mittel Charakter
Remigration Einheimische Bevölkerung Ortsfremde Bevölkerung Wahrung des eigenen Lebensraumes Freiwilligkeit, Anreize oder Zwang Defensiv
Vertreibung Ortsfremde Bevölkerung Einheimische Bevölkerung Eroberung von fremdem Lebensraum Krieg, Gewalt Offensiv

Identitäre Bewegung

Die identitäre Bewegung fordert als Reaktion auf die laufende Drittweltisierung und Umvolkung Frankreichs und Europas eine Remigration der außereuropäischen Einwanderung zur Bewahrung des von Überfremdung bedrohten abendländischen Kulturkreises.

Dänemark

Die dänische Regierung plant im Sommer 2014, im Land wohnhafte Türken mit Aufenthaltserlaubnis durch einmalige finanzielle Zuwendungen zur Rückkehr in ihr Heimatland zu bewegen. Um die Anreize zum Verbleib im dänischen Sozialsystem zu verringern, soll zukünftig das Arbeitslosengeld für Ausländer auf Grundlage des Einkommens in ihrem Herkunftsland berechnet werden.

Siehe auch

Fußnoten