Renteln, Theodor Adrian von

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Dr. rer. pol. Theodor Adrian von Renteln

Theodor Adrian von Renteln (Lebensrune.png15. September 1897 in Khodz, Süd-Ossetien, Russisches Kaiserreich; Todesrune.png (?) 1946 in der Sowjetunion) war ein nationalsozialistischer Wirtschaftsfunktionär, Politiker, Mitglied der Akademie für Deutsches Recht, Mitglied des Reichstages, DAF-Stabsleiter, Reichsführer der Hitler-Jugend, Hauptamtsleiter „Handel und Handwerk“ in der Reichsleitung der NSDAP in München und deutscher Generalkommissar von Litauen (Reichskommissariat „Ostland“).

Leben

Jugend

Der Baltendeutsche Theodor Adrian von Renteln wurde im Baltikum am 14. November 1897 geboren. In Riga und Dorpat ging er zur Schule. Er war ein enger Verwandter von Oberst der Reserve Evert von Renteln, der nach dem Krieg das Schicksal der für Deutschland kämpfenden Kosaken teilte.

Erster Weltkrieg

Er wurde während des Ersten Weltkrieges wegen seiner deutschen Gesinnung häufig verfolgt, machte schließlich seine Reifeprüfung und ging nach der Einnahme von Riga durch die deutschen Truppen nach Deutschland.

Weimarer Republik

Von 1920 bis 1924 studierte von Renteln in Berlin und Rostock Nationalökonomie und Rechtswissenschaft. Er promovierte 1924 zum Dr. rer. pol. der Staats- und Wirtschaftswissenschaften und war dann bis 1929 als freier Journalist tätig. Er unternahm Studienreisen durch ganz Europa, besuchte internationale Konferenzen und schrieb Artikel für namhafte Zeitungen Mitteleuropas.

Nachdem er etwas seßhafter geworden war, wurde er 1928 Mitglied der NSDAP und der SA in Berlin. 1929 wurde er Hochschulgruppenführer des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) und Gauredner für Berlin.

Zur Jahreswende 1929/30 wurde er zum Reichsführer des Nationalsozialistischen Schülerbundes ernannt (zuerst in Hamburg gegründet; im Frühjahr 1933 in die HJ ganz eingegliedert), und es gelang ihm nunmehr, den Kampf des Nationalsozialismus auch in die Schulen zu tragen und über die Schüler in die Familien. 1929 wurde er ebenfalls auch Reichsführer der Hitlerjugend.

1931 wurde er als Nachfolger Kurt Grubers Reichsführer der Hitlerjugend, bis ihn im Jahre 1932 Baldur von Schirach ablöste.

Gleichzeitig war von Renteln schon 1931 in der wirtschaftspolitischen Abteilung der Reichsleitung der NSDAP tätig. Er war Referent für Sozialpolitik, beschäftigte sich mit Gold-, Währungs- und Kreditfragen und wurde schließlich Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik in der Hauptabteilung IV der Reichsleitung der NSDAP.

Im Jahre 1932 wurde er Mitglied des Reichstages. Nachdem er die Führung der Hitlerjugend und des Schülerbundes niedergelegt hatte, wurde er zum Führer des Nationalsozialistischen Kampfbundes für den gewerblichen Mittelstand ernannt. Es gelang ihm, in den Kreisen des gewerblichen Mittelstandes, des Handwerks, Handels und Gewerbes, die das Wirken der Nachkriegsregierung ganz besonders am eigenen Leibe zu spüren bekommen hatten, hunderttausende neue Anhänger zu werben.

Drittes Reich

Am 3. Mai 1933 wurde von Renteln vom Reichsverband der Deutschen Industrie (RDI) zum neuen Vorsitzenden gewählt. Von 1933 bis 1935 war er Präsident der Nationalsozialistischen Handwerks-, Handels-, und Gewerbeorganisation (NS-HAGO), eine Gliederung der NSDAP (1933–1935), danach Teil der Deutschen Arbeitsfront (DAF). Er gehörte ebenfalls dem Großen Rat der Nordischen Gesellschaft an. [1935]] wurde er Stabsleiter der Deutschen Arbeitsfront, hier: Leiter des Obersten Ehren- und Disziplinarhof der DAF, dessen Aufgabe es war, den Beschwerdeweg innerhalb der Organisation zu regeln und „asoziale Elemente“ aus ihr zu entfernen) und „Leiter des Instituts für angewandte Wirtschaftswissenschaften“ an der Universität Leipzig. 1940 wurde er „Hauptamtsleiter Handel und Handwerk in der Reichsleitung der NSDAP“, ein Jahr später Generalkommissar in Litauen. Des weiteren war er u. a. Präsident und Betriebsführer des Deutschen Genossenschaftsverbandes in Berlin sowie Präsident der Deutsch-Belgischen Gesellschaft in Berlin.

Tod

1946 wurde von Renteln in der Sowjetunion hingerichtet bzw. ermordet. Nach anderer Darstellung (Christoph Dieckmann, 1997) gelang ihm möglicherweise die Flucht nach Südamerika.

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise

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Literatur