Das Erste

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Die neun Landesrundfunkanstalten der ARD.
Die ARD-Tagesschau im Jahre 2015 – fremdländische Schriftzeichen für zugereiste BRD-Neubürger
Die ARD-Tagesschau – Fremdherrschaft

Das Erste ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und führender Bestandteil des medialen Komplexes, der dazu beiträgt, das Herrschaftssystem im Besatzungskonstrukt Bundesrepublik Deutschland aufrechtzuerhalten. Seit 1996 ist es die offizielle Bezeichnung für das BRD-weite Fernseh-Gemeinschaftsprogramm der ARD-Landesrundfunkanstalten. Gemeinsam mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen und dem Deutschlandradio bildet das ARD den durch Zwangsbeiträge finanzierten sogenannten öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der BRD.

Umgangssprachlich wird dieses Programm auch als „ARD“ bezeichnet, manchmal auch kritisch-ironisch als „Das Letzte“.

Daß Das Erste seine Lizenz den Besatzungsmächten zu verdanken hat, ist an seiner politischen Berichterstattung zu erkennen, die sich besonders bei historischen Themen mit Bezug zu Deutschland weithin in unqualifizierter und volksbeschmutzender Weise zeigt.

Organisation

Den Zuschauern bietet Das Erste mit seinem milliardenschweren zwangsweise eingetriebenen Budget seichte Unterhaltung aller Art, gepaart mit überflüssigen und maßlos überteuerten Sportübertragungen. Sachliche Information gibt es allenfalls teilweise in Bereichen, die nichts mit Politik und Geschichte zu tun haben.

Das Erste, vertreten durch die Programmdirektion Erstes Deutsches Fernsehen, ist ein gemeinschaftliches Programmangebot der in der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) zusammengeschlossenen Sender mit Sitz beim Bayerischen Rundfunk in München. Rechtsgrundlage ist der ARD-„Staatsvertrag“.

Das Programm wird entsprechend der jeweiligen Größe von den einzelnen Landesrundfunkanstalten bestritten.

Seit der Novellierung des Fernsehvertrages auf der ARD-Hauptversammlung am 10. Februar 1956, beobachtet der „Programmbeirat für das Erste Deutsche Fernsehen“ das Programm im Ersten. Der Programmbeirat trat zu seiner ersten Sitzung am 26. März 1956 zusammen. Er setzt sich aus je einem Vertreter aus den Rundfunkräten der Landesrundfunkanstalten zusammen und wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden. Die Aufgaben des ARD-Programmbeirats wurden durch Änderung des Fernsehvertrages zuletzt im September 2006 modifiziert: „Beratung und Beobachtung durch den Programmbeirat umfassen Fragen der Programmgestaltung und -struktur insbesondere im Hinblick auf die Beachtung der 'Grundsätze für die Zusammenarbeit im ARD-Gemeinschaftsprogramm Erstes Deutsches Fernsehen und anderen Gemeinschaftsprogrammen [Anmerkung: ARTE, PHOENIX, 3sat, KiKa] und -angeboten' einschließlich der jugendschutzkonformen Gestaltung des Programms.“

Geschichte

Im Luftschutzbunker auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg begannen die Ausstrahlungen.
Logo von 1970 bis 1984
Logo von 1984 bis 1994
Logo von 1994 bis 2003
Fernseh-Hund „Onkel Otto“, die Werbefigur des Hessischen Rundfunks von Hans Fischerkoesen von 1958.

Das Programm nahm am 25. Dezember 1952 in Hamburg als Deutsches Fernsehen den Sendebetrieb auf, zunächst zusammengestellt vom damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk. Ab dem 1. November 1954 wurde es von den damals existierenden Rundfunkanstalten gemeinsam für die ganze Bundesrepublik Deutschland veranstaltet. Der später der ARD beigetretene Saarländische Rundfunk beteiligte sich ebenfalls am Gemeinschaftsprogramm.

Am 1. Oktober 1984 wurde das Programm, zeitgleich mit der Einführung eines sogenannten neuen Corporate Design (markantestes Merkmal das noch heute verwendete „1“-Logo statt des bisherigen stilisierten Auges) in Erstes Deutsches Fernsehen umbenannt, seit 1994 als offizielle Kurzform einfach nur Das Erste.

Erklärte Zielgruppe der Sendungen waren von Anfang auch die Bewohner der damaligen DDR, so daß das Programm von vielen starken Sendeanlagen wie zum Beispiel auf dem Ochsenkopf oder in Torfhaus auch jenseits des „Eisernen Vorhanges“ zu empfangen war. Seit 14. Dezember 1990 wird das Programm auch über die ehemaligen Sender des 1. DDR-Fernsehprogramms (DFF 1) ausgestrahlt.

Im Jahre 1995 wurde die sogenannte Nachtlücke geschlossen, seitdem sendet Das Erste rund um die Uhr.

Nach der Gründung der beiden Rundfunkanstalten MDR und ORB auf dem Gebiet der ehemaligen DDR im Jahre 1992, traten diese beiden Sender ebenfalls der ARD bei und beteiligten sich am Gemeinschaftsprogramm, das seit der Fusion von SDR und SWF zum SWR (1998) bzw. ORB und SFB zum RBB (2002) nunmehr von neun Rundfunkanstalten gemeinsam getragen wird.

Technische Umsetzung

Das Programm von Das Erste wird technisch im Sendezentrum der ARD im ARD-Stern in Frankfurt am Main (auf dem Gelände des Hessischen Rundfunks) zusammengeführt. Über das eigene Glasfasernetz HYBNET werden diese Signale an die einzelnen Rundfunkanstalten verteilt.

Seit Februar 2005 wird Das Erste von der Zentralen Sendeabwicklung (ZSAW) im ARD-Sendezentrum ausgespielt. Zuvor schaltete jeweils die ARD-Anstalt, die eine Sendung ins Gemeinschaftsprogramm einbrachte (egal ob live oder aufgezeichnet), eine Leitung zum ARD-Stern, von wo aus das Signal an alle anderen ARD-Sender zur terrestrischen Verteilung weitergegeben wurde. Mit der Inbetriebnahme der ZSAW wurden erstmals alle Sendungen, die nicht live sind (Filme, Soaps, Dokumentationen etc.) direkt von den Servern in Frankfurt ausgespielt. Da jeder ARD-Sender weiterhin im Vorabendprogramm regionale Werbung ausstrahlen können soll, ist das System auf die gleichzeitige Ausspielung von bis zu neun Programmen (entsprechend neun Werbefenstern) ausgelegt. Via Satellit wird nur das Regionalfenster des WDR abgestrahlt. Die Uplink-Antenne für die Astra-Ausstrahlung befindet sich in direkter Nähe zum ARD-Stern ebenfalls auf dem Gelände des HR.

Verbreitung

Noch heute wird „Das Erste“ als einziges Fernsehprogramm in Westdeutschland analog weitgehend über ARD-eigene Sendeanlagen ausgestrahlt. In Mitteldeutschland wird dagegen auf angemietete Kapazitäten des Unternehmens Media Broadcast zurückgegriffen. Im Zuge der Umstellung auf DVB-T werden immer mehr analoge Sender zugunsten der neuen digitalen Verbreitung abgeschaltet. Dabei ist Das Erste in allen Umstellungsregionen in den Digital-Bouquets enthalten und wird (Stand Juli 2008) über etwa 130 Standorte abgestrahlt. Im Vergleich zur analogen Abdeckung werden einige schwierig zu versorgende Gebiete allerdings nicht mehr terrestrisch versorgt. Dies ist Folge des Verzichts auf viele Füllsender, der auch durch die bessere Empfindlichkeit von DVB-T (also eine geringere benötige Feldstärke als beim Analogempfang) mitunter nicht ausgeglichen werden kann. Zum Einsatz kommen dabei in der analogen Ausstrahlung noch insgesamt 17 Grundnetzsender und einige Füllsender, um abgelegene Täler mit dem Programm zu erreichen. Bis voraussichtlich Ende 2008 soll die analoge terrestrische Verbreitung vollständig zugunsten der digitalen Ausstrahlung eingestellt werden.

Über Satellit europaweit empfangbar ist Das Erste seit der IFA 1993. Die digitale Satellitenverbreitung (DVB-S) begann im Jahre 1997. Genutzt werden derzeit die Satelliten Astra 1 (19,2° Ost) und Eutelsat Hotbird (13° Ost, nur digital). Im Kabelnetz ist Das Erste bundesweit verfügbar, auch in einigen anderen europäischen Ländern (Schweiz, Österreich, Luxemburg, Niederlande, Dänemark) wird das Programm in weiten Landesteilen ins Kabel eingespeist.

Seit 9. Mai 2007 ist Das Erste auch über den mobilen Fernsehdienst der MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH im DMB-Standard zu empfangen.

Seit 1. April 2008 ist gesamte Programmpalette der ARD auch im Weltnetz-TV-Programm „Zattoo“ zu empfangen.

Wirken

Profile

Was den Wetterbericht angeht: Mehrere ARD-Sendungen waren in den 1990er-Jahren vom staatlichen „Deutschen Wetterdienst“ zum Unternehmen des Meteorologen und Präsentators Jörg Kachelmann gewechselt.[1]

Werbung

Werbung darf Werktags grundsätzlich bis 20 Uhr gesendet werden. An Sonn- und bundesweit gesetzlichen Feiertagen darf keine Werbung gezeigt werden. Diese Werbezeitbeschränkung wird jedoch durch die Einführung von werbelastigen Gewinnspielen in Sendungen wie z.B. Fußballübertragungen, nach 20 Uhr aufgeweicht. Von Kritikern wird diese Praxis als Schleichwerbung bezeichnet. Darüber hinaus werden Sendungen nach 20 Uhr in der ARD oftmals von bestimmten Werbeträgern präsentiert (sog. Sponsoring). Für viele Zuschauer der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten stellt sich daher die Frage, inwiefern der strikte Kurs einer Beitragseintreibung durch den „Beitragsservice“ (früher: GEZ) noch mit der schrittweise fortschreitenden Umgehung des Werbeverbotes zu rechtfertigen sei. Fritz Pleitgen, damals WDR-Intendant, trat nach dem ARD-Schleichwerbungsskandal für eine Abschaffung des "Sponsorings" von Nichtsportsendungen nach 20 Uhr ein, da es sich beim "Sponsoring" seiner Ansicht nach schlicht um Werbung handele.

Die Werbepausen dauern ca. 1-3 Minuten. Selten kommt es vor, daß die Werbung eine Sendung unterbricht. Insgesamt darf im Schnitt pro Werktag nicht mehr als 20 Minuten Werbung gesendet werden.

Medienordnung

Die öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern stehen in Konkurrenz. Seit 2009 wurden aus gesetzlichen Gründen 100.000 Dokumente aus den ARD-Angeboten (Medienportalen) entfernt. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten mußten – beispielsweise bei ihrem Weltnetz-Angebot – erheblichen Einschränkungen Folge leisten. Das bestimmt die Änderung des Rundfunkstaatsvertrags der 16 deutschen Bundesländer (RÄStV § 11d Absatz 2 Ziffer 3) vom 1. Juni 2009.[2]

Kritik an Zwangsbeiträgen und Geldverschwendung

5,4 Milliarden Euro Gebühren kassierte die ARD im Jahre 2008. Laut Prüfungsbericht der Landesrechnungshöfe Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg werden Gebühren u. a. oft sinnlos für Noble VIP-Logen, Bundesliga-Dauerkarten fürs Privatvergnügen und teure Betriebsfeiern verschwendet.

  • Für Dirigenten wurden zwischen 2003 und 2006 bis zu zwei Millionen Euro jährlich ausgegeben. Die Prüfer: „Die Honorare der Chef- und Gastdirigenten liegen dabei weit über den im Honorarrahmen festgelegten Tagessätzen.“
  • Für 10.000 Euro wurde eine Tagesloge mit speziellem VIP-Arrangement beim Fußball-Bundesligisten FSV Mainz angemietet. 12 Personen hatten in der Loge Platz. Der Rechnungshof: „Auf dem Beleg waren die Gäste nicht vermerkt. Es kann bis heute nicht ermittelt werden, wer wirklich in der Loge war.“
  • Beim 1. FC Kaiserslautern wurden zwei Saison-Dauerkarten gekauft. Getarnt als Repräsentation? Laut Prüfreport sollen sie aber hauptsächlich von SWR-Mitarbeitern genutzt worden sein.
  • Auch Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart ging nicht leer aus: Für Werbung kassierte der Profi-Verein im Jahr 2006 stolze 75.307 Euro vom SWR.
  • Zwischen 2003 und 2006 gaben die TV-Bosse für Betriebsfeiern 432.000 Euro aus. Die Prüfer: „Der SWR sollte die Form der Betriebsfeste überdenken. Gepflogenheiten der privaten Wirtschaft können kein Maßstab sein.“
  • Der Sender gab 2006 1,13 Millionen Euro für Bewirtungen aus. Bei den einzelnen „Tatort“-Folgen zwischen 12.692 und 16.499 Euro. Der Prüfbericht kritisiert: „Die stichprobenhafte Auswertung der Belege zeigt, dass Regelungen nicht immer eingehalten wurden.“ Auch die Empfänger von Geschenken seien häufiger nicht benannt worden.[3][4]
  • „Gesetzentwurf Erste Lesung Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge hinter solchen amtsdeutschen Initiativen steckt jede Menge Sprengstoff. Das arbeitet Michael Andrejewski in seiner Abrechnung mit dem Öffentlich Rechtlichen Rundfunk heraus. Andrejewskis Rat: Wenn ZDF und ARD ohnehin nur als Sprachrohr der Systemparteien agieren, könnten sie von diesen Parteien auch gleich übernommen werden. Das Niveau könne nicht geringer werden.
  • Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) ist gegen Pläne der ARD, Inhalte der 'Tagesschau' als kostenfreie Anwendung für moderne Handys anzubieten. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk solle mit Gratisangeboten für sogenannte „Smartphones“ nicht unnötig Geschäftsmodelle der privaten Anbieter gefährden. Private Verlage kritisierten den Vorstoß als Wettbewerbsverzerrung.[5] Seit 2009 bieten unter anderem auch die Redaktionen von 'Bild' und von 'Welt kompakt' die Anwendungen an, die auch „Apps“ genannt werden. Diese sind allerdings kostenpflichtig.[6]

Zitate

  • Die Redaktionen der Talksendungen bemühen sich insbesondere, AfD-Vertreterinnen[8] kein Forum für ihre Zwecke zu bieten. Je nach Thema ist es aber von Fall zu Fall nötig, AfD-PolitikerInnen selbst zu Wort kommen zu lassen.“ — die „Social-Media“-Abteilung von „Das Erste“ in einer öffentlichen Stellungnahme[9]

Filmbeiträge

Beatrix von Storch (AfD) über die Verflechtung zwischen Staatsfernsehen und den Altparteien (16. Februar 2018). (→ Thomas Strobl)
ARD und ZDF fehlt Geld für tausende Pensionen

Siehe auch

Literatur

  • Udo Ulfkotte: Gekaufte Journalisten - Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken, Rottenburg 2014, ISBN 978-3864451430 [336 S.]
  • Hans-Peter Siebenhaar: Die Nimmersatten: Die Wahrheit über das System ARD und ZDF. Eichborn Verlag, 2012, ISBN 978-3847905189
  • Uwe Krüger: Meinungsmacht – Der Einfluß von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten - eine kritische Netzwerkanalyse, Köln 2013, ISBN 978-3869620701 [Für Laien lesbar gemachte Dissertation über Lobbyjournalismus]
  • Eva Herman: Das Medienkartell: Wie wir täglich getäuscht werden, Kopp-Verlag, Rottenburg 2012, ISBN 978-3864450303
  • Stephan Weichert und Christian Zabel: Die Alpha-Journalisten, Köln 2007
  • Philip Baugut: Politische (Nicht-) Öffentlichkeit in der Mediendemokratie – Eine Analyse der Beziehungen zwischen Politik und Journalisten in Berlin, Baden-Baden 2009

Verweise

Fußnoten

  1. BBC überlegt, staatlichen Wetterbericht zu kündigen, Deutschlandradio Kultur, 19. Januar 2010
  2. vgl. Konzept der 3sat-Telemedienangebote
  3. So verschwenden TV-Bosse unsere Gebühren!, 21. November 2008
  4. GEZ – So werden die Gelder vergeudet!, 23. November 2008
  5. dts Nachrichtenagentur: Springer-Chef warnt vor kostenloser "Tagesschau-App", vom 27. Dezember 2009
  6. Kulturstaatsminister Neumann kritisiert ARD-Gratis-Apps, Deutschlandradio Kultur, 26. Dezember 2009
  7. Wohin steuert Frankreich? (Teil 1), eigentümlich frei, 26. Dezember 2015
  8. Sic! Im Original mit kleinem e geschrieben. Gemeint ist wohl „VertreterInnen“ (→ Binnen-I)
  9. Boris T. Kaiser: Plasberg unter „Friendly Fire“, Junge Freiheit, 2. Juli 2019