Schlacht bei Großgörschen

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Pfeil 1 start metapedia.png Für die gleichnamige Schlacht bei Lützen siehe Schlacht bei Lützen (Dreißigjähriger Krieg)
Sturm auf Großgörschen

Die Schlacht bei Großgörschen, auch Schlacht bei Lützen genannt, war nach der katastrophalen Niederlage Napoleons im Russischen Kaiserreich 1812 die erste Schlacht der Befreiungskriege und fand am 2. Mai 1813 auf den Ebenen bei Lützen statt. Vorangegangen war das russisch-preußische Neutralitätsbündnis durch die Konvention von Tauroggen vom 30. Dezember 1812, die russisch-preußische Kriegserklärung vom 27. März 1813 und das Gefecht bei Möckern am 5. April 1813.

Geschichte

Die aus dem Raum Erfurt heranrückende französische Armee unter Kaiser Napoleon I. erreichte am 1. Mai 1813 die Ebene südlich Lützen. Zu dieser Zeit standen die verbündeten preußisch-russischen Truppen, die vom deutschen General in kaiserlich russischen Diensten P. Ch. Wittgenstein befehligt wurden, im Raum Zwenkau-Borna.

Für die beiderseits geplante Schlacht verfügten am 2. Mai die Verbündeten über 81.100 Mann (davon 24.100 Reiter) und 552 Geschütze, Napoleon über 136.600 Mann französische und Rheinbundtruppen (davon 7. 600 Reiter) und 372 Geschütze.

Das Hauptquartier der Verbündeten wollte den auf Leipzig marschierenden Gegner in der rechten Flanke angreifen, ohne jedoch alle verfügbaren Kräfte zu konzentrieren. Der in der Nacht zum 2. Mai begonnene Übergang über die Elster bei Pegau vollzog sich außerdem sehr schleppend, so daß der Aufmarsch zwischen Werben und Domsen erst am Spätvormittag abgeschlossen war.

Die Schlacht begann gegen 12.00 Uhr mit einem 40-minütigen Artilleriefeuer auf das von den Franzosen eingenommene Dörferviereck Kaja-Kleingörschen-G.-Rahna.

Die anfangs zahlenmäßig überlegenen Verbündeten verlegten das Schwergewicht des Angriffs nicht in das freiere Gelände bei Starsiedel, wo ihre Überlegenheit an Kavallerie und Artillerie voll ausgenutzt werden konnte. Sie richteten statt dessen ihre Hauptanstrengungen auf die Einnahme der 4 Dörfer, die im Verlauf des erbitterten Ringens mehrmals den Besitzer wechselten. Während sich die Kräfte der Verbündeten zersplitterten und Reserven entweder gar nicht oder nur spärlich zum Einsatz kamen, führte Napoleon seine Truppen zielgerichtet in die Schlacht ein und konnte bald das Kräfteübergewicht erlangen.

Die Lage der Verbündeten wurde kritisch, als am Spätnachmittag eine Umfassung drohte und sich im Zentrum ein von 60 Geschützen unterstützter französischer Infanterieangriff erfolgreich entwickelte. Ihre Front wurde zwar durchbrochen, aber das Hauptquartier leitet den Rückzug ein, zumal es an Munition mangelt und die Truppen erschöpft waren. Eine noch in der Dunkelheit unternommene preußische Kavallerieattacke konnte den Ausgang der Schlacht nicht mehr beeinflussen.

Generalleutnant Gerhard von Scharnhorst wurde verwundet und starb an den Folgen am 28. Juni 1813. Die französischen Truppen waren aber nicht geschlagen, sondern zogen sich geordnet zurück.

Trotz der Niederlage steigerten sich der Kampfgeist und das Selbstvertrauen der preußischen Truppen.

Nach der Schlacht

General der Kavallerie Gebhard Leberecht von Blücher hielt am 3. Mai 1813 eine kurze und, wie es seine Art war, bescheidene Ansprach, denn trotz der Niederlage, mußten die Franzosen mit 22.000 Gefallenen und Verwundeten das Doppelte der preußisch-russischen Truppen (11.500 Gefallene und Verwundete; davon: 8.500 Preußen und 3.000 Russen sowie Baltendeutsche) hinnehmen:

„Guten Morgen, Kinder! ... dit mal hat et gut gegangen! de Franzosen sind et gewahr geworden, mit wem se zu duhn hebben !- der König läßt sich bedanken bei euch!“

Bildergalerie

Literatur

Verweise