Siegesparaden am 9. Mai

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Als Siegesparaden am 9. Mai werden die u. a. in osteuropäischen Städten wie Moskau und Minsk alljährlich an diesem Tag abgehaltenen Aufzüge bezeichnet, die an den Sieg über „Nazi-Deutschland“ im Zweiten Weltkrieg erinnern sollen.

Siegesparaden in Moskau 2015 und 2016

Rußland hielt am 9. Mai 2016 wie alljährlich eine Parade auf Moskaus Rotem Platz im Rahmen der landesweiten Feiern, welche den 71. Jahrestag seit dem Sieg der Sowjetunion über die Streitkräfte des Deutschen Reiches markieren, ab. Rund 10.000 Soldaten, Panzer und Atomraketensysteme paradierten dabei über das Kopfsteinpflaster des Platzes. Die Vorführung wurde vom Präsidenten Wladimir Putin sowie hochrangigen Beamten und einer Handvoll Kriegsveteranen abgenommen. Die stundenlange Parade, bei der militärische Ausrüstung – einschließlich des Armata-Panzers und der Yars-ICBM-Raketen – über den Platz fuhr, schloß mit einem Überflug von Dutzenden von Militärflugzeugen – inklusive Su-35 Kampfjets – und Hubschraubern ab.

Ein Jahr zuvor hatte sich der weißruthenische Präsident Alexander Lukaschenko an der Moskauer Siegesparade zum 70. Jahrestag der deutschen Stunde Null nicht beteiligen können, weil er seine Anwesenheit bei dem Aufzug in seiner eigenen Hauptstadt vorzog. In Moskau stand dann der Präsident der Chinesischen Volksrepublik, Xi Jingping, dem russischen Präsidenten zur Seite. Die von Wladimir Putin getätigte Aussage, der sowjetische Vormarsch auf Berlin 1945 sei eine Vergeltung für nationalsozialistische „Übergriffe“ des Weltkrieges gewesen, fanden in der Nationalen Bewegung keine Zustimmung, obwohl zu dieser Zeit viele Angehörige sich aufgrund aktueller geopolitischer Ereignisse auf die Seite des russischen Präsidenten stellten (→ Geroi Woli). Der in dessen Reden zutage getretene Tonfall sowie die Vorführung des umfangreichen militärischen Aufgebots während der Paraden könnten hierbei auf das Entstehen eines Kalten Krieges im 21. Jahrhundert hinweisen.[1]

Filmaufnahmen von den Paraden für den west- und mitteleuropäischen Raum wurden u. a. von dem russischen Auslandssender RTDeutsch mit Schwenkkameras gedreht. Diese ermöglichten eine Übersicht über die Aufzüge bei einer Schwenkung von 360 Grad. In der Berichterstattung hieß es, daß sich die Zahl der Toten auf sowjetischer Seite im Zusammenhang mit dem als „Überfall“ deklarierten deutschen Angriff auf die UdSSR auf „27 Millionen“ beliefe.[2]

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. Bitte beachten: Die Paraden fanden statt in einer Zeit, als die NATO ihre militärischen Übungen im Rahmen der Ukraine-Krise vor den Toren Rußlands abhielt und Abwehrsysteme in Rumänien und „Polen“ errichten ließ.
  2. Diese Zahlen wurden dabei nicht von Quellennachweisen unterstützt.