Sluyterman von Langeweyde, Georg

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Selbstbildnis; Georg Sluyterman von Langeweyde schrieb Gedichte, Balladen sowie Trink-, Liebes- und Wanderlieder im Stil von Hermann Löns’ Liedern, die er auf der Gitarre begleitete.

Georg Wilhelm Sluyterman von Langeweyde (Lebensrune.png 13. April 1902 in Elberfeld bei Essen; Todesrune.png 5. Januar 1978 in Bendestorf) war ein deutscher Maler, Graphiker und Liedermacher. Von 1937 bis 1944 war er, außer 1941, auf allen Großen Deutschen Kunstausstellungen in München vertreten, wobei mehrere seiner Arbeiten von Adolf Hitler, Joseph Goebbels, Karl Brandt, Theo Memmel und von Behörden erworben wurden.

Leben

Gedicht zum Jahreswechsel

Georg Sluyterman von Langeweyde wurde als neunter Sohn des deutschen Artillerieoffiziers und Bauingenieurs Bernhard Sluyterman von Langeweyde (Todesrune.png 1908) aus dessen dritter Ehe in der soeben zur Großstadt angewachsenen Ruhrmetropole Essen geboren. Die Familie seiner Mutter entstammte der alten Elberfelder Weberfamilie Noll, die Familie seines Vaters stammte ursprünglich aus den Niederlanden. Zu seinen Brüdern gehörte der bekannte Graphiker und Schriftsteller Wolf Sluyterman von Langeweyde (Lebensrune.png 1895).

Georg erlernte die Grundlagen der Holzschneidekunst auf der Kunstgewerbeschule in Essen bei Wilhelm Poetter und Hermann Kätelhön. Danach studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf unter Willy Spatz und Fritz Mackensen, der starken Einfluß auf Georgs Kunstsinn ausübte. Auch Julius Paul Junghanns, der Tier- und Landschaftsmaler, prägte Georg entscheidend.

Am 1. Mai 1928 trat Georg Sluyterman der NSDAP bei und wurde Mitglied der SA. Er zeichnete Vignetten, Karikaturen und entwarf Plakate. Er spezialisierte sich auf Holz- und Linolschnitte, seine Motive waren Landschaften der Lüneburger Heide, das Leben der Arbeiter und Bauern, Sagen und Volkstum. 1935 erwarb das Folkwang-Museum in Essen einige seiner Werke. Bekannt wurde er besonders durch seine Holzschnittzyklen Des Deutschen Volkes Lied (1935), Es mahnen die Väter (1936), und Deutsches Lied (1938).

Zweiter Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg kämpfte Sluyterman von Langeweyde ab Sommer 1941 als Kriegsfreiwilliger an der Ostfront. Gegen Kriegsende geriet er in britische Kriegsgefangenschaft und blieb über ein Jahr lang interniert.

Nachkriegszeit

Nach seiner Freilassung begann er mit Werbezeichnungen, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Er heiratete zum zweiten Mal. Er malte nun Ölbilder, schrieb Gedichte und Balladen und wenige Monate vor seinem Tod veröffentlichte er eine Schallplatte, Der Stromerhannes, auf der er seine Lieder singt und sich auf der Gitarre begleitet.

Technik

Sluytermans Stil ist dem anderer zeitgenössischer Künstler weit entfernt. Seine sichere Hand, Ausdruck und Haltung seiner Gestalten, die tadellose Technik und der ausgewogene Aufbau sind die Kennzeichen seines Werkes.

Gedicht zum Jahreswechsel

Wer grade seine Furche pflügt,
Den Freund und Kumpel nicht betrügt,
Wer keinem Lump die Stiefel putzt
Und nicht das eigne Nest beschmutzt;
Wer, gleich wie auch der Würfel fällt,
Dem Vaterland die Treue hält,
Tut auch im neuen Jahre
Das Wahre.

Tod

Am 5. Januar 1978 starb er in seinem Haus in Bendestorf („Haus Malershöh“) und wurde auf dem Heidefriedhof Bendestorf beigesetzt. Seine zweite Frau Eva-Maria starb kurze Zeit nach ihm.

Familie

1926 heiratete er und ließ sich als selbständiger Graphiker in Düsseldorf nieder. 1946 heiratete er zum zweiten Mal. Sohn oder Neffe war der Marineoffizier Dr.-Ing. Wolfgang Sluyterman van Langeweyde, u. a. von 1975 bis 1977 als Fregattenkapitän Kommandeur der Technischen Gruppe (Kommandeur „T“) beim Marinefliegergeschwader 2. Ob die 1966 geborenen Zwillinge Friederike und Dipl.-Ing. Franziska Sluyterman von Langeweyde (Architektin) aus Bendestorf Kinder, Nichten oder ggf. Enkelkinder sind, konnte nicht belegt werden.

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Bildergalerie

Verweise