Spaatz, Carl Andrew

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Carl A. Spaatz

Carl Andrew „Tooey“ Spaatz (Lebensrune.png 28. Juni 1891 in Boyertown, Pennsylvanien; Todesrune.png 14. Juli 1974 in Washington, D.C.) war ein deutsch-amerikanischer Offizier, zuletzt Vier-Sterne-General, was militärhistorisch in Deutschland dem Generaloberst entspricht. Er diente bei der United States Army, dem United States Army Air Service, dem United States Army Air Corps, der United States Army Air Forces und wurde im September 1947 erster Stabschef der vom Heer nun unabhängigen United States Air Force.

Leben

Spaatz, dessen Name bei der Geburt noch „Spatz“ lautete (1937 erfolgte die behördliche Änderung zur Anpassung der korrekten Aussprache), entstammt einer deutschen Familie. Den Spitznamen Tooey erhielter als Kadett an West Point, wo er 12. Juni 1914 seinen Abschluß als nur 97. aus 107 feierte und das Patent als Leutnant (second lieutenant) der Infanterie erhielt. Spaatz Oberleutant am 1. Juli 1916 und Hauptmann am 15. Mai 1917.

1916 bis 1917 nahm er am unter John J. Pershing an der erfolglosen Militäroperation gegen Pancho Villa und dessen paramilitärischen Truppen in Mexiko teil. Er kämpfte als Jagdflieger der „American Expeditionary Forces“ in Europa gegen das Land seiner Vorfahren, wobei er drei Luftsiege gegen die deutsche Fliegertruppe errang. Am 17. Juni 1918 wurde er zum Major befördert.

Im Juli 1941 wurde er als Brigadegeneral (Ein-Sterne-General) Stabschef der USAAF, im Mai 1942, inzwischen Generalmajor (Zwei-Sterne-General), wurde er zum Kommandeur der 8. US-Luftflotte ernannt. Im März 1943 wurde er Generalleutnant (Drei-Sterne-General), wenngleich noch ohne Patent. Im Januar 1944 wurde er Befehlshaber der strategischen Luftstreitkräfte in Europa. Spaatz war verantwortlich für den Bombenholocaust an seinem eigenen Volk. Am 11. März 1945 wurde er Vier-Sterne-General, sein Patent sollte er jedoch erst im Juli 1945 durch Präsident Harry S. Truman erhalten. Er war bei der Kapitulation in Reims (7. Mai 1945), in Berlin (8. Mai 1945) und in der Bucht von Tokio an Bord des Schlachtschiffes „Missouri“ (2. September 1945) anwesend.

Nach der deutschen Kapitulation wurde er im Juli 1945 Befehlshaber der strategischen Luftstreitkräfte im Pazifik. Unter seiner Führung fanden die Atombombenabwürfe auf Japan statt, die er ausdrücklich befürwortete. Nach seinem Tod schrieb die National-Zeitung:

„Legt man die Maßstäbe von Nürnberg zugrunde, hätte er nicht im Bett, sondern auf dem Schafott enden müssen. Daß er es nicht tat, verdankt er dem zufälligen Umstand, daß er auf der Seite der Sieger stand“.[1]

Nach seiner Verabschiedung am 30. Juni 1948 war er bis 1959 Erster Vorsitzender des nationalen Vorstandes der „Civil Air Patrol“, die für die Überwachung der zivilen Luftfahrt zuständig war. Ebenfalls schrieb er für Newsweek bis 1961, war ab 1952 Berater des Luftwaffen-Stabchefs und wurde 1954 Berater des Kongresses in Sachen Errichtung der neuen „United States Air Force Academy“. Schon 1953 wurde er erster Präsident der „Air Force Historical Foundation“.

Sonstiges

Als einziger US-General war er bei den Kapitulationen in Europa und in Japan anwesend. Sein Grab befindet sich in Colorado. Er war verheiratet und Vater dreier Töchter. Für seine Verbrechen am eigenen Volk wurde Spaatz hochdekoriert.

Siehe auch

Fußnoten

  1. Gerhard Frey: Prominente ohne Maske international, Seite 426, FZ-Verlag 1989, ISBN 3924309108