United States Army Air Forces

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Langstrecken-Begleitjäger (P-51 „Mustang“) der USAAF über Deutschland – die Taktik des „Vier-Finger-Schwarms“ haben die VS-amerikanischen Fliegern den deutschen Jagdgeschwadern abgeschaut.

United States Army Air Forces (USAAF oder AAF) war vom 20. Juni 1941 bis 17. September 1947 der offizielle Name der Luftstreitkräfte der United States Armed Forces. Die Flieger dienten sowohl dem Heer als auch der Marine.

Geschichte

Die USAAF war Nachfolger des United States Army Air Corps und direkter Vorgänger der US Air Force. Sie unterstand dem Heer der VSA und stellte keine eigenständige Waffengattung dar, agierte jedoch nach der Aufstellung (die aus der Lehre der erfolgreichen Abwehr des deutschen Unternehmens „Adlerangriff“ erfolgte) weitgehend autark.

Im März 1944, wenige Monate vor der Invasion in der Normandie, hatte die Air Force eine Stärke von 2,4 Millionen Soldaten. Sie verfügte im Juli 1944 über 79.908 Flugzeuge.

Die USAAF war gemeinsam mit der britischen RAF maßgeblich für den Bombenterror über das vom Deutschen Reich kontrollierte Gebiet und dem Tod von Millionen Zivilisten im Zweiten Weltkrieg verantwortlich.

Kommandeure

Bombennachschub für die in England stationierten Terrorflieger der USAAF, 1944

Eingesetzte Bomber (Auswahl)

Luftschlacht über Mitteldeutschland (Einsatzbeispiel)

Eine brennende B 17 der USAAF kann am 11. Januar 1944 nach der Luftschlacht über Mitteldeutschland in Metfield, England notlanden.

Am 11. Januar 1944 in den frühen Morgenstunden griff die 8. USAAF (Eighth Air Force; Missions-Nummer: 182) u. a. Oschersleben (177 Bomber sowie knapp 200 Jäger, darunter 50 P-51) und Halberstadt (114 Bomber sowie 177 P-47 und 44 P-51 Jagdschutz) an, wobei die VS-Amerikaner in diesem Abschnitt 61 B 17 „Fliegende Festungen“ und P-51 „Mustang“ verloren, was ca. 21 % der eingesetzten Viermot-Bomber entsprach.

234 B-17 und 138 B-24, begleitet von 49 P-38 und 322 P-47 als Jagdschutz, flogen gegen Braunschweig, Osnabrück, Bielefeld, Peine, Herford, Nienburg, Meppen und Lingen, wobei das Hauptziel, Braunschweig, von 47 B-17 getroffen wurde. Die B-24 hatten sich verflogen und verpaßten den Einsatz.

Die Amerikaner verbuchten an diesem Tag nach Rückkehr der Maschinen 34 Verwundete, 12 Gefallene und 613 Vermißte, die entweder fielen oder mit dem Fallschirm absprangen (darunter viele verwundete „Luftgangster“) und in die Kriegsgefangenschaft gingen.[1]

In der „Luftschlacht über Mitteldeutschland“[2] auf rund 6.000 m Höhe wurden an diesem Tag von Hollands Küsten bis nach Mitteldeutschland insgesamt mehr als 150 Feindmaschinen abgeschossen, ein Fünftel der einfliegenden Bombermasse. Insbesondere das JG 26 war mit 13 Luftsiegen (12 B 17 und eine P-47) und nur einem eigenen Abschuß (Unteroffizier Heinz Voigt, der jedoch leicht verwundet überlebte) sehr erfolgreich. Oberleutnant Ottmar Zehart konnte in seiner Fw 190 A-6 „Weiße 7“ für die Sturmstaffel 1 unter Hans-Günther von Kornatzki[3] über Dortmund den ersten Luftsieg überhaupt für die neue Einheit erringen. Aber auch die Verluste der Luftwaffe, die die großen Einflugs- und Ausflugskorridore mit nur 500 Maschinen abwehren konnten, waren mit 41 abgeschossenen Flugzeugen (vorwiegend Bf 109, Fw 190 und Bf 110, vereinzelt auch Ju 88) verheerend und vor allem im vorletzten Kriegsjahr kaum ersetzbar.

Zu den gefallenen Fliegerhelden beim Feindflug über dem Reich gehörte auch der 24jährige Ritterkreuzträger Fritz Sengschmitt, des weitern vom Zerstörergeschwader 26 u. a. Hauptmann Peter Hayn (Stab I./ZG 26), Unteroffizier Oskar Host sowie sein Bordfunker Unteroffizier Kurt Gentner (3./ZG 26) und Leutnant Lutz Röder (3./ZG 26). Major Karl Böhm-Tettelbach wurde verwundet, überlebte aber den Abschuß. Das Zerstörergeschwader 76 verlor Oberleutnant Heinz Bannemann (2./ZG 76), Oberleutnant Ernst Porbeck (7./ZG 76) und Oberfeldwebel Heinz Rotscholl sowie dessen Bordfunker Unteroffizier Karl Zeller.

Siehe auch

Fußnoten

  1. WWII 8thAAF COMBAT CHRONOLOGY – JANUARY 1944 THROUGH JUNE 1944
  2. Luftschlacht über Mitteldeutschland, Deutsche Wochenschau ab 11:57 min. (alternativ bei dailymotion anschauen)
  3. Oberstleutnant Hans-Günther von Kornatzki (Lebensrune.png 22. Juni 1906 in Ziegnitz) galt als der „Vater der Sturmjäger“, er fiel am 12. September 1944 als Kommandeur der II. (Sturm-)Gruppe/JG 4 bei der Reichsluftverteidigung im Raum Zilly.