Zink

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Zink
Atomsymbol Zn
Ordnungszahl 30
Relative Atommasse 65,38
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt 419,53 °C
Siedepunkt 907 °C

Zink ist ein chemisches Element, das als Werk- und Baustoff vielfache Verwendung findet. Es gehört mit Kadmium und Quecksilber zur Zinkgruppe. Zink ist für alle Lebewesen essentiell und Bestandteil wichtiger Enzyme.

Eigenschaften

Es handelt sich bei Zink um ein bläulich-weißes glänzendes, sprödes Metall, das sich an der Luft mit einer matten, fest haftenden Schutzschicht überzieht. Das Element reagiert mit verschiedenen Säuren, wobei die entsprechenden Salze und Wasserstoff entstehen. Zink reagiert bei Erhitzen mit Halogenen zu Zinkhalogeniden. Gegenüber organischen Lösungsmitteln (Azeton, Benzin, Alkohol) ist das Metall beständig.

Das Element Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement für den Menschen. Täglich benötigt ein Erwachsener mindestens 20-35 Milligramm Zink in Form von Zink-Ionen. Der Körper eines durchschnittlichen Erwachsenen enthält etwa 4 Gramm Zink.

Geschichte

Zink war bereits im Mittelalter bekannt. Beschrieben wurde es von verschiedenen Gelehrten, so zum Beispiel von Georg Pawer und Paracelsus als „Conterfey“. Die Bezeichnung „Zink“ leitet sich vom Erz Zinkspat (Edel-Galmei) ab. Dieses Erz besitzt herausragende Zacken – „Zinken“. Danach wurde das enthaltene Metall im Deutschen als „Zink“ bezeichnet.

Vorkommen

Das Metall Zink ist auf der Erde relativ häufig. Da es sich um ein unedles Metall handelt, kommt es nicht als reines Element, sondern immer nur in Verbindungen vor, zum Beispiel in verschiedenen Erzen, die außer Zinkverbindungen auch noch andere Verbindungen enthalten. Wichtige Zink-Erze sind Zinkblende (bzw. Sphalerit), Rotzinkerz (bzw. Zinkit), Zinkspat (bzw. Edel-Galmei oder Smithsonit), Zinkblüte (bzw. Hydrozinkit) und Willemit. Große Vorkommen dieser Zinkerze finden sich in Kanada, Australien, den USA, Rußland, Südamerika und Afrika. Zink-Ionen finden sich in Spuren im Meerwasser.

Verwendung

In der Industrie ist das Metall von großer Bedeutung. So wird es aufgrund seiner Luftbeständigkeit für Dachabdeckungen und zur Herstellung von Dachrinnen verwendet, ferner in sehr großem Umfang zum Verzinken von Eisenblech (Weißblech) und Eisendraht. Große Mengen von Zinkblech dienen der Herstellung von Trockenelementen. Sehr feiner Zinkstaub ergibt als Eisenanstrichfarbe einen wirksamen Rostschutz, zudem kommt er in der chemischen Technik und im chemischen Laboratorium wird als Reduktionsmittel zum Einsatz.

In der Metallurgie setzt man Zinn u. a. beim Parkesieren zum Entsilbern von Blei ein und nutzt es bei der Cyanidlaugerei zum Ausfällen der Edelmetalle Silber und Gold. Außerdem werden viele Legierungen mit Zink hergestellt, vor allem die mit Kupfer (zum Beispiel Messing) sowie mit Kupfer und Nickel (zum Beispiel Neusilber).

Verweise