Zweiter Frieden von Thorn

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Der Zweite Frieden von Thorn wurde am 19. Oktober 1466 zwischen dem Deutschen Orden und dem Königreich Polen unter der Führung von Kasimir dem Jagellonen in Thorn geschlossen. Die daraus folgende erste Teilung Preußens hatte Auswirkungen, die noch im Zweiten Weltkrieg von Bedeutung waren.

Er beendete den Dreizehnjährigen Krieg 1454–1466, in den auch die Hansestädte einbezogen gewesen waren.

Das Ermland, Pomerellen, das Kulmer Land, Michelau an der Drewenz sowie das Land um Marienburg, Stuhm und Christburg unterstellten sich unter der Bedingung der Autonomie als Preußen königlichen Anteils der Krone Polens, d. h. dem König persönlich, ebenso die bereits 1454 abgefallenen Hansestädte des Preußischen Bundes, Danzig, Elbing und Thorn, die seit 1457 Stadtrepubliken waren. Das Bistum Ermland wurde autonomes Fürstbistum, das Bistum Kulm der geistlichen Jurisdiktion des Erzbischofs von Gnesen unterstellt.

Das Restgebiet, das spätere Herzogtum Preußen, blieb dem Orden, es wurde aber Lehen der polnischen Krone, und der Hochmeister des Deutschen Ordens musste dem polnischen König Heerfolge und einen Treueid leisten. Damit wurde er automatisch in den Rang eines polnischen Senators im königlichen Rat ernannt. Das Gebiet kehrte mit dem Vertrag von Wehlau im Jahre 1657 endgültig unter preußische Verwaltung zurück.

Die Teilung wurde im 20. Jahrhundert bei der dritten Teilung Preußens erneut vorgenommen, mit Ostpreußen als Exklave einerseits, und dem Polnischen Korridor andererseits. Dazu kam die Abtrennung der sogenannten Freien Stadt Danzig vom Reich.