Junkers Ju 87

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Die Junkers Ju 87 (kurz: StuKa für Sturzkampfbomber) war ein von der Junkers Flugzeugwerk AG gebautes Kampf- und Schlachtflugzeug, das zwischem 1937 und 1944 in einer Stückzahl von 5.752 gebaut wurde. Erstmals von der Legion Condor gegen Ende des Spanienkrieges eingesetzt, sollten die Sturzkampfeigenschaften dazu beitragen, die Streuung bei Bombenabwürfen zu minimieren, um so das gegnerische Ziel punktgenau treffen zu können. Die Bombenladung bestand aus einer (!) 500-kg-Bombe unter dem Rumpf.

Junkers Ju 87 der deutschen Luftwaffe.jpg

Inhaltsverzeichnis

Sturzflieger

JU 87.jpg

Damit ein sicheres Abfangen gewährleistet werden konnte, war in allen Ju 87 eine Sturzflug- und Abfangautomatik eingebaut. Durch diese Sturzflug-Einleitung/Abbruch-Automatik konnte sich der Flugzeugführer vollkommen auf sein Ziel konzentrieren. Das charakteristische Geräusch entstand nicht aufgrund des Sturzfluges, sondern durch eine am Fahrwerk angebrachte Sirene, um den Gegner zusätzlich das Fürchten zu lehren. Allerdings zeigten sich schon beim Unternehmen „Adlerangriff“, wie auch beim schweren Jäger Bf 110, die ersten Schwächen des bewährten Flugzeuges, nämlich daß es im Luftkampf gegen Jagdeinsitzer der Royal Air Force zu langsam war, die Verluste waren katastrophal hoch. Nach dem 18. August 1940 wurde die „Stuka“ weitestgehend von der Luftschlacht abgezogen, allerdings fehlten nun der Luftwaffe ihre präzisesten Zielbomber, insbesondere gegen die zahlreichen Radarstationen, die maßgeblich für die erfolgreiche Abwehr des Unternehmens verantwortlich waren.

Einsätze

30 Stuka Ju 87 B in Dreier-Ketten der Kampfflieger formieren einen Gruppenkeil und fliegen nach Neuhammer, August 1939
Führerkanzel einer Ju 87

Spanischer Bürgerkrieg

Die Erfahrungen der Sturzkampfflieger der Kampfgruppe 88 bei der Bombardierung der Brücke von Guernica hatten gezeigt, daß eine auf solche Angriffe spezialisierte Konstruktion notwendig wurde.

Polen- und Westfeldzug

Danach wurde das Flugzeug im Polenfeldzug eingesetzt und war anschließend bei Ausbruch des von England und Frankreich erklärten Zweiten Weltkrieges maßgeblich für den Erfolg der Blitzkriegsstrategie verantwortlich und wurde durch das revolutionäre Konzept der Luftunterstützung für die deutschen Panzerformationen zum Symbol des Blitzkrieges.

Ostfront

Das Flugzeug mit zwei Besatzungsmitgliedern (Flugzeugführer und Bordfunker/Bordschütze mit Fliegerschützenabzeichen) war vorrangig für die Unterstützung von Bodentruppen konzipiert, so daß es für den reinen Luftkampf nicht geeignet war. An der Ostfront wurde die Ju 87 ab der D-Serie als Schlachtflugzeug eingesetzt und für die Schlachtflieger bereitgestellt.

Hans-Ulrich Rudel, der erfolgreichste Sturzkampfflieger aller Zeiten, in seiner Ju 87 G „Kanonenvogel“ kurz vor dem Abflug zum Feindflug
Die beeindruckenden panzerknackenden Bordkanonen der Junkers Ju 87 G

Panzerjäger

Sturzkampfbomber der deutschen Luftwaffe auf Feindflug
Ju 87 der II. Gruppe/Sturzkampfgeschwader 2 „Immelmann“ mit Gruppenkennung „Bamberger Reiter“ im Luftkampf gegen die Rote Luftwaffe an der Ostfront.

Eine besondere Panzerjäger-Version war anstatt der Bomben mit zwei 37-mm-Kanonen bewaffnet. Dieser Panzerjäger, die Ju 87 G, wurde zuerst in der von Hans-Ulrich Rudel geführten Einheit eingesetzt. Bei dieser Version wurde auf die Sturzflugbremse verzichtet. Die Ju 87 T war als Trägerversion mit einklappbaren Flügeln für den deutschen Flugzeugträger „Graf Zeppelin“ konstruiert.

Versionen

Ju 87 A

  • erste Serienversion, Junkers-Jumo-210-Motoren mit 640 und 680 PS
  • Bewaffnung: ein MG 17 in der rechten Tragfläche, ein bewegliches MG 15 im Heckstand, Bombenlast maximal 500 kg

Ju 87 B

  • erste Großserienversion, Junkers-Jumo-211-Motoren mit 1.100, später 1.200 PS
  • Bewaffnung: zwei MG 17 in den Tragflächen, ein bewegliches MG 15 im Heckstand, Bombenlast maximal 1000 kg

Ju 87 C

  • Ju 87 B mit Ausrüstung für den Einsatz auf dem Flugzeugträger „Graf Zeppelin“. Zwischen April und Oktober 1941 wurden die bestellten fünf Flugzeuge von Junkers abgeliefert.
  • nach dem Scheitern des Trägerprojekts wieder auf Stand Ju 87 B zurückgebaut

Ju 87 R

  • „R“ wie Reichweite, wie Ju 87 B aber 300-l-Zusatztank unter jeder Tragfläche für doppelte Reichweite, Bombenlast maximal 500 kg mit Zusatztanks
  • oft eingesetzt gegen Schiffsverkehr des Feindes im Ärmelkanal oder im Mittelmeer

Ju 87 D

  • meistgebaute Modellreihe
  • aerodynamische Überarbeitung, ab D-5 mit größerer Spannweite (15 m statt 13,80 m)
  • die Panzerung wurde verbessert und das Maximalgewicht auf ≈6500 kg erhöht
  • Motoren von 1.300 bis 1.500 PS und höhere Treibstoffkapazität für ≈1400 km Reichweite
  • Erhöhung der Bombenlast auf bis zu 1800 kg, Ersatz des beweglichen MG 15 im Heckstand durch ein bewegliches Zwillings-MG MG 81 Z
    • Schlachtfliegerversionen ab D-5 mit zwei 20-mm-Kanonen MG 151/20 statt der MG 17 in den Tragflächenknicken, Wegfall der Sturzflugbremsen

Ju 87 G (G-1 und G-2)

  • Schlachtflieger und Panzerjäger, auch bekannt als „Kanonenvogel“ und „Panzerknacker“
  • G-1 Umbau aus älteren Ju 87 D, G-2 Umbau und Neubau mit vergrößerten Tragflächen der D-5
  • Bewaffnung: zwei 37-mm-Kanonen FlaK 18 unter den Tragflächen und das bewegliche MG 81Z im Heckstand, keine Bombenmitnahme
  • Reichweite mit ~1200 km leicht unterhalb der Ju 87 D

Ju 87 H

  • Schulungsflugzeug mit Doppelsteuerung, aus der Ju 87 D hervorgegangen

Ju 87 T

Bauzahlen bis 30. November 1944

Version Junkers WFG Summe Bauzeit
A 192 70 262 Juli 1937 bis September 1938
B-1 311 386 697 September 1938 bis Mai 1940
B-2 56 169 225 Februar 1940 bis Oktober 1940
R-1 105 105 Januar 1940 bis Mai 1940
R-2 472 472 Juni 1940 bis Juli 1941
R-4 144 144 Mai 1941 bis Oktober 1941
D-1 592 592 August 1941 bis Juli 1942
D-3 1.559 1.559 Mai 1942 bis November 1943
D-5 1.488 1.488 Mai 1943 bis September 1944
G-2 208 208 Dezember 1943 bis Juli 1944
Summe 559 5.193 5.752

Museumsstücke

Weltweit gibt es derzeit (2012) nur noch zwei vollständig erhaltene Stukas. Sie sind in Museen in den VSA in Chikago und in England in London zu besichtigen. In der BRD ist eine beschädigte Ju-87 im Auto- und Technikmuseum Sinsheim zu sehen. Sie war einst über dem Mittelmeer abgestürzt und später von einer Tauchergruppe geborgen worden.

Lügen im Sinne der Umerziehung

Das MGFA der BRD lügt in einem pseudowissenschaftlichen Artikel den Stuka mit einer (!) Bombe unter dem Rumpf mal eben frech zum Flächenbombardierer um:

„[...] Zum anderen galt der Fliegereinsatz gegen Wielun, wie übrigens während des gesamten Polenfeldzuges, als Generalprobe für die Tauglichkeit des Sturzkampfbombers (‚Stuka‘) Junkers Ju 87 B zum Punktziel- wie Flächenbombardement in Vorbereitung auf spätere Kriegsschauplätze in Europa und Nordafrika. [...]“[1]

Selbst die B-Version konnte nur statt der einen 500-kg-Bombe wahlweise eine 250-kg-Bombe unter dem Rumpf und vier 25-kg-Bomben unter den Flügeln transportieren. Zum Vergleich: Die VS-amerikanische Boeing B-17 konnte eine Bombenlast von bis zu 8.000 (!) kg transportieren.

Siehe auch

Verfilmungen

Stukas in Bewegung

Junkers Ju 87 in Bewegung.gif Junkers Ju 87 in Bewegung II.gif Junkers Ju 87 in Bewegung III.gif
Junkers Ju 87 in Bewegung IV.gif Junkers Ju 87 in Bewegung V.gif Junkers Ju 87 in Bewegung VI.gif

Verweise

Fußnoten

  1. Hans-Erich Volkmann: Wolfram von Richthofen, die Zerstörung Wieluns und das Kriegsvölkerrecht; in: Militärgeschichtliche Zeitschrift 70 (2011), 2 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
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