Reventlow, Ernst zu

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Ernst zu Reventlow[1]

Ernst Graf zu Reventlow (Lebensrune.png 18. August 1869 in Husum; Todesrune.png 21. November 1943 in München) war ein deutscher Politiker und Autor.

Wirken

Zu Reventlow war Mitglied des Alldeutschen Verbandes und im Verband gegen die Überhebung des Judentums. Dem Alldeutschen Verband trat er aber erst später als z. B. Hans von Liebig oder auch Heinrich Claß bei. Reventlow hielt es für möglich, daß Deutschland sich sowohl ein Heer schaffen konnte, mit dem es Frankreich und Rußland von einem Angriff auf Deutschland hätte abhalten können, als auch eine Flotte mit der es seinen Überseehandel gegen Übergriffe Englands hätte schützen können. Für ihn war das kein Gegensatz. Die Mittel dafür wären vorhanden gewesen.

Eine Aufteilung Österreichs durch Deutschland und Rußland wäre aber vor dem Ersten Weltkrieg nicht mehr möglich gewesen. Im Gegensatz dazu, hat z. B. Adolf Hitler in Mein Kampf erklärt, daß das Deutsche Kaiserreich 1914 nur Deutsch-Österreich hätte garantieren sollen, nicht aber auch die nichtdeutschen Teile Österreich-Ungarns. Folgt man Reventlow so war der Weltkrieg von Seiten der Entente für einen Zeitraum bis 1916 vorgesehen. Ein Krieg hätte allerdings vermieden werden können, wenn das Deutsche Reich sich der Entente freiwillig unterworfen hätte. Dazu hätte es Bismarcks Schutzzollpolitik aufgeben und sich dem Freihandel fügen müssen.

Zitate

  • Der Deutsche leistet nichts Großes, Dauerndes, Ganzes, wo die Seele fehlt. Er muß sich bei und in seinem irdischen Werk immer in der Einheit des Sichtbaren und des Unsichtbaren fühlen und diese Einheit in sich selbst. Das braucht der Deutsche, einerlei welchen Bildungsgrades, einerlei auch in welcher Form religiösen Empfindens. Auch die volksgenössische Einheit kann nur von innen heraus geboren werden und leben, und zwar im Zeichen des letzten Endes religiösen Empfindens. Die durch den Marxismus zur „Masse“ herabgewürdigten Deutschen darf und will ein deutscher Sozialismus nicht durch panem et circenses am Band niedriger Instinkte führen. Die Deutschen wollen freien, auf eigener erworbener Überzeugung gegründeten Gehorsam. Sie wollen noch mehr, sie haben Recht auf mehr, ihre Sehnsucht und Fähigkeit geht weiter. Und auf diesem Wege werden die innerlich versprengten, verirrten und einander entfremdeten Deutschen endlich den Weg zum Volk finden.[2]

Schriften (Auswahl)

  • Die deutsche Flotte - Ihre Entwickelung und Organisation (1901) (PDF-Datei)
  • Sine ira et Studio (1904) Beitrag in der „Zukunft“ (1904/16) S. 100-109
  • Der russisch-japanische Krieg von Graf E. zu Reventlow. Nebst einer Beschreibung von Japan, Korea, Russisch-Asien u. einer Geschichte dieser Länder, von Dr. H. Döring. Mit zahlreichen Text-Illustrationen, Kunstbeilagen und einer mehrfarbigen Karte des Kriegsschauplatzes. (1905)
  • Kaiser Wilhelm II. und die Byzantiner (1906) PDF-Datei
  • Weltfrieden oder Weltkrieg! Wohin geht Deutschlands weg? Politisch-militärische Betrachtungen zur Haager Friedenskonferenz (1907) (PDF-Datei)
  • Welt, Volk und Ich (1910)
  • Deutschland zur See - Ein Buch von der deutschen Kriegsflotte (1914) (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Die Aufgabe der deutschen Flotte in diesem großen Kriege (1914) Herausgeber: Kaiser-Wilhelm-Dank, Verein der Soldatenfreunde
  • Heucheleien englischer Minister in ihren Kriegsreden 1914/15 ein politisches Stimmungsbild (1915) (PDF-Datei)
  • Der Vampir des Festlandes eine Darstellung der englischen Politik nach ihren Triebkräften, Mitteln und Wirkungen (1915) (PDF-Datei)
  • Deutschlands Auswärtige Politik (1916) (PDF-Datei)
  • Indien: Seine Bedeutung für Großbritannien, Deutschland und die Zukunft der Welt (1917)
  • Politische Vorgeschichte des Großen Krieges (1919) (PDF-Datei)
  • Einführung zu Homer Leas Buch Des Britischen Reiches Schicksalsstunde Mahnwort eines Angelsachsen (1917) (ca. 50 Seiten) (PDF-Datei)
  • Der Einfluß der Seemacht im Großen Kriege (1918)
  • Deutschland vor Gericht (1920), Süddeutsche Monatshefte (Jahrgang 17 Heft 3)
  • Kriegsschuldlüge und Kriegsschuldlügner (1929)
  • Nationaler Sozialismus im neuen Deutschland (1931)
  • Der Weg zum neuen Deutschland. Ein Beitrag zum Wiederaufstieg des deutschen Volkes. (1931)
  • Als Herausgeber des „Reichswarts“: Der deutsche Katholizismus im untergehenden und im kommenden Reich Verfaßt von katholischen Theologen (1932)
  • Deutscher Sozialismus. Civitas dei Germanica (1933)
  • Wo ist Gott? (1934)
  • Judas Kampf und Niederlage in Deutschland: 150 Jahre Judenfrage (1937)
  • Der Deutsche Freiheitskampf. Das große Jahrfünft 1933-1938 (1938)
  • Wir erinnern uns: Britenpolitik vor 25 Jahren und heute. Gesammelte Aufsätze 1914-18. (1939), herausgegeben von Karl Scharping
  • Wie im Weltkrieg: England und die Neutralen. Gesammelte Aufsätze aus den Jahren 1914-18. (1940), herausgegeben von Karl Scharping
  • Von Potsdam nach Doorn (1940)
  • Die Neutralität der USA: Gesammelte Aufsätze aus den Jahren 1914-18 (1941)
  • B'nai B'rith: Macht, Einfluß, Wirksamkeit Herausgegeben von der Vereinigung für Gesamtdeutsche Politik (VGP) e. V.

Literatur

  • Horst Boog: Graf Ernst zu Reventlow (1869-1943). Eine Studie zur Krise der deutschen Geschichte seit dem Ende des 19. Jahrhunderts (1965)

Fußnoten

  1. Hermann Hilliger (Hg.): Kürschners Volkshandbuch: Deutscher Reichstag, Hermann Hillinger Verlag, Berlin 1930, S. 562
  2. Aus: Deutscher Sozialismus Zum Todestage Ernst Graf zu Reventlows Infoportal Schwaben 21. November 2012