Göring, Carin

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Carin Göring.jpg

Carin Axelina Hulda Göring (Lebensrune.png 21. Oktober 1888 in Stockholm; Todesrune.png 17. Oktober 1931) war die erste und inniggeliebte Ehefrau von Hermann Göring.

Leben

Carin von Kantzow mit Sohn, 1912

Carin Göring, geborene Freiin von Fock, geschiedene von Kantzow, wurde 1888 in Stockholm als Tochter des Obersten und Regimentskommandeurs Carl Freiherr von Fock und seiner irischen Frau Huldine Beamish geboren. Die Familie Fock war im 19. Jahrhundert aus Westfalen nach Schweden ausgewandert. Carin hatte vier Schwestern: Mary, Lily, Elsa und Fanny. 1910 heiratete Carin Freiin Fock den deutschstämmigen Berufsoffizier Niels Gustav (Nils Gustaf) Freiherr von Kantzow;[1] Thomas, das einzige Kind der beiden, kam am 1. März 1912 in Överluleå zur Welt und starb am 27. Mai 1973 in Stockholm. Zuvor hatte er noch für Emmy Göring, die er liebevoll „Stiefmutter“ bezeichnete, die Feier zu ihrem 80. Geburtstag am 24. März 1973 im Münchner Hotel „Vier Jahreszeiten“ ausgerichtet.

Hermann Göring

Im Februar 1920 weilte Carin von Kantzow bei ihrer Schwester auf Schloß Rockelstad. Dort traf sie den fünf Jahre jüngeren Hermann Göring, einen der erfolgreichsten Jagdflieger des Ersten Weltkrieges.

Hochzeit

Sie heirateten am 3. Januar 1923, nachdem sich Carin von ihrem Ehemann hatte scheiden lassen. Der 1912 geborene Sohn blieb in Schweden bei seinem Vater. Nach dem gescheiterten Marsch auf die Feldherrnhalle 1923 konnte Göring schwerverwundet zuerst in den österreichischen Teil Deutschlands vor seinen Verfolgern in Sicherheit gebracht werden. Im Jahre 1925 ging er nach Italien ins Exil, wohin ihm seine Ehefrau Carin folgte.

Krankheit

Im Juni 1931 brachte Hermann Göring seine seit Jahren an einer schweren Tuberkulose erkrankte Frau nach Bad Altheide in Schlesien, wo sie sich einige Zeit erholte. Im Anschluß daran unternahm der zu dieser Zeit viel beschäftigte Göring mit seiner todkranken Frau eine Reise durch typisch deutsche Gebirgsgegenden. Adolf Hitler hatte den Görings kurz vorher einen neuen Mercedes geschenkt, der bei der Reise, die am 25. August begann, eingeweiht wurde. Carins geliebte Mutter war bereits seit dem Winter erkrankt und im Sommer erkrankte die Mutter zudem an einer schweren Lungenentzündung.

Die selber schwer erkrankte Carin, die gemeinsam mit ihrem Mann, ihrer Schwester Fanny und einem Freund Deutschland bereiste, durfte von der Erkrankung der Mutter aus Gesundheitsgründen nichts erfahren. Kurz nach dem Ende der Reise verstarb Carins Mutter am 25. September. Carin brach bei dieser Nachricht zusammen und war derart geschwächt, daß die Ärzte ihr untersagten, zur Beerdigung nach Schweden zu fahren. Erst am Tage nach der Beerdigung traf sie, begleitet von ihrem Mann, in Stockholm ein. In der folgenden Nacht erkrankte sie so heftig, daß ihr Ableben stündlich erwartet wurde. Hermann Göring, der seine kranke Frau besonders in den letzten Monaten liebevoll umsorgt hatte, wich nicht von ihrer Seite.[2]

Aus Deutschland kam die Nachricht, daß Adolf Hitler zu einem ersten Gespräch bei Hindenburg eingeladen war. Er brauchte Göring jetzt dringend, denn Hindenburg stand den Kämpfern der Bewegung eher ablehnend gegenüber, akzeptierte jedoch den Träger des Pour le Mérite Göring, der schon vorher mit Hindenburg Kontakt aufgenommen hatte.[3] Göring war zerrissen, er kniete am Bett seiner sterbenden Frau, wurde aber dringend in Berlin als Bindeglied zwischen Hitler und Hindenburg gebraucht. Carin nahm ihm die Entscheidung ab und sagte, er solle nach Deutschland reisen, wo jetzt wichtige Entscheidungen gefällt werden müssen.

Bildergalerie

Tod

Carin Göring starb am 17. Oktober 1931, morgens um 4.00 Uhr. Beigesetzt wurde sie zuerst in Schweden, später jedoch nach Deutschland überführt. Hermann Göring ließ ihr zu Ehren in Carinhall, das er nach ihr benannt hatte, eine unterirdische Gruft errichten. Hier wurde sie nach der Überführung am 19. Juni 1934 in einer würdevollen Gedenkfeier, an der auch der Führer teilnahm, zur letzten Ruhe gebettet.

Beisetzung (Bildergalerie)

Carinhall

1945 ließ Göring vor dem Einrücken der Sowjettruppen Carinhall von der Luftwaffe sprengen. Nachdem 1945 sowjet-bolschewistische Truppen Ost- und Mitteldeutschland überrollt hatten, wurde die Totengruft aufgebrochen, ihr Grab geschändet und die Gebeine von ihren „Befreiern“ in der Gegend verstreut. Die Familie konnte mit Hilfe eines schwedischen Pastors die restlichen aufgefundenen sterblichen Überreste zurück nach Schweden in ihr ursprüngliches Grab überführen. Heute ruht sie auf dem Kirchfriedhof von Lovo nahe Stockholm.

Literatur

  • Fanny Gräfin von Wilamowitz-Moellendorff (die Schwester von Carin): Carin Göring, Warneck-Verlag, Berlin 1936

Verweise

Fußnoten

  1. Sein Urahn war Johann Albert Kantzow aus Stralsund (Lebensrune.png 13. August 1713), der beruflich im Auftrag der Hanse nach Stockholm übersiedelte.
  2. vgl.Fanny Gräfin von Wilamowitz-Moellendorff (Schwester v. Carin), Carin Göring, ab S.144
  3. Vgl. Erich Gritzbach: Hermann Göring, Werk und Mensch (1937), S.199