Göring, Emmy

Aus Metapedia
(Weitergeleitet von Emmy Göring)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Emmy Göring.jpg

Emma Johanna Henny „Emmy“ Göring, geborene Sonnemann (Lebensrune.png 24. März 1893 in Hamburg; Todesrune.png 8. Juni 1973 in München), war eine deutsche Schauspielerin und die zweite Ehefrau Hermann Görings.

Leben

Festbankett im Hotel „Kaiserhof“ in Berlin nach der kirchlichen Trauung von General der Flieger Göring und seiner Emmy, 10. April 1935; zwischen Trauzeuge Hitler und Generaloberst von Blomberg sitzt Hitlers Tischdame des Abends Mary Gräfin von Rosen, geb. Freiin von Fock, Schwester der verstorbenen Carin Göring.
Emmy Göring an der Seite von Bürgermeister Carl Vincent Krogmann (r.), mit dessen Ehefrau sie befreundet war.
Emmy Göring mit Mussolini

Emmy (eine Verbindung aus Emma und Henny) war das jüngste von fünf Kindern einer Hamburger Kaufmannsfamilie, ihr Vater war Besitzer einer Schokoladenfabrik. Schon mit 12 Jahren besuchte sie das Theater und wollte bald Schauspielerin werden. Leopold Jessner, Regisseur des Thaliatheaters in Hamburg, eröffnete gerade eine Schauspielschule, und es gab eine Freistelle, welche Emmy nach einem Vorsprechen im Hamburger Konservatorium gewann.

Ihr erstes Engagement fand „Emmy“ mit 17 Jahren am Hamburger Stadttheater, dann führte ihr Weg sie über Dresden, München, Wien und Stuttgart nach Weimar. Nach der Scheidung ihrer ersten Ehe mit Karl Köstlin lernte sie im Jahre 1934 den damaligen preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring in Weimar kennen.

Politische Interessen hegte sie derzeit und auch danach nicht; später war sie in der Reichshauptstadt am Berliner Staatstheater engagiert und spielte anspruchsvolle Rollen, u. a. mit Gustaf Gründgens.

Zwar war Joseph Goebbels als Reichsminister für die gesamte Kulturpolitik im Reiche verantwortlich, jedoch hatte sich Göring als Preußischer Ministerpräsident das Berliner Staatsschauspiel und die Staatsoper vorbehalten. Das führte dann zu „Unahnnehmlichkeiten“ in ihrem Beruf, auch kühlte die Freundschaft zwischen Göring und Goebbels etwas ab, da dieser mit der ersten Frau Görings gerne und oft über Politik diskutiert hatte.

In Zürich war sie als Filmdarstellerin in „Wilhelm Tell. Das Freiheitsdrama eines Volkes“ tätig. In Deutschland hatte sie als Schauspielerin erreicht, was nur erreicht werden konnte und fand die Erfüllung und später den Abschluß ihrer künstlerischen Laufbahn.

Am 10. April 1935 heirateten Emmy Sonnemann und Hermann Göring. Die offizielle Anrede von Emmy Göring lautete dann „Hohe Frau“. Als „Erste Dame des Staates“ empfing sie nun in Carinhall (Brandenburg) viele prominente Besuche von führenden Mitgliedern von politischen und Berufsorganisationen. Zur Gäste-Invasion zählten ebenso Staatsmänner, Staatsoberhäupter und Botschafter, bei denen das Reich nicht nur in der Dienstwohnung der Görings in Berlin am Leipziger Platz, sondern auch in der repräsentativen und luxuriösen Villa in Carinhall repräsentiert werden mußte. In Carinhall erregten stets auch die jungen Löwen die Aufmerksamkeit welche, gut erzogen, gehalten wurden.

1935 begleitete Emmy Göring ihren Mann bei Staatsbesuchen z. B. nach Libyen zu Marschall Balbo, nach Bulgarien zu König Boris, nach Jugoslawien zu König Peter II. und der Witwe des verstorbenen Königs Alexander usw. und nach Italien zum Duce (der recht gut Deutsch sprach) und der italienischen Königsfamilie in Rom im Jagdschloß Castell Porziano.

Als renommierte Künstlerin besuchte sie jährlich Bayreuth, um die Wagneraufführungen zu erleben, wo sie auch die Familie Wagner gut kennenlernte.

Nachwuchs

Am 2. Juni 1938 kam die gemeinsame Tochter Edda zur Welt, und Adolf Hitler sandte einen Strauß Rosen und wurde einer der Taufpaten. Die Taufe wurde vom Reichsbischof vorgenommen.

Nachkriegszeit

Nach der Okkupation Deutschlands 1945 wurde sie am 21. Mai 1945, kurz nachdem ihr Mann verhaftet worden war, mit ihrer kleinen Tochter bis Februar 1946 in VS-amerikanische Sippenhaft im Zuchthaus Straubing genommen. Emmy hielt fest und treu zu ihrem Mann, den sie nach Möglichkeit ab August 1946 in dessen Haft besuchte. Dr. Otto Stahmer, Anwalt ihres Mannes in Nürnberg, hatte diese Besuche beantragt. Das Todesurteil gegen ihren Ehemann erfuhr Emmy Göring aus dem Radio.

Anfang Mai 1947 ließ der Sonderminister Alfred Loritz die Ehefrauen der in Nürnberg Verurteilten verhaften, darunter auch Emmy Göring, aber auch Henriette von Schirach und Luise Funk, die Gemahlin des Reichsbankpräsidenten Walther Funk.

Die Gefängnisleitung erlaubte Emmy Göring am 7. Oktober einen Besuch für das letzte Abschiednehmen von Hermann, getrennt durch eine Glasscheibe und Gitter. In ihrem Buch berichtet sie über die letzten Worte Ihres Mannes:

„Ich segne Dich und unser Kind ...“

1948 wurde auch sie mit den verschiedensten Beschuldigungen für ihr „Verbrechen“, eine Nationalsozialistin gewesen zu sein, angeklagt und kam krank und mit 40 Grad Fieber in eine Frauenbaracke des Lagers Göggingen, ab Januar 1948 ins Lager Garmisch. Trotz sehr vieler Fürsprachen, auch von jüdischen Entlastungszeugen, denen sie offensichtlich das Leben gerettet hatte, wurde sie von der „Spruchkammer“ der Vasallen des VS-amerikanischen Besatzerregimes im Juli 1948 zu 30 % Vermögenseinzug, einem Jahr Arbeitslager und fünf Jahren Auftrittsverbot „verurteilt“. Entlastet und unterstützt wurde sie ebenso von einer der Schwestern der ersten Ehefrau ihres Mannes, Carin, dessen Familie in Schweden angesiedelt war.

Emmy Göring wurde erst am 26. Juni 1948 aus der Haft entlassen und lebte dann in der Oberpfalz, später in München. Im Jahre 1967 veröffentlichte sie ihre Erinnerungen in dem Buch „An der Seite meines Mannes“. Ihre Tochter Edda pflegte sie zu Hause in München bis zum letzten Tag.

Der letzte Geburtstag

Die Feier zu ihrem 80. Geburtstag richtete ihr Thomas von Kantzow, Sohn Carin Görings aus ihrer ersten Ehe, am 24. März 1973 im Münchner Hotel „Vier Jahreszeiten“ aus.

Tod

Am 8. Juni 1973 verstarb Emmy Göring im Rot-Kreuz-Krankenhaus von München an Magenkrebs. Sie wurde auf dem Waldfriedhof beigesetzt.

Bildergalerie

Filmbeiträge

Ausschnitt von der Hochzeit von Emmy und Hermann Göring (in englischer Sprache):

Filmographie

Auszeichnungen

Schriften

  • An der Seite meines Mannes – Begebenheiten und Bekenntnisse, Schütz (1967), ISBN 978-3920677156