Gotzkowskybrücke

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Die Gotzkowskybrücke in Berlin, im Hintergrund die Alt-Moabiter Erlöserkirche und das Gemeindehaus.

Die Gotzkowskybrücke verbindet zu BRD-Zeiten die Berliner Ortsteile Charlottenburg und Moabit, somit die Bezirke Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf. Sie führt über die Spree. Die Brücke weist eine Gesamtlänge von ungefähr 60 m auf, und überführt die gleichnamige Straße.

Geschichte

Die unter Denkmalschutz stehende Brücke wurde vom Stadtbaurat Friedrich Krause entworfen, und in den Jahren 1910-1911, anstelle einer Jochbrücke aus dem Jahre 1888, erbaut. Vornehmlich Arbeiter, die täglich zu den Fabriken in Moabit unterwegs waren, nutzten die Brücke, die nach dem Kaufmann und Begründer der „Königlichen Porzellan-Manufaktur BerlinJohann Ernst Gotzkowsky benannt wurde, zudem die Grenze der beiden selbstständigen Städte Berlin und Charlottenburg markierte.

Die während des Zweiten Weltkrieges stark beschädigte Brücke konnte erst in den Jahren 1981-1983 grundlegend saniert werden. Auf den Eckpfeilern der Brücke sitzen Tierskulpturen des Bildhauers Walther Schmarje auf.

Sehenswürdigkeiten

Am südlichen Spreeufer verläuft der Europäische Fernwanderweg Nr. 11. Überquert man die Gotzkowskybrücke, dann findet man sich in das Viertel Moabit ein, das von dem Backsteinbauwerk der Erlöserkirche, sowie von dem Gemeindehaus aus 1913 geprägt wird. Die Gotzkowskystraße führt weiter in das Viertel hinein, und wurde am Sonntagmorgen den 24. Januar 1932 um ungefähr 8 Uhr zur letzten Straße, wo der Hitlerjunge Herbert Norkus Flugblätter der Bewegung verteilt hat. Unweit, nur einige Gehminuten der Gotzkowskystraße entfernt, befindet sich das Haus Zwinglistraße 4.

Literatur

  • Eckhard Thiemann, Dieter Deszyk und Horstpeter Metzing, „Berlin und seine Brücken“. Jaron Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-89773-073-1, Seite 120.